Tolles Theater mit "Alice im Wunderland" am FAG

Alice im Wunderland

„Du bist Alice???“ – von einem verwirrten Hasen, einer unschlagbaren Grinse-Katze und einer tyrannischen Königin

Während in einem sehr bekannten Lied der Band Smokie seit 1979 immer wieder gefragt wird, wer denn Alice sei, herrscht im Theaterstück „Alice im Wunderland“ – aufgeführt von der Theater-AG des Friedrich-Abel-Gymnasiums in der Peterskirche – großes Erstaunen, wenn die Hauptprotagonistin erscheint und alle fragen: „Du bist Alice? DIE Alice?“
GrinsekatzeAber von vorne: Alice, in der Bühnenfassung unter der Leitung von Sarah Wolf und Monika Mann herrlich gespielt von Sophie Falkenburg, hat typische Teenager-Probleme: nichts zum Anziehen, Ärger mit der Mutter und die Nase voll von Geburtstagskronen aus Plastik, Kuschelhasen und Pink. Nach einer Auseinandersetzung läuft sie von zuhause weg und lernt das Weiße Kaninchen WK (Lif Rehm) kennen, das die erstaunte Alice über die Kanalisation in eine Welt führt, in der nichts ist, wie es sein sollte. Eine bedrohlich wirkende Hasenarmee nimmt Alice ihre Geburtstagskrone weg und sie lernt, dass hier keine Logik des Alltags gilt. Sie trifft auf „lächelnde Willkommenheißer“, die Kafka zitieren, sprechende Pflanzen und Insekten. Sie freundet sich mit dem verrückten Hutmacher (Naelle Capron) an, der zusammen mit dem Märzhasen (Sophie Lehmann), dem Siebenschläfer (Ina Hausmann) und der Maus (Dalina Krasniqi) seltsame Fünf-Uhr-Teekränzchen veranstaltet. Der Hutmacher ist laut eigener Aussage gut im Rätseln, aber nicht gut im Lösen dieser. Mit dem Auftauchen der Grinsekatze, überzeugend verkörpert von Sena Kizgin, wird Alice langsam klar, dass die Rote Königin (furios gespielt von Fiona Plan) das Wunderland tyrannisiert. Die Grinsekatze, momentan als „Glückskekstexterin“ voll ausgelastet, engagiert sich im Widerstand gegen die Rote Königin, die mordlustig auf rollenden Köpfen besteht und die ihre Verehrer, den zögerlichen Herzkönig (Felicia Janzen) und den wild entschlossenen Herzbuben (Jonas Binici), gegeneinander ausspielt und zu Mordtaten anstachelt.
Antagonistin und ProtagonistinDie unentwegt optimistische Grinsekatze bringt Alice zur pfeifenrauchenden Raupe (Emilia Binkele), die dieser zwar sehr philosophische, doch schwer verständliche Ratschläge gibt – ganz wie es sich für ein echtes Orakel gehört. Auch mit der Weißen Königin (Amara Gummert) macht die Grinsekatze Alice bekannt und so wird sie von dieser anschließend über das Orakel, das die Rote Königin zu entschlüsseln versucht, informiert. Verhaftung des HutmachersLetztlich kommt es zur Gefangennahme des Hutmachers und seiner Freunde und zum finalen Showdown zwischen Alice und der Roten Königin.
Karten und andere Bewohner des WunderlandsDas Wunderland ist ein Ort voller Widersprüche und Grotesken, wo sonst würde jemand mit einem Flamingo halbweiche Anfänger-Igel durch die Luft schießen? Aber es ist auch Ort der Identifikation: Ein mutiger Sprung in den Karnickel-Bau symbolisiert den Sprung ins Unbekannte, der Mut, den Alice zeigt, ist inspirierend. Annehmen zu können, dass man nicht zufällig da ist, wo man ist, ist auch für unser Leben von Bedeutung. Alle seien wir verrückt, sagt der verrückte Hutmacher und daran gibt es ja nicht viel auszusetzen, denn im Verrückten dieses Stücks liegt etwas Befreiendes und Fröhliches.
Herzbube und Rote KöniginDie Peterskirche war in beiden Vorstellungen der Theater-AG des Friedrich-Abel-Gymnasiums bis auf den letzten Platz besetzt und wieder einmal kam von allen Seiten Unterstützung: Die Technik-AG mit Jannis Kachur und Nikolas Günther sorgten für optimales Bühnenlicht und Sound- sowie Videoeffekte, beim Texten gab es für Frau Mann und Frau Wolf Unterstützung von Beyonce Odoh und Naelle Capron. Die Abiturienten standen mit einigen Erfrischungen während der kurzen Pause vor Ort und der gesamte Zuschauerraum bebte und fieberte mit den Darstellern, die mit großem Einsatz zwei Stunden für uns alle verzauberten.

FAG beim DTB-Pokal

6er beim DTB-Pokal

Besuch des DTB-Pokals in Stuttgart – Klasse 6 begeistert beim Schulaktionstag

Auch in diesem Jahr nahm die Klasse 6 unseres Gymnasiums wieder am Schulaktionstag im Rahmen des DTB-Pokal Stuttgart teil. Früh am Morgen machte sich die Gruppe mit dem Zug auf den Weg nach Stuttgart – und erfreulicherweise klappte die An- und Abreise gut.
Vor Ort erwartete die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches und bewegungsreiches Programm. Neben dem Besuch hochklassiger Wettkämpfe konnten die Kinder selbst aktiv werden: Verschiedene Bewegungsstationen luden zum Ausprobieren ein. Besonders beliebt waren das Minitrampolin mit Luftkissen, ein abwechslungsreicher Roller-Parcours sowie moderne, digitale Wände, die auf Bewegung reagieren und spielerische Herausforderungen boten.
Der Schulaktionstag verfolgt das Ziel, Kinder für Bewegung und Sport zu begeistern – und das wurde an diesem Tag mehr als erreicht. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großer Motivation dabei, probierten Neues aus und lernten viel Neues über den Turnsport.
Ein besonderes Highlight war das Staunen über die beeindruckenden Leistungen im Wettkampfbereich. Vor allem die Darbietungen am Hochreck sorgten für große Begeisterung und bewundernde Blicke.
Insgesamt war der Ausflug ein voller Erfolg: viel Bewegung, spannende Einblicke in den Leistungssport und zahlreiche gemeinsame Erlebnisse. Die Klasse 6 kehrte mit vielen positiven Eindrücken und tollen Erinnerungen zurück.

Melda erfüllt den Lebenstraum ihres Vaters

Ins Studienwerk Avicenna aufgenommen

Melda Vejselov wurde in das Studienwerk Avicenna aufgenommen

Meldas Vater kam in den Neunziger Jahren aus einem türkischen Dorf im heutigen Nordmazedonien über Slowenien nach Deutschland. Er erhoffte sich ein besseres Leben für sich und die Familie, die er noch nicht hatte. Seine Frau, die aus dem Kosovo stammt, lernte er am Stuttgarter Flughafen kennen. Für ein gutes Leben mussten und müssen beide hart arbeiten Die Familie lebt mit ihren zwei Kindern seit langem in Hochdorf. In der Familie spricht man Bosnisch.
2017 kam ihre Tochter Melda ans Friedrich-Abel-Gymnasium, ein Bildungsweg, der für die Eltern immer unerreichbar gewesen war. Melda entfaltete ihre Begabungen und wurde rasch zu einer guten Schülerin. Freundlichkeit und Offenheit wurden zu ihrem Markenzeichen. Über das "FAGrün" entdeckte Melda in der Mittelstunde die SMV und wurde zweimal zur Schülersprecherin gewählt. In dieser Zeit verwirklichte sie ein Projekt, das ihr sehr am Herzen lag: das gemeinsame Fastenbrechen mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften und mit Eltern. Dabei war ihr der interkulturelle Austausch zwischen allen Religionen wichtig.
2025 machte Melda ein sehr gutes Abitur. Sie erhielt den Volker-Zimmermann-Preis des FAGs für ihr besonderes Engagement zum Wohle der Schulgemeinschaft. Seit Herbst 2025 studiert sie an der Hochschule für Technik in Stuttgart Wirtschaftsinformatik. Mit dem Beginn ihres Studiums bewarb sie sich bei der muslimischen Studienstiftung Avicenna. Die meisten wissen gar nicht, dass es neben der Studienstiftung des Deutschen Volkes, den Parteistiftungen und den Begabtenförderungswerken der Kirchen auch eine muslimische Stiftung gibt (und ein jüdische). Drei FAG-Lehrkräfte schrieben Gutachten zu Meldas fachlichen Leistungen und ihrem sozialen Engagement. Im Februar wurde Melda zu einem Auswahltag der Avicenna-Stiftung nach Mannheim eingeladen. Sie musste sich in Gruppenaktivitäten und Einzelgesprächen beweisen. Anfang März kam dann die Nachricht, dass Melda als erste FAG-Schülerin in das Studienwerk Avicenna aufgenommen wurde. Und somit hat sie den Traum ihres Vaters erfüllt, seinen Kindern durch Bildung ein besseres Leben zu ermöglichen.

Italienaustausch 2026

Italienaustausch - in Deutschland 2026

Italo-deutscher Frühling am FAG

Fast könnte man meinen, die Gäste aus Fidenza haben den Frühling über die Alpen mitgebracht. So warm und sonnig präsentierte sich Vaihingen den jungen Italienern, als sie am Mittwochnachmittag von ihren Freunden des FAG am Bahnhof in Empfang genommen wurden. Nach dem ersten Teil der internationalen Schülerbegegnung, als die FAGler im Herbst Italien erleben durften, steht nun der Gegenbesuch auf dem Programm.
Am ersten Tag erkundeten sie das Vaihinger Gymnasium und wunderten sich über die jungen Schüler, die sie dort trafen, denn in Italien besuchen die Schüler der Klassen 5-8 eine Mittelschule, die scuola media. Anschließend wurden sie im Rathaus von Oberbürgermeister Herrn Uwe Skrzypek empfangen. Er betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der piazza – also des (Markt-)Platzes - um zu einem echten, gelebten Austausch zu kommen, bevor er die Gruppe auf die von der Stadt Vaihingen neugestaltete, interaktive und multimediale Stadtrallye schickte.
BlumenUm echten, gelebten Austausch geht es auch Italienischlehrerin Petra Neher und ihrem Kollegen Rainer Geppert bei der Gestaltung des Programms. Beim Erkunden der Region sollen die italienischen Gäste immer wieder mit ihren Vaihinger Gastgebern ins Gespräch kommen. Anlass dafür boten in Tübingen der Aberglaube rund um den Freitag, den 13. (der Italiener kalt lässt, weil sie eher den 17. fürchten) und Mörikes bekanntes Frühlingsgedicht „Er ist’s!“: 33 Kehlen ließen das blaue Band „wieder flattern durch die Lüfte“ und interpretierten anschließend in Partnergruppen Mörikes Gedicht neu.
Im Laufe der weiteren Austauschwoche wird in diesem Sinne auch noch der anstehende Ausflug nach Heidelberg für Gesprächsinseln genutzt – zum Beispiel beim Philosophieren im Schlossgarten – und das gemeinsame Abschlussprojekt, bei dem die Austauschgruppe filmisch die beiden Austauschwochen reflektiert und Revue passieren lässt.
Egal, ob der Frühling nun aus Italien kommt, oder genau wie Mörike ein echter Schwabe ist: Gemeinsam erlebt ist er am schönsten!

FAG bei THIMUN

FAGler bei THIMUN in Den Haag!

Delegation des Friedrich-Abel-Gymnasiums mit THIMUN wieder zu Gast in Den Haag

Einmal Teil der UN sein und eine Stimme haben auf dem Parkett der Weltpolitik. Dieser Traum ging für 10 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen I und II des Friedrich-Abel-Gymnasiums in Erfüllung, als sie zusammen mit ihren Begleitlehrern Christian Weckenmann und Lukas Müsel in diesem Jahr zu The Hague International Model United Nations, oder kurz gesagt THIMUN, nach Den Haag durften.

THIMUN gilt als die größte und renommierteste Veranstaltung unter den Model United Nations (MUN), den Simulationen der Vereinten Nationen für Schüler und Studenten. Fünf Tage lang repräsentieren über 3200 Schülerinnen und Schüler von über 200 Schulen aus der ganzen Welt die Mitgliedsländer und Organisationen der Vereinten Nationen und versuchen dabei die nationalen Standpunkte des jeweiligen Landes, das sie vertreten, auf internationaler Ebene einzubringen und Entscheidungen in Form von Resolutionen in ihrem Sinne herbeizuführen. Als eine der wenigen staatlichen Schulen, die an THIMUN teilnehmen, schickt das FAG bereits seit Jahren Delegationen nach Den Haag, um es seinen Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, internationales Flair zu schnuppern und dabei mit anderen Jugendlichen aktuelle Probleme und Fragen der Weltpolitik zu debattieren, neue Sichtweisen zu gewinnen und einmalige Erfahrungen zu machen. Ein Privileg, dessen sich auch die diesjährigen FAG-Teilnehmer bewusst waren, als sie das westafrikanische Land Guinea im World Forum in Den Haag vertraten.

FAG am StrandDie diesjährige Konferenz stand unter dem Leitthema "Culture and Heritage" und behandelte verschiedene aktuelle Problemfelder. Auf die Teilnahme hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits ein halbes Jahr lang im Rahmen einer AG am FAG vorbereitet. Neben einem professionellen Auftreten in Anzug und Krawatte, Rock, Bluse oder Kostüm, trugen das offizielle Prozedere und die formalen Kommunikationsregeln gemäß den Vorgaben der Vereinten Nationen dazu bei, dass sich die Teilnehmer spätestens nach der obligatorischen Flaggenparade bei der Eröffnungszeremonie voll mit ihrer Rolle identifiziert hatten. Ging es in den ersten beiden Tagen vor Ort noch um den Austausch von Positionen mit anderen Delegierten und dem Schmieden von Allianzen zur Verabschiedung eigener Resolutionen, so folgte in den darauffolgenden Tagen das Debattieren über und Verabschieden von besagten Resolutionsentwürfen – in der Amtssprache Englisch, versteht sich. Bei einem Arbeitstag von morgens um neun bis abends um fünf, kostete dies manchen FAGler zunächst einiges an Überwindung und Durchhaltevermögen, doch schon nach kurzer Zeit agierten die Schülerinnen und Schüler souverän und lösten ihre Aufgaben mit Bravour.

Im Team macht es Spaß!Ein Gefühl für globale Zusammenhänge zu bekommen, auch dafür sensibilisiert THIMUN. Schülerinnen und Schüler erfahren auf eindrückliche Weise wie schwer es ist, einvernehmliche Lösungen auf internationaler Ebene für weltweite Probleme zu finden, indem die nationalen Interessen des eigenen Landes sowie die der Kooperationspartner berücksichtigt werden. Egal ob es nun um die Erhaltung von verschiedenen Kulturen und bedrohter Sprachen, die Bekämpfung von Krankheiten wie HIV, die Wahrung von Menschenrechten oder den Schutz von LGBTQ-Mitgliedern geht - einfache Antworten auf diese komplexen Fragen gibt es nicht. Dennoch vermittelt THIMUN anschaulich, dass Kompromisse und Ergebnisse gerade dann möglich und wünschenswert sind, wenn Staaten nicht nur das eigene Wohl, sondern auch das der Welt im Blick haben. Doch auch abseits der großen Politik war die Studienfahrt für die Schülerinnen und Schüler des FAG bereichernd: Egal ob beim gemeinsamen Kochen, beim Sightseeing, beim Kennenlernen neuer Menschen aus aller Welt oder während der langen Zugfahrt – es wurden viele neue und prägende Erfahrungen gesammelt, die den Schülerinnen und Schülern auch noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben werden.

Nachgefragt 2026

Grundschüler lernen das vielfältige Programm kennen

Großer Empfang für die Kleinen – FAG lädt zu NachgeFrAGt ein

Trotz des regnerisch-nasskalten Wetters fanden sich am vergangenen Freitag sehr viele interessierte Eltern mit ihren Kindern am Friedrich-Abel-Gymnasium ein und informierten sich über die vielfältigen Möglichkeiten, die das FAG als allgemeinbildendes Gymnasium den künftigen Fünftklässlern bietet.

Legosteine als GeschenkDie Grundschüler holten sich bereits an den Eingängen zur Schule einen bunten Lego-Stein ab, der sie später durch unterschiedliche Räume führen sollte. Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Big Band des FAG und der offiziellen Begrüßung durch den Schulleiter Stephan Damp ging es für die jungen Besucher los und die Kinder wurden den Farben der Steine entsprechend Patinnen und Paten der neunten Klasse zugeordnet. Diese führten die Viertklässler zu verschiedenen Stationen, beispielsweise zum Französisch-Raum, in die Arbeitsräume der Naturwissenschaften oder in den Zeichensaal, wo bei der Fachschaft Kunst Stofftaschen bemalt oder bedruckt werden konnten. Währenddessen wurden die Eltern in kleinen Gruppen – und den Farben der Legosteine ihrer Kinder entsprechend – von Lehrerinnen und Lehrern durch die Schule geführt. Diese Elternführung war ein Novum und kam sehr gut an, denn es konnten viele Fragen zum Unterricht und zur Schule im Allgemeinen direkt an die Fachlehrerin beziehungsweise den Fachlehrer gerichtet werden.

ItalienischGegen 16.30 fanden die Kinder wieder mit den Eltern zusammen und hatten nun die Möglichkeit, die noch nicht besuchten Stationen zusammen mit ihren Müttern und Vätern zu erkunden. Da stieß der exzellente Kaffee, den die Italienisch-Schüler samt traditionellem, italienischem Mandelgebäck (Cantuccini) servierten, auf großen Anklang. Auch nach den Waffeln, die die SMV (Schülermitverantwortung) den Gästen anbot und die für einen verführerischen Duft im Hauptgebäude sorgten, herrschte große Nachfrage. Neben der schon traditionellen Gesangsklasse und der Orchesterklasse, die mehrere Vorführungen darboten, präsentierte das Friedrich-Abel-Gymnasium sein attraktives Ganztagesangebot im schönen Ganztagsraum.Ganztagszimmer Neu am FAG waren das Streitschlichter-Team und die Notfallsanitäter, die neben der sehr aktiven SMV am Friedrich-Abel-Gymnasium die Bedeutung, die man verantwortungsbewusstem Handeln seitens der Schülerinnen und Schüler beimisst, verdeutlichten. Auch im Bereich Naturwissenschaft und Technik tat sich einiges – die NIT-Kids (Naturwissenschaft – Informatik – Technik, Profilfach ab Klasse 8) sind neu am FAG und wurden zusammen mit der MINT-AG den Interessierten vorgestellt. Auch die überaus erfolgreichen Oberstufenschüler, die mit ihrem CanSat-Projekt im Rahmen des MINT-Unterrichts den Deutschen CanSat-Wettbewerb gewonnen haben, präsentierten ihren Dosen-Minisatelliten dem interessierten Nachwuchs und seinen Eltern.

Als um 17.30 die Stationen langsam aufgeräumt und die Exponate der verschiedenen Fachschaften abgebaut wurden, waren immer noch sehr viele große und kleine Gäste im Schulgebäude. Gerade so, als würden es die Kinder nicht mehr erwarten, in die fünfte Klasse zu kommen. Auch Herr Damp stellte fest: „Die Stimmung ist gut, die Atmosphäre ist schön – wir freuen uns!“ In diesem Sinne steht den künftigen Fünferlen am FAG und einer schönen Zukunft nichts im Wege.

Kioskteam am FAG

PausnPeter

Ein starkes Team – Geschäftsjahr des „PausnPeter“ endet mit satten Renditen

Elf Spieler hat eine Fußballmannschaft und gemessen an dem Erfolg, den das Kiosk-Team „PausnPeter“ erreicht hat, müssten alle elf Schülerinnen und Schüler, die mitgearbeitet haben, mindestens in die deutsche Nationalmannschaft wechseln. Bleibt man in dem Vergleich, dann wäre Frau Gaby Mandl-Steurer die Trainerin und die ist – auch wenn sie von Fußball eher weniger wissen will – voll des Lobes für ihren Wirtschaftskurs. Nicht nur, dass alle Mitarbeiter eigenverantwortlich die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllten, unter anderem pünktlich zu ihren Verkaufsschichten erschienen, selbst Warenangebot, Lagerführung und Marketing übernahmen – die Kiosk-Crew hat mit dem „PausnPeter“ eine Marke geschaffen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Schülerinnen und Schüler dem ehemaligen Hausmeister Peter Lühr mit ihrer Arbeit ein Denkmal setzen wollten, seine Geschäftsstrategien und seinen Stil im Kiosk so gut es ging fortsetzen wollten.
„Ein bisschen mulmig war mir zu Beginn schon“, gesteht Frau Mandl-Steurer, „es ging beim Führen des Kiosks um mehr als nur eine Schülerfirma, es war von Anfang an ein an reale Wirtschaftsbedingungen geknüpftes Projekt, das hohe Professionalität und außergewöhnlichen Einsatz verlangte.“ Diesen außergewöhnlichen Einsatz hat jede Schülerin und jeder Schüler des Wirtschafts-Leistungskurses im vergangenen Geschäftsjahr gezeigt. Adrian Elsenhans erfüllte seine Aufgaben als Chef des Unternehmens mit großer Motivation und Ideenreichtum, dabei unterstützt von Alissa Schmeckenbächer, die die Finanzen verwaltete. Aber auch die Einkäufer, das Marketing-Team oder die Verantwortlichen für die Reinigung zeigten, dass sie angewandte Wirtschaft können.
Nun steht die am Ende des Geschäftsjahres übliche Inventur bevor, anschließend die Gewinn- und Verlustrechnung und damit verbunden der Abschluss des Geschäftsjahres. Alle Anteilseigner sind herzlich zur Hauptversammlung am 6. Februar um 19.00 am Friedrich-Abel-Gymnasium eingeladen. Die Aktionäre können sich über eine satte Rendite von 10 Prozent freuen, auch das laut Frau Mandl-Steurer ein absolutes Novum. Bisher hat keine Schülerfirma am FAG eine derartig hohe Rendite ausschütten können. Möglich war das alles auch auf Grund der großen Unterstützung seitens des Schulleiters Herrn Stephan Damp, der dem Wirtschaftskurs das Führen des Kioskes zugetraut, selbst auch einmal ein Verkaufsschicht übernommen und durch sein unkompliziertes und offenes Agieren den Schülern viel Freiraum geschaffen hat. „Wir sind der gesamten Schulgemeinschaft dankbar, denn wir haben viel Lob erhalten, hatten treue Stammkunden und haben unglaublich viel gelernt“, stellt Adrian Elsenhans resümierend fest.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings, denn das erfolgreiche Kioskteam bereitet sich auf das Abitur vor und wird in absehbarer Zeit seinen Schulabschluss feiern. Noch ist nicht geklärt, wer den Kiosk übernehmen wird. Wer sich einbringen möchte oder entsprechende Vorschläge hat, kann sich hierzu gerne an den Schulleiter Herrn Damp wenden.

Informatik-Biber-Wettbewerb 2025

Preisträger - Informatik-Biber 2025

Informatik-Talente am Friedrich-Abel-Gymnasium

Preisverleihung des Informatik-Biber-Wettbewerbs

Im November wurde am FAG traditionell fleißig „gebibert“: Über 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums haben vom 10. bis 21. November am Online-Wettbewerb „Informatik-Biber 2025“ im Rahmen des Informatik- und Mathematikunterrichts teilgenommen und mal wieder zahlreiche Preise erknobelt.

Die Fragen im Informatikeinsteigerwettbewerb sind motivierend, kreativ und lauten beispielsweise: Wie lange braucht der Koch, um das traditionelle koreanische Gericht Bibimbap zu kochen, wobei er vier Kochutensilien mit unterschiedlicher Nutzungsdauer zur Verfügung hat? Welchen Weg muss Lefty, der nur geradeaus und links gehen kann, nehmen, um zum Ziel zu gelangen? Wie ist das Bauwerk aus Bauklötzen gebaut? Dabei sollen Anweisungen zum Bauen in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Der Informatik-Biber stellte die Teilnehmenden auch in diesem Jahr wieder vor knifflige Fragestellungen, trotzdem saßen die Schülerinnen und Schüler begeistert vor den Rätselaufgaben, die sie auch ohne vorheriges Üben lösen können sollten. Aber letztlich war es vor allem das Lesen der umfangreichen Aufgaben, das so manchen zum Schwitzen brachte.
„Wir bieten am FAG ein vielfältiges Angebot zum Fach Informatik an und haben sowohl Erfahrungen in der Unterstufe als auch in der Mittel- und Oberstufe: Mit dem Profilfach IMP, das aufgrund von G9 leider nur noch einmal angeboten wird, unterrichten wir am FAG die Inhalte des nun durchgängigen Informatik- und Medienbildungsunterrichts ab Klasse 5 in G9 schon jetzt. Außerdem bieten wir schon jetzt den Basis- und Leistungskurs Informatik an“, freut sich MINT-Verantwortliche Heike Dercks.

Am FAG konnten nun die langersehnten Preise endlich ausgegeben werden: 26 Schülerinnen und Schüler erreichten einen 2. Preis – und ganz besonders stolz waren 13 Schülerinnen und Schüler auf ihren 1. Preis. Die Preisträger erhielten mit „Informatik-Biber 2026“ bedruckte Kombikabel, Kartenspiele oder einen Kugelschreiber.
Im März geht das Informatik-Wettbewerbsjahr weiter mit dem Jugendwettbewerb Informatik (JWINF). Das FAG drückt allen Teilnehmenden die Daumen und wünscht dabei viel Spaß und Erfolg! Das Bild zeigt die meisten Preisträgerinnen und Preisträger.

Der deutsch-französisch Tag jährt sich!

Stolze FAG'ler mit dem DELF-Zertifikat 2026

Ein Wort für die Freundschaft / DELF-Zertifikat an 27 Schülerinnen und Schüler überreicht

Freundschaftsideen„Respekt“, „Vertrauen“, oder „Zusammen“ – zum Thema Freundschaft fielen den Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Abel-Gymnasiums viele Worte ein. Anlass war der deutsch-französische Tag, der die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags zwischen Deutschland und Frankreich jedes Jahr am 22. Januar feiert. Die Fachschaft Französisch hatte deswegen dazu aufgerufen, ein Wort für die Freundschaft zu finden – auf Französisch oder Deutsch. Für die Französisch-Lerner der Klasse 8a bedeutete dies einen großen Andrang in der großen Pause im neuen Aufenthaltsraum: Sie verteilten die Kärtchen und Stifte, auf denen die Worte geschrieben werden konnte. Wer von den Schülerinnen und Schüler ein Wort aufgeschrieben hatte, konnte es abgeben und bekam zur Belohnung ein Bonbon in Herzform dafür. Die Freundschaftsworte wurden an einer Wand gesammelt und erinnern daran, welchen Wert Freundschaft hat – egal, ob auf Französisch oder Deutsch.

Außerdem wurden in dieser Pausenaktion 27 Schülerinnen und Schüler geehrt, die das DELF-Zertifikat erworben haben. Das FAG bietet seit vielen Jahren Französisch-Lernern der 10. Klassen die Möglichkeit, die DELF-Prüfung (Diplôme d’études de langues française) zu absolvieren, und damit ein lebenslang gültiges Diplom des französischen Bildungsministeriums zu erwerben, das Sprachkenntnisse in dem Niveau B1 bescheinigt. Etwa die Hälfte des Jahrgangs hat bei der vergangenen Runde teilgenommen und diesen zusätzlichen Aufwand nicht gescheut, der neben der schriftlichen Prüfung eine mündliche Einzelprüfung vorsah. Mit einem Lächeln im Gesicht konnten diese Schülerinnen und Schüler ihr Diplom entgegennehmen und stolz sein auf ihre Leistung. Mit ihnen gefreut haben sich ihre Französisch-Lehrerinnen Frau Monika Mann, Frau Anja Wegner und Frau Birgit Gellink. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Laura Treptow, die eine außergewöhnliche Punktzahl erreichte und dafür ein Gratulationsschreiben des Regierungspräsidiums Stuttgart erhielt.

Vaihinger Kooperationsmodell

Begrüßung

Welche sozialen Kompetenzen brauchen Kinder?

- Von Gehirnwecker, Daumenspiel und Stärken-Sonne

ReferentinnenAm Dienstag, dem 20. Januar 2026 lud das Vaihinger Kooperationsmodell, zu dem sich die Vaihinger Schulen zusammengeschlossen haben, für eine weiteren Vortrag aus der beliebten Reihe für Eltern in die Peterskirche ein. Frau Kerstin Pickert (Schlossbergschule) und Frau Heike Dausend (Friedrich-Abel-Gymnasium) begrüßten ihre Gäste, Frau Beate Schäfer und Frau Michaela Röver vom ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung). Die große Frage, um die sich dieses Mal alles drehte, war die nach den sozialen Kompetenzen der Kinder und insbesondere Frau Schäfer – selbst seit vielen Jahren Lehrkraft – gab auf diese Frage lebendige und vielseitige Antworten. Nach einem kurzen philosophischen Exkurs, bei dem unter anderem Seneca, Rudolf Steiner und Jack Ma zu Wort kamen, verdeutlichte Beate Schäfer die Ausgangsfrage: Welche personalen und sozialen Stärken brauchen Kinder, um gut lernen zu können? Die Leitperspektive des Ganzen sei, den Kindern über den Unterricht Lebenskompetenzen beizubringen und Frau Schäfer führte aus, dass es gelte, Motivation vom Ziel her zu denken. Man könne das nun mit Kants Worten („Ich kann, weil ich will, was ich muss“) ausdrücken, oder einfach damit, dass Kinder motiviert werden können, wenn es für sie attraktive Ziele gebe. Gut vergleichbar sei das mit dem Sport, denn Sportler müssten sich zu Höchstleistungen motivieren und schafften das auch, wenn sie klare Ziele vor Augen hätten.
Frau Michaela Röver führte im Anschluss die sogenannten „Exekutiven Funktionen“ nach Frau Dr. Sabine Kubesch an: Arbeitsgedächtnis, Inhibition (Fähigkeit der Selbstkontrolle) und kognitive Flexibilität als Basis für Selbstregulation. Und dass das alles andere als einfach ist, bewies das Spiel „Gehirnwecker“, das Frau Röver mit den Anwesenden spielte. Die Botschaft war klar: Spiele – egal welcher Art – fördern die exekutiven Funktionen, die im Übrigen bis zum Erwachsenenalter ausgebildet würden, man nimmt in manchen Untersuchungen sogar das 35. Lebensjahr an. Diese exekutiven Fähigkeiten fördern die Selbstregulation und helfen Kindern dabei, Konflikte zu lösen, sich in andere hineinzuversetzen, Handlungsalternativen abzuwägen, Emotionen zu kontrollieren und Kontakte zu knüpfen beziehungsweise zu halten.
Aber Selbstregulation hilft laut der Vortragenden auch dabei, Selbstwirksamkeit zu erleben und Selbstbewusstsein zu stärken.
Gut besuchtFrau Beate Schäfer hob noch einmal hervor, wie wichtig es sei, als Eltern den Kindern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen als Grundkompetenz zu vermitteln, denn dadurch wären Kinder offener in Bezug auf andere und Neues. Sie hätten in der Folge eine besseres Sozialverhalten, leisteten mehr sinnvolle Beiträge in sozialen Kontexten und würden eigene Entscheidungen treffen. Sie würden stärker in der Schule partizipieren und bessere Schulleistungen haben. Die zentrale Botschaft sei: Bitte die Kinder nicht entmutigen, sondern stärken. Zuletzt verwies Schäfer auf die vielzitierte Resilienz und hob dabei einen wichtigen Faktor dieser hervor: Die Emotionensteuerung, bei der Kinder sich im Idealfall mit sogenannten „Aufbauern“ selbst nach oben bringen. Frau Schäfer setzte hier zur Illustration das „Daumenspiel“ ein.
Abschließend lautete die wichtigste Botschaft am Ende: Beziehungen stärken, die Kinder nicht an ihren Schwächen zu messen sondern ihre Stärken zu stärken. Verantwortung abzugeben, damit die Kinder sie annehmen und daran wachsen können. Die „Stärken-Sonne“ strahlen zu lassen und dem Nachwuchs zuhören. Das wäre für den Anfang schon ein gutes Ziel.