Ein Skatepark für Neckardorf?

Planspiel

Vaihingen (we/my) Man stelle sich folgende Situation vor: Einige Jugendliche aus dem hübschen Örtchen Neckardorf wünschen sich schon lange einen Skatepark. Dieser wäre eine Verbesserung bezüglich der Vielfalt an Freizeiteinrichtungen. Aus der Sicht des Oberbürgermeisters kann die Forderung der Jugendlichen im Gemeinderat aufgegriffen werden und es könnte eine kleine Anlage zum Skaten gebaut werden. Er hat eine Beschlussvorlage erarbeiten lassen, die nun im Gemeinderat zur Diskussion und Abstimmung steht. Die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat haben unterschiedliche Meinungen zur Skateranlage. Außerdem muss auch der örtliche Jugendgemeinderat in die Entscheidung eingebunden werden.

In einem Planspiel wurden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b und 8d des Friedrich-Abel-Gymnasiums unter der Leitung von Luisa Weimann (Gemeinschaftskunde) und Mitarbeitern der Landeszentrale für politische Bildung Stuttgart zu Gemeinderäten, Oberbürgermeister, Kämmerer und Vertretern des Jugendgemeinderats Neckardorf. Gemeinsam wurde in einer Gemeinderatssitzung die Beschlussvorlage diskutiert und ein Kompromiss gefunden. Im Planspiel trafen verschiedene Meinungen aufeinander. Dabei lernten die Schülerinnen und Schülern nicht nur die Aufgaben und Arbeitsweise des Gemeinderats kennen – sie konnten auch erfahren, wie schwierig es sein kann, Entscheidungen zu treffen und Kompromisse einzugehen.

Am Ende konnte sich der Gemeinderat Neckardorf auf einen Beschluss einigen: Der Skatepark wird gebaut werden!

Dieses Planspiel bot für die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine tolle außerunterrichtliche Erfahrung - die nach Aussagen der Gruppe „großen Spaß" gemacht hat - sondern hilft auch, politische Handlungsweisen und Entscheidungsprozesse selbst zu erfahren und diese somit besser verstehen zu können.

Moderne Geräte für den F-Bau des FAG

3D-Drucker

Vaihingen Das Jahresende ist immer auch eine Zeit, in der Bilanz gezogen wird, und da steht für 2019 unter dem Strich ein großes Dankeschön des Friedrich-Abel-Gymnasiums an seinen Förderverein.
Neben dem Brennofen, der als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Spender und mit tatkräftiger Hilfe des Fördervereins angeschafft werden konnte, haben die „gelben Engel“ auch an anderer Stelle den Geldbeutel weit geöffnet.
Mit dem neuen Messwertesystem sind die Naturwissenschaften am FAG auf der Höhe der Zeit und können in Verbindung mit der vorhandenen Computer- und iPad-Ausstattung einen äußerst attraktiven Unterricht durchführen. Die Schülerinnen und Schüler sind damit in der Lage, diverse Fragestellungen forschend zu erarbeiten, komplexe Messwerte aufzunehmen, diese digital auszuwerten und entsprechend zu präsentieren. Damit ist eine gelungene Verbindung von Digitalisierung und modernem naturwissenschaftlichem Unterricht gegeben.

In den Naturwissenschaften kommt zusätzlich das Oszilloskop zum Einsatz, das via USB an die Computer und deren Bildschirme angeschlossen werden kann und somit anschauliches Arbeiten ermöglicht: Statt Messwerte aus dem Schulbuch zu übernehmen, können Daten selbst ermittelt und interpretiert werden.
Die gleichen Ansprüche bedient auch der 3-D-Drucker, der besonders im NwT-Unterricht zum Einsatz kommt und dafür sorgt, dass pfiffige Ideen auch in eine anschauliche Form gebracht werden können.

Wer nun glaubt, das Herz des Fördervereins schlage besonders für die Naturwissenschaften, der täuscht sich. Der Verein unterstützt jedes Jahr auch zahlreiche Projekte aus dem musischen, künstlerischen und sprachlichen Bereich. Die größeren Beträge fallen aber – wegen der Kosten für die aufwändige Ausstattung – in den Naturwissenschaften an.
„Die Zukunft hat am FAG bereits begonnen“, bilanziert Rainer Geppert, stellvertretender Schulleiter am FAG.

Vorgezogene Bescherung bei den FAG-Künstlern

Neuer Tonofen

Übergabe des Fördervereins an die Kunstlehrerinnen Henselmann und MannVaihingen Jedes Jahr ist der Weihnachtsbaum, den die Schüler vom Friedrich-Abel-Gymnasium unter Anleitung der Kunstlehrerinnen zum Advent schmücken, ein untrügliches Anzeichen dafür, dass das Fest der großen und kleinen Geschenke nicht mehr weit ist.

Nun kam die Fachschaft Kunst sogar in den Genuss einer vorzeitigen Bescherung, denn der neue Brennofen für Tonarbeiten konnte bereits jetzt in Betrieb genommen werden. Das alte Exemplar war nicht nur in die Jahre gekommen und zu klein, sondern arbeitete auch nicht mehr zuverlässig und verbrauchte zu viel Energie. Teelichthäuschen der 5. KlasseDa die Anschaffung eines neuen Ofens allerdings den Schulhaushalt überfordert hätte, griffen der Förderverein, die Initiative „Cents for help e.V.“ von Bosch-Mitarbeitern und die Elternschaft des FAG unterstützend ein. „Wenn es gemeinsam vorangeht, dann ist es FAG“, freut sich Rainer Geppert, stellvertretender Schulleiter am Alten Postweg.

Zukunftsarchitektur der Klasse 9Christina Henselmann, die Leiterin der Fachschaft Kunst, lobt den hohen technischen Standard des Ofens: „Die neue Schalttechnik misst beim Brennen permanent die Feuchtigkeit der getonten Werke und stellt die ansteigende Temperatur darauf ein. So ist ein energieeffizienter Brand gewährleistet, bei dem auch Sprünge und Risse in den Werken vermieden werden können. Mit dem neuen Ofen kann jetzt wieder ungebremst getont und anschließend gebrannt werden.“

Bei so viel Freude über die Neuerwerbung stellt sich die Frage: Könnte vielleicht im nächsten Jahr sogar der Christbaumschmuck am FAG aus Ton sein?

FAG erfolgreich bei „DELF in BW“

Solze Zertifikatbesitzer 2019

Vaihingen (my) Zum ersten Mal hat das Friedrich-Abel-Gymnasium am landesweiten Pilot-Projekt „DELF in BW“ teilgenommen und auf Anhieb einen dreizehnfachen Erfolg verbuchen können!

In diesen Tagen nahmen die stolzen Bewerber ihr DELF-Zertifikat ((diplôme d’études en langue française) entgegen.
Die Schülerinnen und Schüler, die jetzt bereits die Jahrgangsstufe 1 besuchen, waren in der Klassenstufe 10 zu einer schriftlichen und mündlichen Prüfung angetreten, die aus den Teilbereichen Hörverstehen, Leseverstehen und Textproduktion bestand, und hatten allen Anforderungen genügen können.

Das DELF ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es bescheinigt die sechs Kompetenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) und wird vom französischen Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung ausgestellt.

Die Fachschaft Französisch am FAG begrüßt dieses Angebot, denn es sei sehr praxisbezogen und wirke sich positiv auf die Motivation der Lernenden im Unterricht aus.

Stimmungsvolles Adventskonzert

Adventskonzert 2019

FAG musizierte in der Stadtkirche

Vaihingen (my) Es gehört längst zur Tradition, dass sich die verschiedenen Musikensembles des Friedrich-Abel-Gymnasiums alljährlich zum Adventskonzert in der Stadtkirche vereinen.
Und „Traditionen sind gut“, meinte der stellvertretende Schulleiter Rainer Geppert, selbst oder gerade dann, wenn sie Variationen nicht ausschließen.

So hatten sich fast 200 Mitwirkende dieses Mal nicht etwa zur Aufführung eines einzigen Werkes zusammengefunden, sondern zu einer Präsentation von Liedern aus dem englischsprachigen Raum, ergänzt durch Werke aus dem „Heimatland des Weihnachtsmanns“, wie Geppert ankündigte.

Das Konzert unter dem Motto „Merry X-Mas“ und „Gledelig Jul“ bot am Dienstagabend also folgerichtig „Christmas Carols“ und „Julesanger“ dar.

Geleitet von Miriam Sauter und Benjamin Albrecht machte der Mädchen- und Jungschor der Unterstufe den Auftakt mit „Sing we Alleluia“ und „One little candle“. Die Fünft – und Sechstklässler gestalteten die Weihnachtslieder lebendig und ausdrucksstark und berührten die Zuhörer mit ihren klaren Stimmen.

Unter der Leitung von Ingrun Canzler waren dann die ganz jungen Orchestermusiker voll konzentriert und eifrig bei der Sache. Konnte sich das von Bläsern und Schlaginstrumenten dominierte Ensemble doch bei so bekannten Songs wie „Winter Wonderland“ oder „We wish you a merry Christmas“ keinen Schnitzer erlauben!

Geführt von der Orgel der Stadtkirche stimmte das Publikum das „Hark! The Herald Angels sing“ an, dessen drei Strophen gewaltig durch die Kirche hallten und anschließend vom Mittel- und Oberstufenorchester wieder aufgenommen wurden. Nach zwei weiteren Stücken von Felix Mendelssohn – „Praeludium in G“ und „Lied ohne Worte Op. 19 Nr. 4“ – erklang das beliebte englische Lied erneut, dieses Mal in einer reinen Instrumentalfassung. Benjamin Albrecht ließ sein Orchester dabei in einen Swing-Sound verfallen, der dem Weihnachtslied ganz neue Seiten abzugewinnen vermochte.

Als sich der aus Eltern, Lehrern und Schülern bestehende Projektchor unter der Leitung von Miriam Sauter formierte, strebte der Konzertabend seinem Höhepunkt zu.
Unterstützt durch drei Streicher und am Klavier durch Charlotte Kaiser (J1) einfühlsam begleitet eröffnete der Chor seinen Part mit „The Rose“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo. Daran schloss sich ein sehr stimmungsvolles Arrangement des bekannten Weihnachtsliedes „Away in a Manger“ an mit solistischen Passagen der Leistungskursschülerinnen Judith Scharpf (J2) und Tia Dercks (J1).

Für die Frauenstimmen war „Cradle Hymn“ vorbehalten, eine äußerst berührende Anbetung des neugeborenen Kindes in der Krippe, die den Sopran in die höchsten Höhen führte. Intonationssicher gestalteten die Sängerinnen des Schulchores und des Projektchores diese anspruchsvolle Komposition des Norwegers Kim André Arnesen und bescherten dem Publikum Gänsehautmomente. Die Musik - Leistungskursschülerin Charlotte Kaiser begleitete auch dieses Stück mit einfühlsamer Souveränität.

Den Schluss des Konzertes markierten zwei Chorstücke von John Rutter, einem der derzeit bedeutendsten und populärsten englischen Komponisten von Chor- und Kirchenmusik. „Hurry to Bethlehem and see the Son of Mary“, forderte der Chor im „Star Carol“ auf begleitet von den virtuosen Flötistinnen Amelie Leikam (J1) und Marie Lukhaub (J1).

Nachdem Miriam Florus (J1) einen Weihnachtsegen gesprochen hatte, klang das stimmungsvolle Konzert im Advent mit Rutters Vertonung des aaronitischen Segens „The Lord bless you and keep you“ aus.

Wettbewerb der Leseratten am FAG

Preisverleihung

Siegerin: Iris Grünewald

Vaihingen (my) Kultusministerin Susanne Eisenmann hätte ihre wahre Freude gehabt, wenn sie am vergangenen Freitag beim Lesewettbewerb des Friedrich-Abel-Gymnasiums dabei gewesen wäre! Denn beim alljährlichen Lesewettstreit bewiesen die sechs Klassensieger aus der Stufe sechs, dass es mit der Lesekompetenz nicht bei allen so schlecht bestellt ist, wie die Ministerin noch vor wenigen Tagen verlautbaren ließ.

Diese sechs Schülerinnen und Schüler schafften es, nicht nur ihre kritische Zuhörerschaft, die aus allen Sechserklassen am FAG bestand, sondern auch die Jury in ihren Bann zu ziehen. Diese bestand aus den jeweiligen Deutschlehrerinnen der Klassen und dem Vorjahressieger Timo Mathe, der sogar im Kreisentscheid in Ludwigsburg den ersten Platz belegt hatte!

Der Siebtklässler erwies sich als äußerst kompetenter Insider, der die Stärken und kleinen Schwächen der aktuellen Kandidaten klar analysierte. Dennoch war es sowohl für ihn als auch für die übrigen Jurymitgliedern nicht leicht, sich auf einen Sieger festzulegen. Fast hätte sogar das Los entscheiden müssen. Schließlich fiel die Wahl aber doch einstimmig auf Iris Grünewald aus der 6a, die sich eine Passage aus „Alea Aquarius – Das Geheimnis der Ozeane“ von Tanya Stewner ausgesucht hatte. Sie wird nun das FAG in Ludwigsburg vertreten, wo sie in einer harten Konkurrenz der besten Leseratten aus dem Landkreis zeigen muss, dass sie die Nerven behalten und mit ihrem Vortragsstil auch dort überzeugen kann.

Alljährlich veranstaltet der Börsenverein des deutschen Buchhandels diesen Wettbewerb, um Kinder und Jugendliche zum Lesen anzuregen. Eine Kernkompetenz, die den Schlüssel bildet zum Verstehen von geschriebenen Texten. Deshalb nimmt man sich am FAG auch gern die Zeit, um die Bedeutung des Lesens deutlich werden zu lassen. Alle Schüler beteiligen sich innerhalb der Klassen am Wettbewerb und entsenden dann ihre zwei Favoriten für den schulinternen Wettstreit, bei dem am Ende alle Vorlesenden mit einer Urkunde und einem Buch ausgezeichnet werden.

Dennoch sollte nicht nur im schulischen Bereich das Lesen gefördert werden! So ist regelmäßiges Vorlesen zuhause ein prima Mittel, um das Interesse der Kinder an Büchern oder Zeitschriften wach zu halten. Und wenn nach dem Vorlesen noch ein Austausch über das Gehörte erfolgt, können sich daraus nicht nur neue Erlebniswelten durch die Lektüre, sondern vielleicht auch neue Begegnungsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene ergeben!

Veranstaltungshinweis: Konzert im Advent 2019

Konzertprobe

Konzert im Advent 2019

Vaihingen (my) Die Vorbereitungen für das diesjährige Konzert im Advent des Friedrich-Abel-Gymnasiums laufen auf Hochtouren. Die Schülerinnen und Schüler haben ein interessantes und vielfältiges Programm mit weihnachtlicher Musik aus dem englischsprachigen und dem skandinavischen Raum erarbeitet.

Der Schulchor wird - verstärkt durch den Projektchor des FAG - stimmungsvolle Stücke aus England und Norwegen darbieten, die von Klassik, Jazz und Popmusik beeinflusst sind.

Das Orchester der Mittel- und Oberstufe widmet seinen Programmteil dem bekannten englischen Weihnachtslied „Hark! the herald Angels sing“ und dessen Komponisten – Felix Mendelssohn. Der war zwar kein Engländer, veröffentlichte aber einige seiner bedeutendsten Kompositionen in London. Dabei kommen wiegende Anklänge an Hirtenmusik ebenso wie feierliche Töne und swingende Festtagsfreude zu Gehör.

Das Konzert findet am Dienstag, dem 10. Dezember 2019, in der Stadtkirche in Vaihingen statt. Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Praxisbezug am FAG durch die Bildungspartnerschaft zu Trumpf

FAG zu Besuch bei Trumpf

Kryptographie, Digitalisierung und Produktionstechnik bei Trumpf 

Vaihingen (dc/my)  „Innovationen erleben – bei Trumpf!“  Praxisbezug sehen, Gelerntes wiedererkennen und Lust auf Neues schaffen - das haben sich die Lehrerinnen Heike Dercks und Sina Schröder vom Informatik- bzw. NWT-Oberstufenkurs des Friedrich-Abel-Gymnasiums zum Ziel gesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen der Bildungspartnerschaft der Firma Trumpf, Andreas Bauer,  wurde ein abwechslungsreiches und interessantes Programm nach den Themenwünschen der Lehrerinnen erstellt.

Beeindruckt von der filigranen Schneidetechnik der Laserschneidemaschine bekamen die Abiturienten einen Eindruck von den Produkten, die das Ditzinger            Hochtechnologieunternehmen TRUMPF  vertreibt. Passend zum Thema Produktionstechnik und Datenkommunikation aus dem Fach NWT wurde das Track- und Trace-System vorgestellt, das in der Lage ist, Produkte auf der ganzen Fertigungsstraße automatisch zu begleiten.  

Wie kann sichergestellt werden, dass ein Betreiber eines 3D-Druckers irgendwo auf der Welt ein lizenziertes Ersatzteil nur einmal ausdruckt und nicht mehrmals? Diese Fragestellung der Kryptographie stellten Mitarbeiter von Trumpf mit Hilfe eines Planspiels, nämlich der Fabrikation eines Cocktailmixers, praktisch vor. Sie erklärten den FAG’lern, dass sie sämtliche digitale Angriffsmöglichkeiten an diesem Beispiel ausprobiert hätten. 

Ein besonderes Bonbon war der interaktive Vortrag zum Thema Digitalisierung. Die Botschaft, dass nicht nur die Technik, sondern vor allem der Mensch Bestandteil der Digitalisierung ist, kam an!  Langweilige Tätigkeiten sollen interessanteren weichen, Prozesse optimiert werden und trotzdem sollen bei Trumpf aufgrund der Digitalisierung keine Mitarbeiter entlassen werden.

Damit bekamen die Abiturienten einen Einblick in die Philosophie des Unternehmens, der durch die Informationen aus der Ausbildungsabteilung komplettiert wurde. Interessiert hörten sie den Erläuterungen zu, die sich mit den Berufsmöglichkeiten vom Praktikum über eine Ausbildung bis hin zum dualen Studium befassten. Besonders reizvoll fanden die Schülerinnen und Schüler, dass Trumpf seinen Mitarbeitern zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen und Auslandsaufenthalte anbietet. 

„Die Bildungspartnerschaft zu Trumpf ist ein wichtiges Element unseres Berufsorientierungprogramms“, so Dercks. „Wir möchten den Oberstufenschülern jedes Jahr die Chance eines Besuchs bei unserem Bildungspartner bieten.“ Die mit diesem Besuch verbundenen Ziele wurden nach Meinung der Teilnehmer vom FAG voll und ganz erreicht.

72 Stunden ohne Schlaf

Dr. Markus Rösler mit den Schülern und Lehrern, die für den Abend und die Aktionen im Schulhaus verantwortlich zeichneten

72 Stunden ohne Schlaf

Zeitzeuge Markus Rösler zu Gast am FAG

Vaihingen (my) Wenn Geschichte hautnah erlebt wird, lässt das keinen kalt. Das traf auf die 160 Besucher im Musiksaal des Friedrich-Abel-Gymnasiums genauso zu wie auf den Referenten (MdL) Dr. Markus Rösler, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gäste am FAG“ von den historischen Ereignissen des Mauerfalls berichtete.

Seine Perspektive war zunächst die eines jungen Studenten der Ornithologie, der das Glück hatte, vor Ort zu sein, als sich die Ereignisse Anfang November 1989 überstürzten. An Schlaf sei nicht mehr zu denken gewesen: Ein enormer Adrenalin-Spiegel im Körper habe dafür gesorgt, dass Markus Rösler 72 Stunden auf den Beinen war, um selbst mitzuerleben, was sich im Ost- und Westteil der Stadt ereignete. Unzählige Fotos hat er damals geschossen und in seinem Rückblick wieder und wieder betont, dass es ganz unglaublich scheint, dass dies die einzigen „Schüsse“ waren, die sich in dieser denkwürdigen Nacht des Mauerfalls ereigneten.

Mit dem Fahrrad sei er unterwegs gewesen von der Bornholmer Straße über das Brandenburger Tor im Osten bis hin zum Checkpoint Charly und dem Potsdamer Platz.

Und immer wieder habe er erlebt, wie dieses DDR-Regime, das er bereits Jahre zuvor aus nächster Nähe als eine militärische Diktatur erlebt hatte, plötzlich ein menschliches Gesicht bekommen habe. „Volkspolizisten waren freundlich! Nicht die Uniform war wichtig, sondern der Mensch! Da war eine unglaubliche, überwältigende Euphorie in der Stadt!“, beschrieb der Referent die Stimmung - nach so langer Zeit immer noch beeindruckt.

In der anschließenden Fragerunde zeigte sich, dass auch diejenigen Gäste im Publikum, die vor 30 Jahren den Mauerfall bewusst miterlebt hatten, bis heute davon tief bewegt sind, dass – wie es auf der East Side Gallery in Berlin geschrieben steht – „viele kleine Leute an vielen kleinen Orten das Gesicht der Welt verändern können.“

Ein Thema, das auch die Schüler der Geschichtskurse am FAG zu ihrem eigenen gemacht hatten. Sie hatten am Montagmorgen in den Schulgebäuden nicht nur symbolische Mauern errichtet. Sie hatten ihre Mitschülerinnen und -schüler von heute auch zum Nachdenken angeregt mit der Frage, was sie unter Freiheit verstehen und wie wichtig sie ihnen ist.

Damals im November habe es nur ein Ziel gegeben: Die Mauer zu beseitigen, erzählte Markus Rösler. Und dabei hätten alle tatkräftig mit angepackt und sich gegenseitig den Vorschlaghammer gereicht – egal welcher politischen Richtung sie angehörten, ob eher links oder politisch rechts stehend. Alle wollten nur eins: Die Mauer muss weg! Am frühen Morgen des 11. November fiel das erste Mauerelement für den neuen Grenzübergang am Potsdamer Platz. Die Mauer hatte 28 Jahre gestanden und mindestens 140 Todesopfer gefordert. – „Freiheit ist nicht selbstverständlich“, resümierten die Schüler von heute.

2019 - Studienstiftung

Suravi Deshpande

Suravi Deshpande ist ein „Talent im Land“

Schülerin vom FAG in Landesstiftung aufgenommen

Vaihingen (hw/my) „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung“. Unter dieses Motto von J.F.Kennedy stellte Staatssekretärin Gisela Splett am Freitagabend ihre Rede im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart. Frau Splett vertrat Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Festakt zur Aufnahme von 50 neuen Stipendiaten in die Landesstiftung „Talent im Land“, darunter Suravi Deshpande vom Friedrich-Abel-Gymnasium.

 Die Stiftung hat es sich seit 2003 zur Aufgabe gemacht, begabte Schülerinnen und Schüler in speziellen Lebenssituationen zu unterstützen. Frau Splett zeigte sich beeindruckt von den Biographien der Jugendlichen. Die Hälfte aller Neustipendiaten ist erst in den letzten vier Jahren nach Deutschland gekommen. Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie Spaß daran haben, aktiv zu sein, zu helfen und sich dabei zugleich auf die Suche nach sich selbst zu machen. Sie sind sportlich oder musikalisch und sie bewältigen ihre Sondersituation jeweils auf ihre eigene Art.

Auch Suravi Deshpande, ein waschechtes Illinger Mädchen mit einem indischen Opa, ist nun ein „Talent im Land“. Suravi macht Judo und schwimmt, sie spielt Klavier und Gitarre. Aber ihre große Leidenschaft sind Bücher. Fünf Bücher in einer Ferienwoche zu lesen, ist für sie „normal“. Obwohl sie erst in die 8. Klasse geht, hat sie schon einen ganz klaren Berufswunsch: Sie will Schriftstellerin werden. Kleine Geschichten, die sie heute schon verfasst, stellt sie in einen Blog ins Internet.

Aber Suravis Leben ist nicht leicht. Weil ihre Mutter an einer chronischen Krankheit leidet, muss die Familie gut zusammenhalten, um den Alltag zu bewältigen. Neben Schule und Hobbies, der Hauptbeschäftigung ihrer Klassenkameraden, kümmert sich Suravi um den Haushalt und die Betreuung ihrer Mutter.

Was Suravi nun erwartet, schilderte eine Altstipendiatin in sehr persönlichen Worten: finanzielle Unterstützung und individuelle Förderung in Problemsituationen – erleichternd! Sommertagungen in Salem – einmalig! Und die Gemeinschaft der „Tiller“– durch nichts zu ersetzen!

Und was sagt Suravi? Sie ist zurzeit die bei weitem jüngste „Tillerin“ und schweigt überwiegend zu all dem überwältigenden Neuen, was sie erlebt. Aber bestimmt wird sie ihre Erfahrungen bald in einer Geschichte verarbeiten.