Wenn man die Freiheit der deutschen Schule vermisst

Orleon 2022

Philippa Kiesel aus Klasse 9d berichtet von ihrem 3-monatigen Austausch in Frankreich mit dem Brigitte Sauzay-Programm

Seit dem 26. Februar, also seit 5 Wochen, bin ich nun schon in Ouzouer-sur-Loire in Frankreich. Anfangs hatte ich Probleme mit dem Verständnis, da die Leute hier sehr schnell und undeutlich reden. Doch ich habe mich gut angepasst und an das Leben in Frankreich gewöhnt.


Ich gehe hier auf das Collège Geneviève de Gaulle-Anthonioz in Les Bordes. Das Schulleben ist anders als in Deutschland. Jeden Morgen nimmt man den Schulbus, der einen direkt zur Schule bringt. Um die Schule betreten zu können, muss man sein „Carnet“, ein Heft zur Vermittlung zwischen Schule und Eltern, vorzeigen, um zu beweisen, dass man auf dieser Schule ist. Wenn alle Schüler das Gelände betreten haben, werden die zwei Tore geschlossen, sodass niemand mehr hinein oder hinaus gehen kann.

Als Schüler kann man die Schule erst nach dem Unterrichtsschluss verlassen, es sei denn, man hat z.B. einen Arzttermin oder man ist krank. Auf dem Carnet wählen die Eltern auch mit Farben aus, wann das Kind die Schule betreten und verlassen darf:

Grün bedeutet, dass das Kind nur zur Zeit des Unterrichts in der Schule sein muss, also wenn die ersten oder letzten Stunden entfallen, darf es selbstständig später kommen oder früher gehen.

Gelb bedeutet, dass das Kind vom Schulbeginn um 8.30 Uhr bis zum Schulschluss um 17.05 Uhr in der Schule sein muss, aber selbstständig kommen und gehen darf.

Rot bedeutet, dass das Kind von 8.30 bis 17.05 Uhr in der Schule sein muss und von den Eltern abgeholt werden muss.

Eine Unterrichtsstunde dauert 55 Minuten und es wird durchgehend in Stille gearbeitet. Hier haben die Schüler deutlich weniger Freiheit als in Deutschland, die Toiletten sind während des Unterrichts abgeschlossen, sodass man nur in den Pausen auf die Toilette gehen kann. Auch in der Mittagspause kann man nicht einfach das Schulgelände verlassen und etwas Essen gehen, sondern man isst an zugeteilten Tischen in der Kantine.


Nach dem Essen hat man noch kurz Pause und dann hat man noch 3 Stunden Schule und kann danach den Bus nach Hause nehmen. Gegen 17.45 Uhr kommen wir dann meistens bei meiner Austauschpartnerin Lucie an. Wir machen danach unsere Hausaufgaben. Ich mache sowohl die Aufgaben, die ich aus Deutschland geschickt bekomme, als auch ein paar aus dem Collège hier. Z.B. im Mathe-, Englisch- und Deutschunterricht kann ich auch mitmachen und somit mache ich auch die Hausaufgaben. Lucie arbeitet sehr viel für die Schule, da sie viele Aufgaben bekommt und auch viel davon benotet wird. In Frankreich isst man erst zwischen 20.30 und 21.30 Uhr zu Abend und danach lernt Lucie meistens noch auf Arbeiten. In der restlichen Zeit, in der ich nichts zu tun habe, telefoniere ich oft mit meiner Familie oder Freunden in Deutschland.

So sieht unter der Woche jeder Tag aus, außer mittwochs, denn da haben wir schon um 12.30 Schulschluss. Mittwochnachmittag unternehmen wir immer etwas mit Freunden. Z.B. gehen wir oft nach Dampierre-en-Burly, wo es einen Skatepark gibt. Dort treffen wir dann Freunde aus der Schule und verbringen den Nachmittag dort. Einmal waren wir auch mit einer Freundin in Gien auf der „Fête Foraine“, einem Jahrmarkt.


Am Wochenende waren wir schon zweimal in Orléans, wo wir sowohl in verschiedenen Geschäften waren als auch die schönen Gebäude angeschaut haben. Denn Orléans hat einen Teil, der Paris sehr ähnelt, und einen Teil, in dem die Häuser aussehen wie im Elsass. Orléans gefällt mir sehr. Am 9.4. werden wir nach Paris gehen, worauf ich mich auch sehr freue.
An den anderen Wochenenden haben wir einmal die Eltern meines Gastvaters und einmal die Familie meiner Gastmutter besucht. Sonst machen wir auch oft etwas mit Freunden. Da die Eltern meiner Austauschpartnerin getrennt sind, wechseln wir jeden Montag nach der Schule das Haus, sodass es auch an jedem Wochenende anderes Programm gibt. Lucie hat zwei Brüder. Der Größere, Martin, bleibt immer bei dem Vater, aber der Jüngere, Justin, wechselt immer mit uns. Sie hat auch noch eine große Schwester, Eva, sie ist 19 Jahre alt und studiert in Nancy.


Ich vermisse die Freiheit in Deutschland und fühle mich in der Schule auch etwas beobachtet, da immer und überall Aufsichten sind. Aber das Essen in Frankreich ist sehr lecker. Man isst immer eine Vorspeise, einen Hauptgang und einen Nachtisch und dazu noch Baguette. Dies werde ich, wenn ich wieder zurückgehe, vermissen, genauso wie die Freunde, die ich hier gefunden habe. Am 24. April fahre ich wieder zurück. Ich freue mich auf zuhause, aber ich denke, dass mir der Abschied trotzdem schwerfallen wird.

Foto: Philippa (Mitte) mit ihrer Freundin Jade und Ihrer Gastschwester Lucie (r.) in Orléans

Friedenskette als Zeichen der Unterstützung

Friedenskette

2100 Schüler setzen starke Zeichen für den Frieden

Vaihinger Friedrich-Abel-Gymnasium initiiert Menschenkette durch die Kernstadt. Religionslehrer:
„Das Engagement der Schüler war umwerfend.“ Schülersprecher: „Krieg ist niemals die Lösung.“

Friedenskette

Von Sabine Rücker

Luftballons bei FriedensketteVAIHINGEN. „Zieht einfach“, „Ihr müsst laufen“, rufen Schüler, die gestern Mittag in der Menschenkette für den Frieden stehen. Doch es reicht nicht ganz – auf dem Radweg beim Friedrich-Abel-Gymnasium klafft ein Loch in der eigentlich 3,2 Kilometer langen Friedenskette in Vaihingen, die von rund 1400 Schülern gestern gebildet wird.
Das tut dem beeindruckenden Anblick aber keinen Abbruch und auch dem starken Symbol, das die Schulen so geschaffen haben. „Unsere Kette ist ein Symbol für den Frieden, der im Augenblick der Ukraine fehlt, aber auch anderen Staaten auf der Welt“, sagt Religionslehrer und Schulseelsorger Dr. Martin Neher zuvor auf dem FAGSchulhof zur Schülerschaft.
Neher war der Impulsgeber für die Friedenskette.
Es sei zu Beginn der Faschingsferien gewesen, als er nicht gewusst habe, „wie wir das Leid in der Ukraine in der Schulgemeinschaft gut auffangen können“, sagt Neher. Daraufhin habe er E-Mails an die Kollegen geschrieben und noch in den Ferien sehr viele Ideen als Rückmeldung erhalten.
In der ersten Schulwoche sei das Thema dann gemeinsam besprochen worden. „Es war für alle Lehrer ein großes Thema und Anliegen, das mit den Schülern gut in altersgerechter Form zu kommunizieren.“
Ergebnis sei dann der Schwenk gewesen vom Krieg zum Frieden, dass man Gemeinschaft von innen heraus stärke und damit für ein gewisses Rüstzeug für jeden einzelnen sorge, aber auch ein politisches Signal setze. Ist das bei den Schülern gut angekommen?
„Ich glaube ganz arg“, sagt Neher. Von ihnen sei so viel an Engagement gekommen, „das war umwerfend“.

Ballons mit Friedenswünschen„Die Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die Situation der Menschen dort stehen aktuell im Fokus der Öffentlichkeit und machen unsere Schülerinnen und Schüler und auch uns Erwachsene sehr betroffen. Ängste, Fragen und der Wunsch, irgendwie zu helfen, stehen im Raum.“ So beschreibt Stephan Damp, Schulleiter des
FAG, die derzeitige Lage. "Es ist uns als FAG-Schulgemeinschaft sehr wichtig, zeitnah ein Zeichen zu setzen und auf die aktuellen Ereignisse angemessen einzugehen.“


FahrradwegDeshalb habe man die Woche vom 14. bis 18. März am FAG unter das Motto „Woche für den Frieden“ gestellt. Hierbei fanden im Unterricht punktuell Unterrichtsbeitrage oder Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten statt: In einzelnen Fächern und Unterrichtsstunden wurde das Thema aufgegriffen, so Damp.
Die SMV engagiert sich mit einer Spendenaktion für die Ukraine: Die Klassen sind aufgerufen, an bestimmten Terminen bis zu den Osterferien eine Aktion durchzuführen und damit Geld zu sammeln. Ein Lehrer konnte gestern schon von 700 Euro berichten, die allein von den Klassen 5a, b und c gesammelt wurden. Bis zu den Osterferien werde es wöchentlich mindestens drei Aktionen von mindestens sechs Klassen geben, um weiter Geld zu sammeln. Die Spenden sollen an das Stuttgarter Arthausprojekt Ukraine Jetzt fließen.

Höhepunkt der Woche am FAG war die gestrige Friedenskette in Vaihingen, die vom Ordnungsamt genehmigt worden sei.
Hierzu seien alle weiterführenden Schulen in Vaihingen eingeladen worden. „Wir freuen uns, dass sich außer dem FAG auch Schülerinnen
und Schüler der Ferdinand-Steinbeis-Realschule, des Stromberg-Gymnasiums und der Waldorfschule an der Friedenskette beteiligen“, so Schulleiter Damp. Die
Ottmar-Mergenthaler-Realschule in Kleinglattbach habe aus logistischen Gründen eine solidarische Aktion auf dem Schulhof der OMRS veranstaltet, so Schulleiter Markus
Widmann. Rund 700 Schüler sind dabei.
Die Wilhelm-Feil-Schule und die Schlossbergschule aus der Kernstadt hätten gerne mitgemacht, es sei ihnen aber leider nicht möglich gewesen, berichtet der FAG-Schulleiter.
FriedenswunschBeim sogenannten „FAG Total“ im Schulhof, coronabedingt dreimal für Gruppen von Schülern, heißt es gestern in Redebeiträgen
der Schülersprecher unter anderem „Taten sprechen lauter als Worte“, wie unzählige Aktionen wie beispielsweise ein Kuchenverkauf zeigten. Von Hilfe und Empathie war die Rede, von Hoffnung und davon, dass der Frieden, in dem wir leben weder selbstverständlich, noch ewig sei, wenn wir ihn nicht verteidigen. Ein Verbindungslehrer zitiert Albus Dumbledore aus den Harry Potter-Romanen: „Obgleich wir von verschiedenen Orten kommen und eine andere Sprache sprechen, schlagen unsere Herzen gemeinsam.“

Kurz nach 12 Uhr strömen gestern schließlich die Schüler der vier an der Menschenkette teilnehmenden Schulen an ihren Platz und verbinden sich zwecks Abstandswahrung mit Schals zu einer Menschenkette. Mehrere Lehrerinnen und Lehrer des FAG koordinieren deren Zusammenschluss.
Nach dem Abzählen eines Countdowns werden pro Klasse zwei Luftballons mit Friedenswünschen in den Farben Gelb und Blau – und biologisch abbaubar – in den Himmel entlassen.


Für die Aktion in der OMRS hatten die Schüler im Vorfeld Plakate beschriftet und bemalt sowie ein großes „Peace“-Zeichen auf den Schulhof gemalt. Man setze ein Zeichen gegen Krieg in Europa und in der ganzen Welt, sagt Rektor Markus Widmann. Die OMRS sei eine Schule, die für den Frieden stehe. „Es gibt keine Alternative zum Frieden“, sagt Widmann. „Krieg ist niemals die Lösung“, betont im Anschluss Schülersprecher Ediz Can Memetali. Die Plakate werden nun im Foyer der Schule ausgestellt.

Friedenskette

THIMUN-Bericht

Teilnehmer*innen THIMUN 2022

Wenn das FAG wie jedes Jahr zu THIMUN nach „Den Haag“ reist

Wie jedes Jahr am FAG bekommen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 und 2 die Chance an der UNO Simulation „THIMUN“ mitzumachen. So wie auch letztes Jahr musste die Veranstaltung online stattfinden, was die Schülerinnen und Schüler nicht von einer erfolgreichen Woche abhielt. THIMUN (The Hague International Model United Nations) ist unter den MUN-Versammlungen mit Abstand die bekannteste und größte Veranstaltung. Die neun Delegierten des FAG vertraten dieses Jahr unser Nachbarland Österreich in acht verschiedenen Kommittees. In den Wochen vor der 5-tägigen Online-Konferenz hatten sich die Schüler/innen in mehreren Kompaktphasen mit „ihrem“ Land und den diesjährigen Themen der jeweiligen Kommittees auseinandergesetzt. Auch zuhause arbeiteten sie fleißig und ambitioniert an ihren Resolutionen und Research-Reports weiter und lernten somit die Vereinten Nationen besser kennen. Nachdem die Schüler/innen in die Rolle ihres Landes geschlüpft waren und alles vorbereitet hatten, ging es Ende Januar an die eigentliche Konferenz. Am ersten Tag lernten sich die Delegierten aus der ganzen Welt persönlich (= online) kennen und hatten die Chance etwas über ihre Kultur und ihre Hobbys zu erzählen; hier sind internationale Freundschaften geknüpft worden. Teilgenommen haben über 1000 Schüler aus 200 Schulen, so dass es an Diversität nicht gemangelt hat und verschiedene Kulturen und Hintergründe kennengelernt werden konnten. Kaum war der erste Tag vorbei, schon ging es am nächsten Tag in schicker Kleidung ans Lobbying. Auf Englisch wurden gemeinsame Lösungen zu den Themen diskutiert und zusammengetragen. Diskutiert wurde über die Situation im Jemen, mit welchen Methoden man den Ozean vor Überbeanspruchung schützen kann und auch um den Umgang mit COVID-19. Dies führte zu ausgearbeiteten Resolutionen, die am nächsten Tag debattiert wurden. Erste Reden wurden gehalten und mehrere Fragen zu den Lösungsvorschlägen gestellt. Für die letzten zwei Tage wiederholte sich das Procedere mit jeweils einem anderen Thema. Mit der Endzeremonie endete die Reise durch die Vereinten Nationen. Zwar wurde die Veranstaltung leider nicht in Präsenz gehalten, aber dennoch war es für die neun FAGler eine tolle Erfahrung, die für die Zukunft mitgenommen werden kann. Es gilt: „Lohnen tut es sicherlich mitzumachen - trotz Anstrengung!“

Wenn das T-Shirt aus Milch besteht

COACHING4FUTURE

Wenn das T-Shirt aus Milch besteht

COACHING4FUTURE berät 10. Klassen in MINT-Berufen

Die Zukunft gestalten, davon träumen viele. Damit es nicht bei den Träumen bleibt, hat das Friedrich-Abel-Gymnasium zwei Referentinnen des Programms COACHING4FUTURE für alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen zur Berufsberatung in MINT-Berufen eingeladen. Jasmin Friedrich hat einen Master in Molekular-und Zellbiologie der Universität in Heidelberg, Dr. Simone Bauer hat Integrated Life Science (eine Mischung aus Biologie, Mathematik und Physik) an der Universität Erlangen studiert und dann am Deutschen Krebszentrum in Heidelberg promoviert.

Beide erinnern sich noch genau, wie es war, als sie sich für einen Studiengang entscheiden mussten. Weil es ihnen wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler ihre Entscheidungen fundiert treffen können, engagieren sie sich für das Programm COACHING4FUTURE, das von der Baden-Württemberg Stiftung, der Südwestmetall und der Bundesagentur für Arbeit BW unterstützt wird.

Die beiden Forscherinnen haben interaktive Vorträge und einen Tisch voller Technik zum Anfassen mitgebracht.

Aber erst einmal durften die Schüler und Schülerinnen aus sechs Zukunftsmodellen zwei auswählen: Wie sieht die Zukunft wohl aus und welche Berufe dieser Zukunft gibt es in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Menschen helfen, Maschinen und Roboter, Lifestyle, Welt retten? Die Schüler entschieden sich mehrheitlich für die Bereiche Mobilität sowie Maschinen und Roboter.

 

Im Bereich der Mobilität zeigten die Schüler und Schülerinnen großes Interesse am autonomen Fahren. Die Referentinnen begannen mit einer Schätzfrage: Wie viele Daten stecken in einem autonom fahrenden Fahrzeug? 30 Terabyte! Wer sich für dieses Feld interessiert, wäre in Studiengängen wie Informatik, Materialwissenschaft oder Mikrotechnologie gut aufgehoben.

Mit dem Hyperloop, einem Zug, der sich in einer fast luftleeren Röhre fortbewegt, wird ein neues Hochgeschwindigkeitssystem entwickelt. Wer diese Entwicklung weiter vorantreiben möchte, könnte sich für Computer Science oder auch für Geotechnologie entscheiden, denn ein Zug wird ja in einer Landschaft verlegt.

Im Bereich Maschinen und Roboter wurde in Anlehnung an Daniel Wilsons Roman „Robocalypse“ über die vermeintlich drohenden Gefahren der KI (englisch: AI) gesprochen. Im Moment scheint die Angst, dass sich Roboter verselbstständigen, noch nicht berechtigt, weil etwa die Lernfähigkeit für Emotionen nicht gegeben ist. Aber alles hängt von den Daten ab.  In der Tat sind „Daten in unserer heutigen Gesellschaft und Wirtschaft ein sehr hohes Gut“, kommentierte eine der Referentinnen. Wenn man sich für Daten interessiert, ist das Studium Data Science zentral.  Es gibt aber auch Studiengänge in Teilbereichen, wie etwa Medizininformatik oder (in eher technischer Richtung) Mikrotechnologie. Auch ohne Studium kann man in diesem Feld tätig werden: So gibt es etwa die Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse.

FAG – Für alle gemeinsam

FAG - Für alle gemeinsam

FAG – Für alle gemeinsam

Unsere Bewerbung zur Weltethos-Schule

Über dem Treppenabgang zum Kiosk hängt es ganz groß an der Decke: das Leitbild des Friedrich-Abel-Gymnasiums. Während Schülerinnen und Schüler zusammen mit Lehrern und Lehrerinnen also für ein Brötchen anstehen oder sich das Mittagessen abholen, können sie lesen, welche Werte am FAG wichtig sind: Identifikation und Begeisterung, Umgang und Achtung, Werte und Haltung - das alles ist das FAG.
Als staatliches Gymnasium ist die Schule offen für Schülerinnen und Schüler aller Religionsgemeinschaften und weltanschaulichen Gruppen. Sie alle sollen sich in Toleranz begegnen, sich mit ihren Werten am FAG wiederfinden und wohlfühlen.
Das FAG hat nun beschlossen, sich bei der Stiftung Weltethos um eine Aufnahme unter die „Weltethos-Schulen“ zu bemühen. Für diese Bewerbung als Weltethos-Schule ist das FAG gehalten, genau hinzuschauen, ob und wie es diesem Anspruch gerecht wird.


Neben dem eigentlichen Unterricht gibt es außerunterrichtliche Veranstaltungen und Aktionen, die auf ein vertieftes Verständnis der Unterschiede, aber auch auf ein respektvolles Miteinander abzielen. Alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse nehmen drei Tage lang am Projekt „Interkulturelles Lernen“ teil. Sie besuchen eine Kirche, eine Moschee und eine Synagoge. Vor Ort können sie sich informieren, Fragen stellen und Berührungsängste abbauen. Am FAG münden diese Erfahrungen zum Beispiel in die Aktion „Respekt im Alltag“, bei der die Schule in regelmäßigen Abständen bestimmte Aspekte des Zusammenlebens betont. So gab es etwa zum Thema Höflichkeit am Lehrerzimmer ein Schild mit den einfachen Zauberworten „Bitte“ und „Danke“: Aus „Ist Herr X da?“ wurde dann „Könnten Sie bitte nach Herrn X schauen? – Danke.“
Viel über die eigenen Werte und die der anderen lernen die Schülerinnen und Schüler besonders auf Fahrten ins Ausland. In besonderer Erinnerung bleibt vielen FAGlern die Reise nach Łódź in Polen, wo sie gleichzeitig der polnischen Herzlichkeit, aber auch der finsteren deutschen Vergangenheit und Resten des Sozialismus begegnen. So einen Austausch trägt man immer in seinem Herzen. Natürlich begegnen Schülerinnen und Schüler auch bei den anderen Austauschprogrammen (in England, Frankreich und Italien) der Vergangenheit des jeweiligen Landes; sie erfahren, wie es ist, sich erst fremd zu fühlen, dann doch zurechtzukommen und schließlich eine zweite Familie gewonnen zu haben.
Fremd sein kann man auch in Vaihingen. Deshalb hat die Flüchtlings-AG des FAG in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl und der Stadt Vaihingen ein Konzept für das Projekt JuMb („Junge Menschen beieinander“) entwickelt. Die Wünsche aller am Projekt Beteiligten, der Geflüchteten und der Vaihinger Jugendlichen, wurden dabei gleichermaßen berücksichtigt: In einem Kunstprojekt und einem Film über Heimat oder durch interkulturelle Spiele und gemeinsames ehrenamtliches Engagement setzten die Teilnehmer sich immer wieder mit zentralen gemeinsamen Werten auseinander.

Auch die SMV will mit Aktionen an die gemeinsame Verantwortung für unsere Welt erinnern. So wurde gerade eine Pfandflaschenaktion am FAG ins Leben gerufen: In eigens dafür bereitgestellte Behälter werfen möglichst viele ihre Pfandflaschen, damit diese recycelt werden und der Erlös für einen wohltätigen Zweck gespendet wird.
Am stärksten aber ist die FAG-Gemeinschaft beim sogenannten FAG-TOTAL zu spüren. Vor Weihnachten und vor den Sommerferien treffen sich alle am Schulleben Beteiligten im Hof unter dem Sonnensegel. Der Schulleiter und die SMV sprechen über das vergangene Kalender- bzw. Schuljahr, Preise werden vergeben, die Schulhymne wird gesungen. Dann fühlen alle: „Wir sind das FAG“.

Das interreligiöse und interkulturelle Projekt „Weltethos“ hat in ihren Forschungen herausgefunden, dass alle Religionen gemeinsame Werte haben. Genau diese Werte nennen sie „Weltethos“. Vertreter aller Religionen, unter anderem auch der Dalai Lama, verabschiedeten beim Parlament der Weltreligionen 1993 die Erklärung zum Weltethos und einigten sich auf folgende gemeinsame Werte: Menschlichkeit, die Goldene Regel der Gegenseitigkeit („was Du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu“), Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Aus diesem Projekt entstand die Tübinger Stiftung Weltethos, die nun Schulen unterstützt, die sich für diese Werte einsetzen und mit neuen Projekten an deren Umsetzung weiterarbeiten möchte. Hierzu organisiert die Stiftung Fortbildungen bzw. Tagungen und unterstützt mit Einzelberatung.

Eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern am FAG hat im Schuljahr 2020/21 unter dem Motto „FAG – für alle gemeinsam“ eine Bewerbung zur Aufnahme als Weltethos-Schule vorbereitet. Alle Schulgremien unterstützen die Bewerbung. Das FAG verspricht sich davon eine Würdigung der bisherigen Arbeit und Anstoß für neue Projekte.
Wegen Corona hat sich der Zeitplan etwas verschoben. Nun wird im April eine Delegation der Stiftung Weltethos die Schule besuchen und dann über die Aufnahme befinden.
Weitere Informationen zur Bewerbung finden sich auf der Homepage.

Spielerische Fragen wecken Interesse für Informatik

Informatik-Biber 2021

Informatik-Biber-Wettbewerb am FAG zum 10. Mal!

Vaihingen Im November wurde am FAG zum 10. Mal fleißig „gebibert“: 545 der insgesamt 784 Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums haben vom 8. bis 19. November am Online-Wettbewerb „Informatik-Biber 2021“ teilgenommen und hervorragende Ergebnisse erzielt.

Beim „Informatik-Biber“ wird das Interesse für Informatik geweckt, ohne spezielle Vorkenntnisse besitzen zu müssen. Ein Konzept, das aufgeht: Spielerisch setzen sich Kinder und Jugendliche beim Online-Contest mit interessanten Fragen der Informatik auseinander. Die Fragen sind motivierend und kreativ: Welchen Weg muss die auf dem Bild dargestellte Schildkröte gehen, um ihren kompletten Garten abzugrasen, wenn sie jedes Feld nur einmal betreten darf? Welche Wassersperren muss der Müller schließen, damit er in Ruhe Räder in seine Wassermühlen einbauen kann? Der Informatik-Biber stellte die Teilnehmenden auch in diesem Jahr wieder vor knifflige Fragestellungen.

Der Informatik-Biber weckt nicht nur das Interesse am Fach, sondern ist für viele Schüler auch der erste Schritt in der Auseinandersetzung mit Informatik. Er ist allein mit logischem und strukturellem Denken zu bewältigen. Dieses digitale Denken wird immer wichtiger für eine aktive Beteiligung an der digitalen Gesellschaft. Als Breitenwettbewerb angelegt, ermöglicht der Biber zum einen die Teilnahme vieler Schülerinnen und Schüler, zum anderen können so Lehrkräfte, Eltern und auch die Kinder selbst Begabungen erkennen.

 „Wir sind stolz darauf, beim Thema Informatik zu den stark engagierten Schulen im Bundesgebiet zu zählen. Mit unserem Profilfach IMP (Informatik – Mathematik- Physik) ab Klasse 8 und dem Angebot des Faches Informatik in der Oberstufe bis zu einer möglichen Abiturprüfung können wir unseren Schülerinnen und Schülern das Fach Informatik durchgängig anbieten“, freut sich MINT-Verantwortliche Heike Dercks.

 

Am FAG konnten nun die Preise zusammen mit den Halbjahresinformationen ausgegeben werden: 29 Schülerinnen und Schüler erreichten einen 2. Preis – und ganz besonders stolz durften 20 Schülerinnen und Schüler auf ihren 1. Preis sein! Die Preisträger erhielten einen Stoffrucksack, einen Bleistift oder Kugelschreiber.

Das Bild zeigt die meisten Preisträgerinnen und Preisträger.  

Wenn man schon zu Schulzeiten studiert

Charlotte vor der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg

Charlotte Kaiser in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen

Charlotte Kaiser hat im Sommer 2021 mit Bestnote am Friedrich-Abel-Gymnasium Abitur gemacht. Mit Disziplin und frühem Aufsehen hat sie diese Leistung erreicht. Aber nicht nur für die Schule brauchte Charlotte einen geordneten Tagesablauf, sondern auch für die Musik, der sie schon früh einen großen Teil ihrer Zeit gewidmet hat. Mit viereinhalb Jahren begann sie mit dem Klavier. Bald nahm sie an Wettbewerben teil. Schon mit sieben Jahren führte sie eigene Kompositionen auf. Seit sie neun ist, spielt Charlotte Horn. Seit ihrem zwölften Lebensjahr war Charlotte Vorschülerin an der Hochschule für Musik in Karlsruhe mit Hauptfach Klavier in der Klasse von Prof. Sontraud Speidel und den Nebenfächern Komposition und Musiktheorie, später auch Improvisation und Jazzharmonielehre. 2016-2019 nahm sie an der Kompositionswerkstatt der Förderpreisträger "Jugend komponiert" und war Stipendiatin des Wiener Musikseminar. Im gleichen Jahr hatte sie eine Einladung zum Tag der Talente in Berlin. Die Liste ihrer Wettbewerbe, Preise und Stipendien ist lang.


Wie weit breit Charlotte aufgestellt ist, sieht man schon daran, dass sie Rahmen des Abiturs nicht nur den Vaihinger Musikpreis erhielt, sondern auch den Abiturientenpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker und den Bischof-Sproll-Preis für das Fach Katholische Religion. Trotz ihrer vielen Termine war sie Kurs-Sprecherin und im Schülerrat.
Charlotte möchte ihre musikalische Ausbildung fortsetzen, aber sie studiert nicht Musik. Es gefällt ihr sehr, Menschen mit ihrer Musik zu erfreuen, aber mehr noch möchte sie Gesellschaft mitgestalten. Deshalb studiert Charlotte seit Herbst 2021 in Würzburg Jura. Später möchte sie in den diplomatischen Dienst gehen.


Für ihren einzigartigen Lebenslauf - ihre vielen Interessen und ihre Hingabe an die Musik - wurde Charlotte am Tag vor dem Heiligen Abend 2021 in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen.


Herzlichen Glückwunsch, Charlotte!

Gangsta-Oma und Pullerpause

Teilnehmer*innen des Vorlesewettbewerbs 2021

Gangsta-Oma und Pullerpause

2. Corona-Vorlesewettbewerb am FAG

Wie schon im letzten Jahr fand auch der diesjährige Vorlesewettbewerb der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nicht im großen Musiksaal mit allen Sechstklässlern des FAG, sondern wieder in einem ganz normalen Klassenzimmer im Nebengebäude statt. Georg von Heyden, Lia Müller, Lilly Rempis, Franziska Scheible, Julius Lehmann, Cedric Meierhofer, Pauline Stöcklein und Charlotte Vogel (Foto v.l.n.r und von oben nach unten) waren die Klassensieger aus den Klassen 6a bis 6d. Jede und jeder von ihnen durfte einen Buddy-Zuschauer mitbringen. Und dann gab es noch die Jury aus den Lehrerinnen und Lehrern und natürlich die Vorjahressiegerin Lucina Schulte, die auch über den Sieger oder die Siegerin mitentscheiden durfte. „Ich möchte gleich wieder mitlesen“, verriet sie im Vorfeld und ein bisschen von der letztjährigen Ausregung stieg noch einmal in ihr hoch.
Doch nun waren die anderen dran. Gut vorbereitet, kaum aufgeregt und richtig professionell machten sie mit ihren Ausschnitten aus acht Büchern richtig Lust auf Lesen.
Da war der gelangweilte Ben, aus dem Buch „Gangsta-Oma“ von David Walliams, der plötzlich mit seiner Oma auf einen Raubzug ging, oder Amanda Bubble und der Versuch die Hinrichtung der zweiten Frau von Heinrich VIII, Anne Boleyn, historisch getreu, aber doch nicht zu grausam darzustellen (aus dem Buch „Amanda Bubble und die platzende Paula“ von Kjartan Poskitt und David Tazzyman) oder ein außerirdisches Monster aus J.C.Cervantes´ Buch „Zane gegen die Götter“. Auch Harry Potter durfte natürlich nicht fehlen.
Zum Schluss stand die Jury vor einer richtig schwierigen Entscheidung: Wer hatte denn nun am spannendsten vorgetragen, wessen Personen waren am lebhaftesten vor den Augen der Zuhörer erschienen, wer hatte die Stelle so gewählt, dass jeder das Buch gleich weiterlesen wollte? Die Wahl fiel dann einstimmig auf Pauline Stöcklein aus Klasse 6b: Mit ihrem Auszug aus Franziska Gehms Buch „Pullerpause“ ließ Pauline nicht nur Jobst und seine Mutter auf der Rückreise aus dem Mittelalter eine Pause in der DDR machen, sondern sie nahm mit ihrer sprachlichen Ausgestaltung der DDR-Polizisten auch die Zuschauer mit zurück in das Jahr 1989.
Pauline wird das FAG im Februar beim Regionalwettbewerb vertreten, der auch 2022 wieder online stattfinden wird.

Auch in diesem Jahr hatten wieder Schüler und Schülerinnen Lust

Ein Jahr im Ausland

Auch in diesem Jahr hatten wieder Schüler und Schülerinnen Lust

Informationsveranstaltung zum Thema Schule im Ausland

 

Für die Expats am FAG ist es so etwas wie der Jahreshöhepunkt: die Informations-veranstaltung „Ein Jahr im Ausland hast Du Lust?“ für Schülerinnen und Schüler aus Klasse 8 und 9 und deren Eltern. Expats sind Menschen, die sich entschließen, für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen. Am FAG sind diese Menschen natürlich Schülerinnen und Schüler und ihre Ziele in den letzten Jahren waren Schulen in den USA, in Neuseeland und in Kanada

 

Vincent Weiss war vorletztes Jahr in den USA. Franziska Steiner wollte erst in die USA, hatte sich aber im letzten Moment umentschieden, nach Neuseeland zu gehen. Vincents und Franziskas Aufenthalte waren von Corona noch nicht betroffen. Lena Eppinger ist im Januar 2020 nach Neuseeland geflogen und wurde dann bereits zwei Monate später durch die Rückholaktion der Bundesrepublik zurückgebracht. Carolin Both war für fünf Monate in Kanada. Eigentlich wollte sie verlängern, aber das ging dann nicht mehr. Sie alle sind in Klasse JII und nahmen elektronisch an der Veranstaltung teil. Nur Vanesa Koeva aus

Klasse 10 sprach live vor dem Publikum. Sie war richtig mutig, denn sie war mitten in der Pandemie ab Januar 2021 für ein halbes Jahr in Texas.

 

Natürlich wurde auch an diesem Abend viel über Covid berichtet. Aber zum Schluss überwogen doch ähnliche Erfahrungen wie bei den früheren Expats: Reisefieber, Offenheit bei Lehrern und Mitschülern an der neuen Schule im Ausland, gute und schlechte Tage mit der Gastfamilie, Weihnachtspakete von zu Hause im Dezember, ein schwerer Abschied vom neuen Land und den neuen Freunden.

Auch dieses Jahr ist für alle klar. „Wir gehen wieder raus!“

 

Anschließend informierte die Schule über die formalen Gesichtspunkte einer solchen Ausreise: Beurlaubung, Noten, Abschlüsse, Wiedereingliederung in das FAG.

 

Wie jedes Jahr konnten die Schülerreferenten ihre jüngeren Schulkameraden mitreißen, denn im Anschluss an die Veranstaltung gab es - trotz Corona - viele individuelle Fragen von Schülern und Eltern an die Referenten und auch viele Ideen, wo es denn für die nächste Generation von Expats am FAG hingehen könnte.

Tischtennis, Technik und ein langer Atem

Maximilian Krauß

Maximilian Krauß in die Stiftung der Deutschen Wirtschaft aufgenommen

Maximilian Krauß hat 2019 am Friedrich-Abel-Gymnasium Abitur gemacht. Danach war er zum Arbeiten und Reisen in Neuseeland.  Durch Corona wurde er gezwungen, vorzeitig nach Deutschland zurückzukehren. Seit Oktober 2020 studiert er nun an der Dualen Hochschule in Stuttgart Wirtschaftsingenieurswesen. Schon in der Schule interessiert sich Maximilian für Technik. Mit einem Team der MINT-AG des FAGs hat er mehrfach am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen, zuletzt erfolgreich mit einem Cocktail-Mixer, der per Handy und App selbstständig Cocktails mixen konnte.

Maximilian ist sehr sportlich. Er spielt Tischtennis und arbeitet als Tischtennisjugendtrainer.

Es ist ihm wichtig, mit den Kindern Sport und Spaß zu erleben, aber auch das Vermitteln von Werten sieht er als Aufgabe seiner Vereinsarbeit. In der Corona-Zeit gestaltete er zusammen mit den Kindern das Training online, ein Ankerpunkt für alle in einer schwierigen Zeit.

Eigentlich können Studenten, die dual studieren, sich nicht bei den großen Studienwerken um ein Stipendium für ihr Studium bemühen, da sie in der Zeit des Studiums schon Geld von der Firma bekommen, die sie ausbildet. Maximilians Partner ist die Firma Stihl. Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) hat nun ihr Konzept geändert, so dass auch Studierende in dualen Studiengängen an der ideellen Förderung ihrer Stiftung teilnehmen können. Schließlich geht es bei der Begabtenförderung nicht nur um Geld, sondern auch um die Begegnungen auf den von der Stiftung organisierten Tagungen und die Vernetzungen der Studenten und Studentinnen untereinander, die durch diese Foren entsteht.

Maximilian hat sich im Januar an die Bewerbung gesetzt. In drei Runden musste er Unterlagen einreichen und Online-Gespräche führen, in denen es einerseits um seine Persönlichkeit, sein Leben und seine Zukunftspläne ging, andererseits aber auch sein Allgemeinwissen zu politischen, wirtschaftlichen und ethischen Fragen auf den Prüfstand gestellt wurde. Das alles wollte gut vorbereitet sein. Zum Schluss wurde Maximilians Einsatz, sein soziales Engagement und seine Studienleistung belohnt und er wurde rückwirkend zum 1. Oktober in die Stiftung der Deutschen Wirtschaft aufgenommen.