Delf-Zertifikat am FAG

Stolze Zertifikatbesitzer*innen

Sprachkenntnisse bescheinigt!

Auch im nun vergangenen Schuljahr gab es am Friedrich-Abel-Gymnasium Schülerinnen und Schüler, die ihre Sprachkenntnisse auf den Prüfstein stellen wollten. Unter der Betreuung von Birgit Gellink, Ruth Jochemko und Louisa Weimann unterzogen sich 12 Französisch-Schülerinnen und -Schüler aus der 10.Klasse der Prüfung für das DELF- Zertifikat. Im schriftlichen Teil wurde ihr Hörverstehen und ihr Textverstehen getestet und sie mussten selbst eine Text produzieren. Nach dem Bestehen der mündlichen Prüfung kurz vor den Ferien wurden (hinten v.l.n.r.) Semra Soyal, Frederik Vossen, Janine Hunt, Felix Dietz, Pierre-Yves Verschaeve und (vorne v.l.n.r) Paula Glinder, Emma Geiser, Luis Ruf, Sarah Beck, Antonia Kluth, Isabell Butz und Philip Sigmund (nicht im Foto) die Urkunden überreicht.


Diese können sie nun ihrem Portfolio hinzufügen und somit bei Bewerbungen um ein BOGY oder einen Studienplatz Ihre Chancen erhöhen.

Noch fünf Tage bis zur Wahl

Bundestagswahl 21

“Making of“ – JII-Schüler und -Schülerinnen des FAG bereiten Podiumsdiskussion zur Wahl vor

Schon seit Monaten ist der 21.9.2021 im Terminkalender des FAG rot markiert: Der Jugendgemeinderat lädt zur Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl ein. Damals schien es noch so, als ob die Wahl klar ausgehen und Armin Laschet Kanzler würde. Schon seit Juli bereiten sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Gemeinschaftskunde zusammen mit ihrem Lehrer Benjamin Hipp auf die Ausrichtung dieses Abends inhaltlich vor. Dazu mussten erst einmal die Parteiprogramme der teilnehmenden Parteien studiert werden: AfD, CDU, Die Grünen, Die Linke, FDP, Freie Wähler, SPD. Welche inhaltlichen Schwerpunkte wollte man für die 120-minütige Veranstaltung wählen? Wie sollte man die Fragen formulieren? Wie würde man es schaffen, eine Vergleichbarkeit der Kandidaten herzustellen? Und schließlich war da auch noch die Frage, welche Schüler moderieren sollten. Nach den Ferien entschied man sich für drei Themenblöcke: Außenpolitik und internationale Herausforderungen – Wirtschaft, Soziales und Bildung – Klima, Infrastruktur und Digitales.
Bei den Fragen galt es zu beachten, dass offene und geschlossene Fragen ausgeglichen gestellt werden. Offene Frage: Welche Schwerpunkte sollte die deutsche Außenpolitik angesichts der Lage in Afghanistan und Belarus zukünftig setzen und welche Rolle sollte Deutschland dabei international spielen? Eine geschlossene Frage etwa an Die Linke, die enger mit Russland zusammenarbeiten will: Sollten Deutschland und der Westen Russland für seine aggressive Außenpolitik auch noch belohnen? Aber wie würde man es schaffen, für alle Kandidaten eine vergleichbare Situation zu erstellen? Am Ende jedes Themenblocks gab es eine Blitzumfrage für die Kandidaten per Daumenabstimmung: War der Abzug der Bundeswehr und der NATO-Truppen insgesamt zum jetzigen Zeitpunkt richtig? Am Abend selbst wurden dann jeweils zwei Kandidaten zu „ihrem Daumen-Votum“ befragt. Die Redezeit wurde auf 90 Sekunden beschränkt und für die Kandidaten elektronisch angezeigt. Johannes Ernst und Nils Off übernahmen am Dienstagabend bestens vorbereitet die Moderation; falls sie doch vor 150 Zuschauern aufgeregt waren, hat man ihnen das aber nicht angemerkt.
Schon einige Zeit vor Beginn der Veranstaltung wurde klar, dass die beste Vorbereitung nicht vor Unvorhergesehenem schützt: Dr. Sandra Detzer war verhindert, ihr Vertreter Leo Buchmann hatte kurz vorher einen Corona-Kontakt. Deshalb waren Die Grünen gar nicht vertreten. Dr. Steffen Bilger wartete auf die Geburt seines dritten Kindes und so wurde die CDU von der einzigen Frau in der Runde, Dr. Sarah Schmid, vertreten. An der Diskussionsrunde nahmen außerdem Andreas Frisch für Die Linke, Martin Hess für die AfD, Macit Karaahmetoglu für die SPD, Oliver Martin für die FDP und Martin Pfaff für die Freien Wähler an der Veranstaltung teil. Alle stellten sich in einem einminütigen Statement vor, so dass die Zuschauer auf dem gleichen Kenntnisstand waren.
Die Moderatoren befragten erst im Wechsel gezielt einzelne Kandidaten etwa zu den Themen Nato, Neuverschuldung und Kohleausstieg. Daran schloss sich meist ein freier Austausch unter den Kandidaten an. Alle Themen wurden ruhig und sachlich behandelt. Nur einmal wurde Oliver Martin etwas ungehalten, weil er meinte, die Redezeit sei nicht gleichmäßig verteilt. Aber Johannes Ernst wachte höflich, aber gewissenhaft über die Einhaltung der Sprechzeiten.
Nach der üblichen Publikumsrunde endete der Abend mit dem Dank der Kandidaten und mit einem überschwänglichen Lob für das junge Moderatorenteam. Dass sie ihre Sache sehr gut gemacht haben, kann man auch an dem ausführlichen Bericht in der VKZ sehen. Nun bleibt aber immer noch eine Frage offen: Wen wählen wir denn am Sonntag?

Und der Sultan hatte zwei Söhne und einen Diamanten

Stellvertretend für alle 5er: die 5a

Einschulung am Friedrich Gymnasium

Auch in diesem Jahr fand die Einschulung der Fünftklässler am FAG wieder in zwei Gruppen statt.
Orchesterklasse 6Um 8 Uhr kamen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a von Frau Dercks und 5b von Frau Jochemko mit ihren Eltern. Gleich zu Anfang erinnerte eine Foto-Show daran, wie bunt und lustig die Einschulung mit Max oder dem kleinen Prinzen in anderen Jahren war, wenn alle Sechstklässler noch einmal mit einem Potpourri aus ihrem Fünfermusical die neuen Fünfer begrüßten. Anders als im letzten Jahr durften am Dienstag aber doch einige Sechser in die Stadthalle kommen. Die Orchesterklasse 6 spielte unter Leitung von Frau Regina Bauer zuerst einen Satz aus der Symphonie mit dem Paukenschlag. Zwar gab es keine Pauke, aber an der richtigen Stelle ganz viel Lärm durch andere Instrumente. Zusammen mit witzigen Texten zu Musikaufführungen und dem anschließenden Haifischsong aus der Dreigroschenoper bekam so die Begrüßungsveranstaltung endlich wieder die ihr zustehende Heiterkeit zurück. 
Schulleiter Stephan Damp begrüßte die Schülerinnen und Schüler mit einer rätselhaften Geschichte: Ein Sultan hatte zwei Söhne und einen großen Diamanten. Diesen wollte er seinen Söhnen vererben. Derjenige sollte ihn bekommen, dessen Pferd das Ziel als letzter erreicht. Beide stürmten los. Doch so würden sie das Ziel nicht als zweiter erreichen. Sie fragten einen alten Lehrer um Hilfe. Und was war sein Rat? Ein junger Zuhörer wusste es sofort: „Tauscht die Pferde“. Vieles aus dieser Geschichte wollte Herr Damp unseren neuen Fünfer mit auf den Weg geben: das Losstürmen, das Nachdenken, das Rat-Suchen bei einem Lehrer und natürlich die Teamarbeit.
An einer so großen Schule wie dem FAG ist es anfänglich nicht leicht, sich zurechtzufinden. Deshalb stellten Marina Elsenhans, Cara Eppinger, Antonia Hofmann und Caroline Lanz (alle 10b) den Fünftklässler das Patenprogramm vor. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 werden die neuen Fünfer durch das Schuljahr begleiten. Noch diese Woche werden die Paten mit ihren Klassen eine Schulrallye machen, vor Weihnachten wollen sie zusammenbasteln und spielen und im Frühjahr wartet – hoffentlich – ein Filmnachmittag auf die Klassen.

Willkommensgruß


Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b schickten schließlich noch einen Willkommensgruß an ihre neuen Schulkameraden. Nun rief Herr Geppert die neuen FAG-Schüler namentlich auf die Bühne. Ein Fototermin für die Eltern und dann verließen die Klassen einzeln nacheinander die Stadthalle, Klasse 5a zuerst. Die Feier für die anderen Klassen begann um 10 Uhr.
Das FAG hat dieses Jahr 144 neue Fünftklässler aufgenommen. Klasse 5c wird von Frau Sauer geleitet, 5d von Frau Schlecht und die Ganztagesklasse 5e von Frau Dausend. Es gibt wieder eine Orchester- und eine Gesangklasse. Die Schulgemeinschaft wünscht allen einen guten Start!

Von Schund, Steckdosen, Hochleistungsrechnern und der Begegnung mit Sachsen-Anhalt

Sommerakademieteilnehmer

FAG-Schüler gehen zu Sommerakademien

Auch in diesem Jahr hat das FAG wieder Schüler und Schülerinnen für Sommerakademie vorgeschlagen. Aus der Gruppe der Begabtesten eines Jahrgangs sucht die Schule Schüler und Schülerinnen aus, die sie dann mit Gutachten vorschlägt. Zwei Schüler mussten auch selbst Bewerbungsunterlagen oder Projekte einreichen.
Vier Schüler und Schülerin wurden dieses Jahr angenommen.

Rebecca Krüger, J1, freut sich auf ein Seminar der Deutschen Schülerakademie zu dem Thema: Gelobt vs. geliebt – gestern Hit, heute Klassiker? In diesem einwöchigen Online-Seminar geht es um kommerzialisiert Kunst, um Schund also. Aus Liedern, Büchern und Filme, die es nie in einen Lehrplan schaffen würden, kann man eine Menge über die jeweilige Zeit lernen. Und das nicht erst seit heute.

Anton Walz, 9a, hat eine Einladung zur „kleinen Schwester“ der Schülerakademie, der Science Academy Baden-Württemberg (für jüngere Schüler) bekommen. Er musste sich für gleich drei Themen ausführlich bewerben. Er erhielt den Zuschlag für den Physikkurs: Wie kommt die Sonne in die Steckdose? Bei der Tagung geht es darum, ob Ökostrom auch wirklich ökologisch ist und ob erneuerbare Energien immer nachhaltig sind. Praktisch geht es darum, wie Fotovoltaik-Anlagen funktionieren und wo ihr Gebrauch an Grenzen stößt. Auch politische und ökonomische Aspekte sollen berücksichtigt werden. Normalerweise gehören zur Juniorakademie ein Vor- und ein Nachtreffen, sowie ein zweiwöchiger Aufenthalt in Adelsheim. Wenigsten im Sommer wird Anton teilweise in Präsens einige Tage in Adelsheim verbringen.

Christina R.Christina Räke, 10b, wurde bei der Kulturstiftung der Stiftung Kinderland angenommen. Die Kulturakademie bietet jedes Jahr für ausgewählte Schüler und Schülerinnen aus Baden-Württemberg Kreativ-Wochen in verschiedenen Bereichen an. Jede Schule darf für die Bereiche MINT, Musik, Kunst und Literatur besonders begabte Schüler und Schülerinnen nominieren. Danach müssen die Schüler und Schülerinnen sich bewerben und eine Talentprobe anfertigen, die sehr aufwendig ist. Für ihre Bewerbung musste Christina Dosentelefone bauen und untersuchen. Dazu musste sie sich eine Messanordnung überlegen, die verschiedenen Dosentelefone auf ihr Schallleitung hin untersuchen und ihre Versuchsergebnisse dokumentieren. Christina hat mit ihrer Bewerbung und Talentprobe überzeugt und einen der begehrten 20 Plätze im Bereich MINT gewonnen. Ihre Akademie findet voraussichtlich in Stuttgart in der Uni Stuttgart und beim VDI (Württembergische Ingenieurverein) statt. Sie wird an einem MINT-Projekt arbeiten, programmieren und dann noch einen Hochleistungsrechner und das Planetarium besuchen.

Leonie S.Auch Leonie Schulte , J1, war vom FAG für die Deutsche Schülerakademie vorgeschlagen. Da von jeder Schule aber nur eine Schülerin genommen wird, ging Leonie dieses Jahr leer aus. Daraufhin machte sie sich auf die Suche nach einer Alternative und wurde letzten Freitag an der Landesschülerakademie Sachsen-Anhalt angenommen. Sie nimmt diese Woche am Online-Programm der Hochschule Anhalt teil. Leonie hatte sich für das Schwerpunktthema Biotechnologie beworben. Online werden nun Veranstaltungen aus allen Themen zum Schnuppern angeboten. So geht es für Leonie jetzt um Lebensmitteltechnologie, Pharmatechnik, Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Für den experimentellen Teil hat sie ein Materialpaket zugesandt bekommen.

Normalerweise gehören neben den Vorträgen und Führungen natürlich auch die persönlichen Begegnungen mit den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu dem, was solche Tagungen erlebenswert macht: gemeinsam essen, Sport machen, vielleicht auch musizieren, auf den Gängen stehen und „quatschen“, abends draußen lange Gespräche führen, Handy-Nummern austauschen und gemeinsame Unternehmungen planen. Für Anton und Christina wird all dies hoffentlich in kleinerem Rahmen stattfinden. Aber Rebecca wird es vermissen, am See in Torgelow, dem schönsten Veranstaltungsort der Schülerakademie, sitzen zu können. Bei Leonies Akademie gibt es ein Online-Freizeitangebot, so dass sie zumindest virtuell Schülern und Schülerinnen aus Sachsen-Anhalt begegnen wird.

 

„Bei dem hatte ich doch auch mal Mathe“

Pensionäre 2021

Wieder gehen zwei langjährige Lehrer und eine Lehrerin des FAG in den Ruhestand.

„Bei dem hatte ich doch auch mal Mathe“. Das wird man bald nicht mehr sagen können, denn das Kollegium des Friedrich-Abel-Gymnasiums verjüngt sich jedes Jahr exponentiell.
Mit Günter Meier, Andreas Jänchen und Gisela Lemberger verlassen wieder drei Urgesteine das FAG.
Günter Maier, der einzige Baden-Württemberger unter den angehenden Pensionären, war seit dem Ende seines Referendariates 1988 am FAG. Er schießt mit 33 Dienstjahren an unserer Schule sozusagen den Vogel ab. Sowohl an seinen anschaulichen Deutschunterricht als auch an die vielen Schulgottesdienste werden sich Generationen von Vaihingern erinnern. Mit seiner ruhigen Art war er auch immer ein wichtiger Vermittler in allen Schulsituationen.


Andreas Jänchen kam 1992 aus Hessen ans FAG. Er hat vielen geholfen, sich für das Fach Mathematik zu begeistern und zu motivieren. So mancher verdankt seinem Zuspruch das Abitur. Er unterrichtete auch Sport und Ethik. In den letzten Jahren war Andreas Jänchen zusätzlich Refendarsausbilder in Mathematik am Seminar Heilbronn. Erst in diesem Jahr haben wieder zwei seiner ehemaligen Referendarinnen den Weg ans FAG gefunden. Gisela Lemberger kam 1993 ans FAG. Ursprünglich aus Bayern, ist sie der Liebe wegen nach Vaihingen gekommen. Ihre große Liebe sind auch die Chemie und die Biologie. Diese Leidenschaft hat sie an viele Generationen von FAG-Schüler weitergegeben und so manch einer ist heute Chemiker, weil er von ihrer Begeisterung angesteckt wurde. Viele Jahre lang sorgte sie außerdem dafür, dass das FAG die richtigen Personen in der richtigen Kleidung zum Maientag schickte.


Wenn nun am Lehrerzimmer nach Herrn Maier gefragt wird, lautet die Gegenfrage nicht mehr „Günter Maier“, sondern „Björn oder Kolja“?

Alles Gute euch wünscht das ganze FAG!

„Alle Kohorten bitte antreten“

Abischerz

Schüler und Schülerinnen organisieren Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen: Abischerz und Projekttage

AbischerzWie viele Auflagen gab es dieses Jahr von den Behörden: Tests, Abstand, Masken. Das magische Wort in der Schule war Kohorte. Wer dabei an Römer denkt, hat zwar in seiner Schulzeit aufgepasst oder Asterix und Obelix gesehen, aber heute meint Kohorte jeweils einen Jahrgang einer Schule – diese Kohorten dürfen nicht miteinander kämpfen, nein, miteinander vermischt werden. Diese Aufgabe bedeutet schon für die Schulleitungen eine große Herausforderung, wie sollten das dann erst Schüler und Schülerinnen schaffen? Die Abiturienten und das Projektressort des FAG ließen sich aber nicht von ihren Plänen abbringen: Dieses Jahr sollte alles stattfinden, Kohorten hin oder her. Die Abiturienten machten es mit ihrem Abischerz vor. Zuerst besuchten sie die einzelnen Klassen im Unterricht und hielten lustige Präsentationen. Dann wurden die Schüler Klasse für Klasse von den Abiturienten-Gelbwesten auf den Sportplatz geführt. Dort waren Felder für die einzelnen Kohorten markiert und ein Platzanweiser gab mit „5er rechts, 10er links“ das Kommando. Auf einem großen Bereich in der Mitte des Platzes gab es Spiele „Lehrer gegen Schüler“ und natürlich trat die jeweilige Lehrermannschaft immer nur gegen eine Kohorte an. Es war warm und es wurde mit Wasser gespritzt.
Als alle nass waren, verkündete Herr Geppert, dass auch in diesem Jahr der Unterricht mit dem Abischerz endete. Da freuten sich alle….in ihren Kohorten.

Auch die Projekttage wurden vom Projektressort unter diesen Auflagen organisiert. Sensationelle 50 (!) Projekte kamen zustande, von Basteln über Nähprojekte, Tennis-Training bis zu Yoga.
Alle waren von Schülern und Schülerinnen organisiert, in jedem Projekt befanden sich immer nur Teilnehmer einer Kohorte. Jedes Projekt wurde mit Rat, Tat und Tests von Lehrerinnen und Lehrern begleitet. Schon die Jüngsten boten Projekt an, wie z.B. Arthur Simonka-Garcia aus der 5b, der ganz wunderbare Materialien für seinen „Comiczeichner-Club“ erstellt hatte: für jeden ein personalisiertes Büchlein mit Anweisungen und Übungen, wie man einen guten Comic erstellt. Zum Schluss wurden dann noch alle Comics per Beamer vorgestellt.
Es gab zwar kein abschließendes Projektfest, aber dennoch fühlte sich das Ende des zweiten Corona-Jahrs am FAG fast schon wieder normal an – nein, besser als normal: richtig gut!

„Need you“

Schülermedienpreis

2. Platz beim Schülermedienpreis 2021 des Landes Baden-Württemberg

Eigentlich, aber wer man dieses Wort eigentlich noch hören, hätte die Preisverleihung in Stuttgart im Alten Schloss. Eigentlich hätte Ministerpräsident Kretschmann dort den Schülermedienpreis 2021 an die Preisträger übergeben. Dieses Jahr schickte die Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg eine kleine Delegation mit einem Kameramann an die jeweiligen Schulen der Gewinner.
In Vaihingen kamen sie ans Stromberg Gymnasium, denn mit Livia Kniep und Luise Schwarz, 6c, hat dieses Jahr ein „gemischtes Team“ beider Vaihinger Gymnasien einen zweiten Platz beim Schülermedienpreis des Landes gewonnen. Wie Luise erzählt, war die Aufgabe „irgendwas mit Medien“. Alles war also frei wählbar, am besten allerdings mit einem Bezug zu Corona und den Lockdowns.
Livia macht unter dem Künstlernamen Lia Musik. Livias und Luises Mütter kennen sich. Luise filmt und schneidet. Und so wurde der Kontakt hergestellt. Gedreht wurde an den zwei Vaihinger Bahnhöfen. Wie bei den Profis erzählen der Song „need you“ und das Video zwei verschiedene Geschichten. Aber letztendlich geht es doch bei beiden um Sehnsucht, aber „das Lied ist traurig“, so Luise.
Gefilmt wurde ein Wochenende lang per Handy und mit einer alten Videokamera. „Am schwierigsten war es, dass Video so zu schneiden, dass Livias Lippen synchron zum Film sind.“ Denn natürlich wurde die Musikspur getrennt aufgenommen und Livia hat für die Aufnahmen nur leise vor sich hingesungen.
Bei der Preisverleihung im Stromberg-Gymnasium wurde es dann doch noch einen Moment lang feierlich, als Herr Kretschmann eine Videobotschaft an die jungen Preisträgerinnen schickte.


Wer jetzt neugierig auf das Video des ganz jungen Teams ist, kann es hier anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=N1NrBeyiELo


Herzlichen Glückwunsch!

Erfolgreich mit Mathematik

Preisträger und Schulleiter

2. Platz für Simon Gruschwitz im Bundesfinale der Mathematik Olympiade

Eigentlich ist das Foto ganz falsch, denn Herr Damp überreicht Simon Gruschwitz, Klasse 8a des Friedrich-Abel-Gymnasiums, hier eine Urkunde und ein Buch für den ersten Platz in der Regional-Runde des Wettbewerbs Mathematik-Olympiade. Aber Simon hat viel mehr erreicht. Eigentlich fing alles schon im letzten September mit der Schulrunde des Wettbewerbs an; diese gibt es allerdings in Baden-Württemberg nicht. Deshalb startete Simon gleich in die Regional-Runde, bei der er in Heilbronn eine zweistündige Klausur schreiben musste. Wie erfolgreich er war, sieht man auf dem Foto. So nach und nach trudeln nun die Urkunden ein. Denn Simon war auch in der Landesrunde erfolgreich. Hierzu bekam er Aufgaben online, die er nach vier Stunden wieder zurückschicken musste: Und er landete auf dem 2. Platz.

Die Bundesrunde sollte eigentlich in Magdeburg stattfinden. Stattdessen schrieb Simon an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in der Schule zwei Klausuren. Die Urkunde ist noch nicht da, aber man weiß schon, dass Simon einen 2. Platz erreichte. Bei der Online-Verleihung an die Bundessieger kann man sehen, dass Simon mit seinem Preis der erfolgreichste Schüler aus Baden-Württemberg ist.

Wer wissen möchte, welche Nüssen Simon knacken musste, kann die Aufgaben hier finden: https://www.mathematik-olympiaden.de/moev/index.php/aufgaben

Dieses Jahr war wieder alles anders

Abiturjahrgang 2021

Abitur-Zeugnisverleihung 2021

MusikleistungskursBeim bereits zweiten Corona-Abitur des Friedrich-Abel-Gymnasiums war manches wie im letzten Jahr: Stadthalle (wieder die „im See“ statt der Stadthalle in Vaihingen), Hygienekonzepte, Abstandsregeln. Dafür ging dieses Jahr nichts ohne Test oder 3G-Nachweis, für den man dann den „Disco“-Stempel bekam und die Halle betreten konnte. Und doch gab es auch Momente des Aufatmens: Fotos mit allen Familienmitgliedern, Sitzen mit nicht zu großem Abstand, viele Gespräche am Rande. Anders als im letzten Jahr wurde die Feier durch Live-Musik umrahmt. Eingangs spielten Charlotte Kaiser und Benjamin Albrecht als Schülerin-Lehrer-Duett „Le Bal“ von George Bizet. Zwischen den Reden zeigte Charlotte noch einmal ihr Können mit Frédéric Chopins „Étude in cis-Moll“. Später ließen Schülerinnen des Leistungskurses Musik mit Querflöten, Gesang und dem Stück „Over the Rainbow“ die Zuschauer von einer anderen Welt träumen. Unser neuer Schulleiter Herr Damp sprach dann in seiner Rede in humoriger WeiseSchulleiter Damp davon, wie in den nächsten Jahren am FAG alles anders werden würde. Ausgangspunkt war der außerordentlich gute Abiturschnitt des Jahrgangs von 2,1. Wenn sich die augenblicklich rasante Entwicklung so fortsetzte (so Damp), gäbe es 2024 einen Hygienebeauftragten an der Schule, in allen Zimmern seien Luftfilter installiert, die Schüler müssten häufig wegen Kopfschmerzen nach Hause gehen und wögen 4 Kilo mehr. Aber der Schnitt läge dann vielleicht schon bei 2,0. Und noch weiter in die Zukunft geschaut: 2027 wäre die Schule verwaist, das Sekretariat durch ein Call-Center ersetzt, es gäbe Fernklausuren und der Schnitt würde noch weiter sinken - auf 1,8. 2030 schließlich würde das nicht mehr gebrauchte FAG-Gebäude abgerissen, um einem Wohngebiet zu weichen. Schüler aus der ganzen Welt würden sich am FAG anmelden, um an seinem ausgezeichnete Virtual-Reality-Schulbetrieb teilzunehmen. Der Schnitt wäre dann vielleicht schon bei 1,5. Ja, all das wäre wirklich anders. Nur eines würde in all den Jahren sicher gleich bleiben: das Versprechen, dass die Schule in zwei Jahren an das Glasfasernetz angebunden würde. Natürlich ist der Wunsch der Schulleitung an die Abiturienten ein ganz anderer als diese Vision. Herr Damp hofft, dass Abiturienten eine Welt erleben mögen mit Präsenzvorlesungen, mit Kollegen bei der Arbeit und mit Freunden, die ihr Leben begleiten. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Susanne Schumacher ermunterte die Abiturienten mit der Aufforderung „gebt Acht auf die Versuchungen, sonst werdet ihr sie verpassen“, es nicht anders zu machen als die früheren Jahrgänge, sondern sich einfach in das Leben zu stürzen mit all seinen neuen Erfahrungen und Umwegen. Die Elternvertreterin der Jahrgangsstufe JII Anika Schneller-Reindell ergänzte diese Aufforderung noch durch drei Wünsche: Neugier, Mut und Verrücktheit. Die diesjährige Scheffelpreisträgerin Christine Daiss betonte in ihrer Abiturienten-Rede, dass es für ihren Jahrgang schwierig gewesen sei, mit dem Wort „anders“ umzugehen: ein anderes Abitur und auch andere Bedingungen. In schnellen Impulsen betonte sie aber, dass „trotzdem“ vieles gleich geblieben war: 5er-Musical, Schullandheim, Schüleraustausche, Schlagabtausche mit Lehrern in Oberstufe.
Traumabitur 1,0Wie erfolgreich dieser Jahrgang ist, kann man daran erkennen, dass mit Sabine Bachmann, Charlotte Kaiser und Peer Räke gleich dreimal die Traumnote von 1,0 erlangt wurde. Dafür überreichte ihnen Andreas Büderbender den Abiturientenpreis der VR-Bank Neckar-Enz. Insgesamt wurden 60 Preise vergeben, davon 32 NC-Preise für einen Schnitt 1,9 und besser. Der Volker-Zimmermann-Preis für besonderes soziales Engagement an Christine Daiss. Nach der Zeugnisausgabe und der Preisverleihung erinnerten alle Musikschülerinnen und -schüler mit der Aufführung des Stückes „Sunny/Easy“ noch einmal an die Aufführung ihres oben schon erwähnten 5-er-Musicals „Odysseus“. Der Text war anders, aber der Spirit der damaligen Aufführung war noch einmal zu spüren. Wer es bis dahin noch geschafft hatte, nicht wehmütig zu werden, der wurde zum Schluss der Veranstaltung auf eine harte Probe gestellt. Die Eltern präsentierten eine Bilderschau und zeigten Schultütenfotos aus Klasse 1, Einschulungsfotos am FAG und aktuelle Fotos der Abiturienten versehen mit guten Wünschen für ihre Kinder. Bei entsprechender musikalischer Untermalung blieben dann nicht mehr alle Augen trocken. Das war nicht anders als in anderen Jahren. Bei ausgeteilten Sektflaschen und mitgebrachten Gläsern wurde anschließend im Freien und mit Abstand noch geplaudert und gefeiert.

Wenn man drei Wochen für vier Aufgaben braucht

Christina Räke bei der Preisübergabe

Preis für Christina Räke im Landeswettbewerb Mathematik

Letztes Jahr hatte Christina Räke aus Klasse 10b Pech. Sie wurde für die Science Academy BW nominiert; zwei Wochen lang sollte sie mit 80 anderen begabten Schülerinnen und Schülern aus Baden-Württemberg in Adelsheim in verschiedenen Projektgruppen forschen. Leider kam dann im Mai die Absage wegen Corona.
Aber Christina hat die Zeit zu Hause genützt und am Landeswettbewerb Mathematik teilgenommen. Sie musste ein Blatt mit sechs verschiedenen Aufgaben bearbeiten. Der Gebrauch des Internets war unter Angabe von Quellen erlaubt, Gespräche mit Mitschülern, Lehrern oder Eltern aber nicht. Christina wählte vier Aufgaben aus und schickte diese im November ein.
Dieses Mal hatte sie Glück und erhielt in der ersten Runde einen Preis. Sie wurde wegen ihrer sehr guten Lösungen auch in die zweite Runde eingeladen.
Obwohl die Urkunde schon lange an der Schule lag, war die Übergabe nicht möglich.
Auch jetzt konnte Herr Damp die Urkunde und den Buchpreis nur draußen überreichen, da Christina diese Woche keinen Unterricht hatte und ungetestet blieb. Aber bei strahlendem Sonnenschein war es auch so ein feierlicher Moment. Christinas Mama hatte sie schnell nach dem Online-Unterricht zur Schule gefahren. So konnte sie an der Ehrung teilnehmen. Aber auch Frau Räke selbst erhielt einen Blumenstrauß. Hat sie etwa doch geholfen?
Ja, aber nicht in Mathematik. Sie hat von Februar bis Mai die Schülerinnen und Schüler der Multi Language Class in Chinesisch unterrichtet. Also vielen Dank an Frau Räke – und herzlichen Glückwunsch an Christina!