Kioskteam am FAG

PausnPeter

Ein starkes Team – Geschäftsjahr des „PausnPeter“ endet mit satten Renditen

Elf Spieler hat eine Fußballmannschaft und gemessen an dem Erfolg, den das Kiosk-Team „PausnPeter“ erreicht hat, müssten alle elf Schülerinnen und Schüler, die mitgearbeitet haben, mindestens in die deutsche Nationalmannschaft wechseln. Bleibt man in dem Vergleich, dann wäre Frau Gaby Mandl-Steurer die Trainerin und die ist – auch wenn sie von Fußball eher weniger wissen will – voll des Lobes für ihren Wirtschaftskurs. Nicht nur, dass alle Mitarbeiter eigenverantwortlich die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllten, unter anderem pünktlich zu ihren Verkaufsschichten erschienen, selbst Warenangebot, Lagerführung und Marketing übernahmen – die Kiosk-Crew hat mit dem „PausnPeter“ eine Marke geschaffen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Schülerinnen und Schüler dem ehemaligen Hausmeister Peter Lühr mit ihrer Arbeit ein Denkmal setzen wollten, seine Geschäftsstrategien und seinen Stil im Kiosk so gut es ging fortsetzen wollten.
„Ein bisschen mulmig war mir zu Beginn schon“, gesteht Frau Mandl-Steurer, „es ging beim Führen des Kiosks um mehr als nur eine Schülerfirma, es war von Anfang an ein an reale Wirtschaftsbedingungen geknüpftes Projekt, das hohe Professionalität und außergewöhnlichen Einsatz verlangte.“ Diesen außergewöhnlichen Einsatz hat jede Schülerin und jeder Schüler des Wirtschafts-Leistungskurses im vergangenen Geschäftsjahr gezeigt. Adrian Elsenhans erfüllte seine Aufgaben als Chef des Unternehmens mit großer Motivation und Ideenreichtum, dabei unterstützt von Alissa Schmeckenbächer, die die Finanzen verwaltete. Aber auch die Einkäufer, das Marketing-Team oder die Verantwortlichen für die Reinigung zeigten, dass sie angewandte Wirtschaft können.
Nun steht die am Ende des Geschäftsjahres übliche Inventur bevor, anschließend die Gewinn- und Verlustrechnung und damit verbunden der Abschluss des Geschäftsjahres. Alle Anteilseigner sind herzlich zur Hauptversammlung am 6. Februar um 19.00 am Friedrich-Abel-Gymnasium eingeladen. Die Aktionäre können sich über eine satte Rendite von 10 Prozent freuen, auch das laut Frau Mandl-Steurer ein absolutes Novum. Bisher hat keine Schülerfirma am FAG eine derartig hohe Rendite ausschütten können. Möglich war das alles auch auf Grund der großen Unterstützung seitens des Schulleiters Herrn Stephan Damp, der dem Wirtschaftskurs das Führen des Kioskes zugetraut, selbst auch einmal ein Verkaufsschicht übernommen und durch sein unkompliziertes und offenes Agieren den Schülern viel Freiraum geschaffen hat. „Wir sind der gesamten Schulgemeinschaft dankbar, denn wir haben viel Lob erhalten, hatten treue Stammkunden und haben unglaublich viel gelernt“, stellt Adrian Elsenhans resümierend fest.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings, denn das erfolgreiche Kioskteam bereitet sich auf das Abitur vor und wird in absehbarer Zeit seinen Schulabschluss feiern. Noch ist nicht geklärt, wer den Kiosk übernehmen wird. Wer sich einbringen möchte oder entsprechende Vorschläge hat, kann sich hierzu gerne an den Schulleiter Herrn Damp wenden.

Informatik-Biber-Wettbewerb 2025

Preisträger - Informatik-Biber 2025

Informatik-Talente am Friedrich-Abel-Gymnasium

Preisverleihung des Informatik-Biber-Wettbewerbs

Im November wurde am FAG traditionell fleißig „gebibert“: Über 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums haben vom 10. bis 21. November am Online-Wettbewerb „Informatik-Biber 2025“ im Rahmen des Informatik- und Mathematikunterrichts teilgenommen und mal wieder zahlreiche Preise erknobelt.

Die Fragen im Informatikeinsteigerwettbewerb sind motivierend, kreativ und lauten beispielsweise: Wie lange braucht der Koch, um das traditionelle koreanische Gericht Bibimbap zu kochen, wobei er vier Kochutensilien mit unterschiedlicher Nutzungsdauer zur Verfügung hat? Welchen Weg muss Lefty, der nur geradeaus und links gehen kann, nehmen, um zum Ziel zu gelangen? Wie ist das Bauwerk aus Bauklötzen gebaut? Dabei sollen Anweisungen zum Bauen in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Der Informatik-Biber stellte die Teilnehmenden auch in diesem Jahr wieder vor knifflige Fragestellungen, trotzdem saßen die Schülerinnen und Schüler begeistert vor den Rätselaufgaben, die sie auch ohne vorheriges Üben lösen können sollten. Aber letztlich war es vor allem das Lesen der umfangreichen Aufgaben, das so manchen zum Schwitzen brachte.
„Wir bieten am FAG ein vielfältiges Angebot zum Fach Informatik an und haben sowohl Erfahrungen in der Unterstufe als auch in der Mittel- und Oberstufe: Mit dem Profilfach IMP, das aufgrund von G9 leider nur noch einmal angeboten wird, unterrichten wir am FAG die Inhalte des nun durchgängigen Informatik- und Medienbildungsunterrichts ab Klasse 5 in G9 schon jetzt. Außerdem bieten wir schon jetzt den Basis- und Leistungskurs Informatik an“, freut sich MINT-Verantwortliche Heike Dercks.

Am FAG konnten nun die langersehnten Preise endlich ausgegeben werden: 26 Schülerinnen und Schüler erreichten einen 2. Preis – und ganz besonders stolz waren 13 Schülerinnen und Schüler auf ihren 1. Preis. Die Preisträger erhielten mit „Informatik-Biber 2026“ bedruckte Kombikabel, Kartenspiele oder einen Kugelschreiber.
Im März geht das Informatik-Wettbewerbsjahr weiter mit dem Jugendwettbewerb Informatik (JWINF). Das FAG drückt allen Teilnehmenden die Daumen und wünscht dabei viel Spaß und Erfolg! Das Bild zeigt die meisten Preisträgerinnen und Preisträger.

Der deutsch-französisch Tag jährt sich!

Stolze FAG'ler mit dem DELF-Zertifikat 2026

Ein Wort für die Freundschaft / DELF-Zertifikat an 27 Schülerinnen und Schüler überreicht

Freundschaftsideen„Respekt“, „Vertrauen“, oder „Zusammen“ – zum Thema Freundschaft fielen den Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Abel-Gymnasiums viele Worte ein. Anlass war der deutsch-französische Tag, der die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags zwischen Deutschland und Frankreich jedes Jahr am 22. Januar feiert. Die Fachschaft Französisch hatte deswegen dazu aufgerufen, ein Wort für die Freundschaft zu finden – auf Französisch oder Deutsch. Für die Französisch-Lerner der Klasse 8a bedeutete dies einen großen Andrang in der großen Pause im neuen Aufenthaltsraum: Sie verteilten die Kärtchen und Stifte, auf denen die Worte geschrieben werden konnte. Wer von den Schülerinnen und Schüler ein Wort aufgeschrieben hatte, konnte es abgeben und bekam zur Belohnung ein Bonbon in Herzform dafür. Die Freundschaftsworte wurden an einer Wand gesammelt und erinnern daran, welchen Wert Freundschaft hat – egal, ob auf Französisch oder Deutsch.

Außerdem wurden in dieser Pausenaktion 27 Schülerinnen und Schüler geehrt, die das DELF-Zertifikat erworben haben. Das FAG bietet seit vielen Jahren Französisch-Lernern der 10. Klassen die Möglichkeit, die DELF-Prüfung (Diplôme d’études de langues française) zu absolvieren, und damit ein lebenslang gültiges Diplom des französischen Bildungsministeriums zu erwerben, das Sprachkenntnisse in dem Niveau B1 bescheinigt. Etwa die Hälfte des Jahrgangs hat bei der vergangenen Runde teilgenommen und diesen zusätzlichen Aufwand nicht gescheut, der neben der schriftlichen Prüfung eine mündliche Einzelprüfung vorsah. Mit einem Lächeln im Gesicht konnten diese Schülerinnen und Schüler ihr Diplom entgegennehmen und stolz sein auf ihre Leistung. Mit ihnen gefreut haben sich ihre Französisch-Lehrerinnen Frau Monika Mann, Frau Anja Wegner und Frau Birgit Gellink. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Laura Treptow, die eine außergewöhnliche Punktzahl erreichte und dafür ein Gratulationsschreiben des Regierungspräsidiums Stuttgart erhielt.

Vaihinger Kooperationsmodell

Begrüßung

Welche sozialen Kompetenzen brauchen Kinder?

- Von Gehirnwecker, Daumenspiel und Stärken-Sonne

ReferentinnenAm Dienstag, dem 20. Januar 2026 lud das Vaihinger Kooperationsmodell, zu dem sich die Vaihinger Schulen zusammengeschlossen haben, für eine weiteren Vortrag aus der beliebten Reihe für Eltern in die Peterskirche ein. Frau Kerstin Pickert (Schlossbergschule) und Frau Heike Dausend (Friedrich-Abel-Gymnasium) begrüßten ihre Gäste, Frau Beate Schäfer und Frau Michaela Röver vom ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung). Die große Frage, um die sich dieses Mal alles drehte, war die nach den sozialen Kompetenzen der Kinder und insbesondere Frau Schäfer – selbst seit vielen Jahren Lehrkraft – gab auf diese Frage lebendige und vielseitige Antworten. Nach einem kurzen philosophischen Exkurs, bei dem unter anderem Seneca, Rudolf Steiner und Jack Ma zu Wort kamen, verdeutlichte Beate Schäfer die Ausgangsfrage: Welche personalen und sozialen Stärken brauchen Kinder, um gut lernen zu können? Die Leitperspektive des Ganzen sei, den Kindern über den Unterricht Lebenskompetenzen beizubringen und Frau Schäfer führte aus, dass es gelte, Motivation vom Ziel her zu denken. Man könne das nun mit Kants Worten („Ich kann, weil ich will, was ich muss“) ausdrücken, oder einfach damit, dass Kinder motiviert werden können, wenn es für sie attraktive Ziele gebe. Gut vergleichbar sei das mit dem Sport, denn Sportler müssten sich zu Höchstleistungen motivieren und schafften das auch, wenn sie klare Ziele vor Augen hätten.
Frau Michaela Röver führte im Anschluss die sogenannten „Exekutiven Funktionen“ nach Frau Dr. Sabine Kubesch an: Arbeitsgedächtnis, Inhibition (Fähigkeit der Selbstkontrolle) und kognitive Flexibilität als Basis für Selbstregulation. Und dass das alles andere als einfach ist, bewies das Spiel „Gehirnwecker“, das Frau Röver mit den Anwesenden spielte. Die Botschaft war klar: Spiele – egal welcher Art – fördern die exekutiven Funktionen, die im Übrigen bis zum Erwachsenenalter ausgebildet würden, man nimmt in manchen Untersuchungen sogar das 35. Lebensjahr an. Diese exekutiven Fähigkeiten fördern die Selbstregulation und helfen Kindern dabei, Konflikte zu lösen, sich in andere hineinzuversetzen, Handlungsalternativen abzuwägen, Emotionen zu kontrollieren und Kontakte zu knüpfen beziehungsweise zu halten.
Aber Selbstregulation hilft laut der Vortragenden auch dabei, Selbstwirksamkeit zu erleben und Selbstbewusstsein zu stärken.
Gut besuchtFrau Beate Schäfer hob noch einmal hervor, wie wichtig es sei, als Eltern den Kindern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen als Grundkompetenz zu vermitteln, denn dadurch wären Kinder offener in Bezug auf andere und Neues. Sie hätten in der Folge eine besseres Sozialverhalten, leisteten mehr sinnvolle Beiträge in sozialen Kontexten und würden eigene Entscheidungen treffen. Sie würden stärker in der Schule partizipieren und bessere Schulleistungen haben. Die zentrale Botschaft sei: Bitte die Kinder nicht entmutigen, sondern stärken. Zuletzt verwies Schäfer auf die vielzitierte Resilienz und hob dabei einen wichtigen Faktor dieser hervor: Die Emotionensteuerung, bei der Kinder sich im Idealfall mit sogenannten „Aufbauern“ selbst nach oben bringen. Frau Schäfer setzte hier zur Illustration das „Daumenspiel“ ein.
Abschließend lautete die wichtigste Botschaft am Ende: Beziehungen stärken, die Kinder nicht an ihren Schwächen zu messen sondern ihre Stärken zu stärken. Verantwortung abzugeben, damit die Kinder sie annehmen und daran wachsen können. Die „Stärken-Sonne“ strahlen zu lassen und dem Nachwuchs zuhören. Das wäre für den Anfang schon ein gutes Ziel.

Bundesbank am FAG

Besuch von Monika Maier von der Bundesbank

Von der Wichtigkeit stabilen Geldes – Wirtschaftskurs bekommt Besuch von höchster Stelle

Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftskurses von Frau Mandl-Steurer haben bisher mit ihrem Kiosk „PausnPeter“ wohl schon ausreichend bewiesen, dass sie mit Geld umgehen können. Aber beim anstehenden Abitur geht es für sie auch um das Beherrschen der Theorie und diesbezüglich hat sie der Besuch von Frau Monika Maier aus dem Stab der Präsidentin der Bundesbank ihrem Ziel heute nähergebracht.

Frau Maiers Vortrag drehte sich im Kern um die Notwendigkeit und Wichtigkeit eines stabilen Euros und festigte bei den interessierten Wirtschaftsschülern zuerst Basiskenntnisse zu den wirtschaftlichen Zusammenhängen von Inflation und Deflation unter der besonderen Beachtung der Rolle stabilen Geldes. Wird beispielsweise bei einer stärkeren Inflation allerorts unter steigenden Preisen gestöhnt, ist auch eine Deflation kein Idealzustand, denn diese mündet letztlich in eine Abwärtsspirale mit sich verstärkenden Preis-, Lohn- und Produktionsrückgängen sowie zunehmender Arbeitslosigkeit. Monika Maier verdeutlichte die Veränderungen der letzten Jahre an der Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland und dem Euro-Raum und verdeutlichte das Wägungsschema für den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Deutschland ist im Weiteren selbstredend fest mit der Europäischen Union und dem Europäischen Währungsraum (EWR) verbunden, weswegen es nötig ist, auch die geldpolitischen Rahmenbedingungen im Eurosystem unter die Lupe zu nehmen. Im Unterricht – auch in Gemeinschaftskunde – sind die Konvergenzkriterien fester Bestandteil der Stundenplanung, denn die gemeinsame Geldpolitik im EWR-Raum ist von großer Bedeutung, da die Länder alle eine eigenständige Finanz- und Wirtschaftspolitik betreiben.

Frau Maier kam natürlich in diesem Zusammenhang nicht umhin, die Ursachen der Finanzkrise um das Jahr 2008 zu thematisieren und hier die Entscheidungen und Strategien der Notenbanken zur Behebung der Krise zu erläutern. Besonders interessant sind sogenannte geopolitische Impulse der Banken, in denen es um Refinanzierungskonditionen der Banken, den Folgen für die Kreditvergabe durch Geschäftsbanken, die Veränderung der betroffenen Kredit- und Sparzinsen sowie um die Verteuerung beziehungsweise Verbilligung bei der Kreditaufnahme über Kapitalmarkt und Banken geht. Hier sind insbesondere die Veränderungen und Zusammenhänge rund um die Leitzinsen und deren Umsetzung höchst interessant, denn auch diese haben mit Erwartungen zu tun. Am Ende ging es in Maiers Vortrag um sogenannte Offenmarktgeschäfte (z.B. Refinanzierungsgeschäfte) oder Ständige Faszilitäten sowie Mindestreserven und hier wird Außenstehenden vielleicht deutlich, wie spannend das Fach Wirtschaft und innerhalb dessen die Beschäftigung mit Finanzmärkten sind.

Wie wichtig es aber letztlich ist, dass eine Notenbank von der Politik unabhängig und nicht weisungsgebunden ist, wurde in Maiers Vortrag deutlich – auch ohne auf die Drohungen Präsident Trumps gegenüber der FED eingehen zu müssen. Der Wirtschaftskurs von Frau Mandl-Steurer hat jedenfalls mit großem Interesse den Vortrag verfolgt und ist ebenso interessiert in den Dialog mit Monika Maier gegangen, sodass eine Doppelstunde Wirtschaft fast zu wenig war.

Weltethosaktion 2025

Viel Freude rund um den europäisch geschmückten Weihnachtsbaum

Wenn Engel reisen:

Europäischer Weihnachtszauber am FAG

Geschmücker europäischer Weihnachtsbaum 2025Zum ersten Mal beteiligt sich das Friedrich-Abel-Gymnasium in diesem Jahr am Europäischen Weihnachtsbaumschmuck-Tausch – einem Projekt, das Schulen aus zahlreichen Ländern miteinander verbindet und in der Adventszeit für internationale Begegnungen und innerschulische Bewegung sorgt:
Mit viel Engagement und Geduld bastelten die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen sowie die Teilnehmenden an der Vorbereitungsklasse gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrkräften an ihrem FAG-Weihnachtsschmuck. Entstanden sind liebevoll gestaltete Papierengel, die nach einer Bastelanleitung der Weltethos-Gruppe am Gymnasium hergestellt wurden. Jeder Engel wurde zu einem kleinen Unikat, das nicht nur weihnachtliche Stimmung ausstrahlt, sondern auch die Kreativität der jungen Bastlerinnen und Bastler zeigt.
Christbaumschmuck vom Friedrich-Abel-GymnasiumVon diesen handgefertigten Engeln wurden nun jeweils drei Exemplare – begleitet von einem Informationsflyer über das FAG – an insgesamt 23 Partnerschulen in ganz Europa verschickt. Im Gegenzug erreichten nach und nach weihnachtliche Päckchen aus Ländern wie Spanien, Polen, Frankreich oder Griechenland das Gymnasium. Darin befand sich der selbstgestaltete Schmuck der jeweiligen Schulen, der am FAG vor dem Lehrerzimmer einen besonderen Platz erhielt und den Weihnachtsbaum der Schule in ein farbenfrohes, internationales Mosaik verwandelte.
Die Freude in der Weltethosgruppe und in den unteren Klassen des FAG war groß. „Es ist jedes Mal spannend, wenn ein neues Paket ankommt. Man weiß ja nie, wie der Schmuck aussieht und welche Geschichte er mitbringt“, erzählte eine der beteiligten Lehrerinnen.
Damit auch die restliche Schulgemeinschaft am europäischen Bastelaustausch teilhaben kann, wurden alle eingetroffenen Schmuckstücke zusammen mit den Infomaterialien der Partnerschulen im digitalen Adventskalender der Schulhomepage vorgestellt. So entsteht im Laufe des Dezembers nicht nur ein außergewöhnlicher Weihnachtsbaum, sondern auch ein Fenster zur Vielfalt europäischer Schulen und Traditionen.

Weihnachtsbaum mit Akteuren des Friedrich-Abel-GymnasiumsMit der Teilnahme am Weihnachtsbaumschmuck-Tausch möchte das FAG ein Zeichen für Kreativität, Gemeinschaft und internationale Verbundenheit setzen – und die Adventszeit für alle Beteiligten zu einem zauberhaften Erlebnis werden lassen!

Höhepunkt am Ende des Jahres

Adventskonzert am Friedrich-Abel-Gymnasium

Zum Himmel hin – Konzert im Advent des Friedrich-Abel-Gymnasiums

In der Vaihinger Stadtkirche war am Dienstagabend die Aufregung der jungen Sängerinnen und Sänger, der Musikanten und ihrer Lehrer deutlich zu spüren: Da und dort wurden Stühle zurechtgerückt, Instrumente gestimmt und manch stolzes Elternteil machte noch ein schnelles Foto mit dem lampenfiebrigen Nachwuchs.
UnterstufenchorUnd schon eröffnete Frau Miriam Sauter mit dem Unterstufenchor das alljährliche Adventkonzert und die Kinder sangen vertraute Klassiker wie „Jingle Bells“, „We wish you a merry Christmas“ und „Rudolph the Red Nosed Reindeer“, wie immer am Klavier begleitet von Herrn Markus Sauter. OberstufenorchesterSpätestens als Frau Regina Bauer mit ihrem Orchester der Mittel- und Oberstufe „Magnificat“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ aufführte, wurde die Stimmung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtkirche festlich und getragen. UnterstufenorchesterFrau Ingrun Canzler schloss sich dann mit ihrem Unterstufenorchester an und es waren neben „Ukrainian Bell Carol“ und „Theme from Symphony Nr. 7“ auch „Jul, jul, stralande jul“ sowie „En stjerne skinner i natt“ zur hören, ein bewegendes, norwegisches Weihnachtslied, das sich im Titel mit „Ein Stern leuchtet heute Nacht“ übersetzen lässt. Von Norwegen ging es gleich im Anschluss mit Miriam Sauter und dem Chor der Mittel- und Oberstufe nach England: „Adeste Fideles“ und „Deck the Hall“ standen auf dem Programm und begeisterten die Zuhörer. Bei Jenkins´ „In duci jubilo“ schlossen sich den Oberstufensängern auch der Unterstufenchor an und bei „Hark! The Herald Angels sing“ waren alle Teilnehmer auf der Bühne, um zum Himmel hin zu singen und die Vorfreude auf Weihnachten auszudrücken.


Gitarren in der KircheWenn Kinder und Jugendliche ihre kostbare Freizeit vor Weihnachten opfern, um gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu singen und zu musizieren, dann wird es Weihnachten, ungeachtet der frühlingshaften Temperaturen außerhalb und ungeachtet der schwierigen Zeiten, in denen diese jungen Menschen aufwachsen, dann gibt es immer Hoffnung und einen Stern in der Nacht.

Ein wichtiger Event im FAG-Jahr

Teilnehmende des Vorlesewettbewerbs 2026

Wenn Staubfinger erscheint und Magie übernimmt

Vorlesewettbewerb am FAG

Die erste Woche im Dezember ist am Friedrich-Abel-Gymnasium nicht nur deswegen eine besondere, weil viele Schülerinnen und Schüler bereits auf die Schoko-Nikoläuse warten, die von der SMV verteilt werden, sondern weil auch der alljährliche Vorlesewettbewerb in dieser Zeit für große Spannung und Vorfreude sorgt. In der vergangenen Woche traten Viviane Friedrich, Elia Motta (beide aus der Klasse 6a), Robert Köhler und Jule Schnitzer (beide aus der 6b) sowie Lea Burkhard und Mila Neff (beide aus der 6c) als Klassensieger gegeneinander im Finale um den Titel Schulsiegerin oder Schulsieger an. Der Direktor des FAG, Herr Stephan Damp, wurde zu Beginn der fünften Stunde mit großem Applaus empfangen, eröffnete den Wettbewerb und zeigte seine Freude über die gute Stimmung und die Fangruppen der einzelnen Kandidaten zusammen mit Frau Gaby Mandl-Steurer, die die Veranstaltung moderierte.
Was liest man denn bei so einem Wettbewerb, möchte man fragen. Sehr oft traten bisher in den Wettkampfbeiträgen alte Bekannte ins Rampenlicht: Staubfinger aus Cornelia Funkes „Tintenherz“ erscheint im dunklen Garten, Harry Potter stellt sich den schwarzen Mächten oder Percy Jackson kämpft als göttliches Halbblut gegen Chimären, Giganten und Titanen. Immer wieder aber präsentieren die lesebegeisterten Kinder neue Bücher und sorgen damit für reges Interesse in der jugendlichen Zuhörerschaft. Bei dem Buch, das Lea Burkhardt gewählt hatte, handelte es sich um eine spannende Geschichte über vier zauberhafte Schwestern, Robert Köhler und Elia Motta setzten auf Textausschnitte aus „Paluten Freedom“, das ein Webvideoproduzent zusammen mit einem Co-Autoren verfasst hat und das bei Jungen sehr bekannt ist. Mila begeisterte die Zuhörer mit einem Ausschnitt aus „Tintenherz“ und Jule präsentierte eine spannende Stelle aus dem Roman „Seawalkers“, in dem es um einen Jungen namens Tiago geht, der sich in einen Tigerhai verwandeln kann.
Während die Jury sich nach den Lesebeiträgen zur Beratung zurückzog, präsentierte eine Mädchengruppe der sechsten Klassen unter der Leitung von Frau Verena Sauer akrobatische Kunststücke und vertrieb so den Mitschülern die Wartezeit auf die Entscheidung der Jury.

Siegerin des Vorlesewettbewerbs 2025Diese beurteilte die einzelnen Leseleistungen nach Kriterien wie Sprech- und Lesetechnik, Interpretation der Textstelle und Textauswahl. Wie schon in den Jahren zuvor, war es auch in diesem Jahr für die Jury keine leichte Entscheidung, denn alle Kandidaten zeigten - neben den großen Mut, sich auf die Bühne zu begeben - großes Talent als Vorleserin beziehungsweise Vorleser. Viviane Friedrich begeisterte die Jury - in diesem Jahr bestehend aus den Fachlehrerinnen Katharina Broszat, Gaby Mandl-Steurer, Juliane Maser und Karin Rippel sowie der Vorjahressiegerin Linnea Vienken - mit einer äußerst spannenden Textstelle zu einer finalen Begegnung zwischen Harry Potter und Lord Voldemort so sehr, dass sie zur Schulsiegerin bestimmt wurde. Im Rahmen der Preisverleihung erhielten alle Klassensiegerinnen und - sieger einen Buchpreis und für Viviane gab es noch zusätzlich ein besonderes Buch: „Das Haus der Krokodile“ von Helmut Ballot, das 1971 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und schon für die Lehrerinnen Rippel und Mandl-Steurer eine unvergessliche Leseerfahrung war. Für Cornelia Funke, die wohl bekannteste deutsche Kinderbuchautorin, ist das Lesen vor allem für Kinder lebenswichtig, denn dadurch würden sie begreifen, dass menschliche Fantasie nicht allzu viele Hilfsmittel brauche, um Welten zu bauen. Und Brücken, möchte man ergänzen, Brücken zu anderen Menschen.

Ankündigung - Adventskonzert am FAG

Einladung zum Adventskonzert 2025

Herzliche Einladung zum diesjährigen Adventskonzert!

Am Dienstag, den 9.12. findet um 19 Uhr in der Stadtkirche Vaihingen/Enz das diesjährige Adventskonzert statt. Nahezu 100 Chorsängerinnen und -sänger und Orchestermusikerinnen und - musiker singen und spielen Advents- und Weihnachtslieder - von traditionell bis modern. Freuen Sie sich auf einen vorweihnachtlichen Abend mit dem Unterstufenchor und -orchester sowie dem Mittel-/Oberstufenchor und -orchester. 

Der Einlass ist um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Autorenlesung hautnah!

Autorin bei der Lesung

Entstehungsbericht aus erster Hand – Jenny Erpenbeck spricht über „Heimsuchung“

Wenn Schülerinnen und Schüler über Literatur sprechen, wenn sie sich mit einem Roman oder einem Gedicht beschäftigen, haben sie es oft mit Texten zu tun, deren Urheber schon tot sind. Mitunter aber gibt es Gelegenheit, mit noch lebenden Autoren beschäftigt zu sein. Selten aber das Glück, dass eine bekannte Autorin über die Entstehungsgeschichte ihres Romans – einer vorgeschriebenen Lektüre zum Deutsch-Abitur – live berichtet. So geschehen bei den Tübinger Werkstattgesprächen, in deren Rahmen Frau Erpenbeck am 17. November 2025 eine Vorlesung zu ihrem Roman „Heimsuchung“ gehalten hat.

„Verworfene Anfänge“ ist der Titel der Vorlesung Jenny Erpenbecks und er bezieht sich laut der Autorin auf die Inhalte, die sie ursprünglich für die einzelnen Kapitel des Romans verfasst hat und die sie letztlich nicht genommen, also verworfen hat. Erpenbeck erzählt in „Heimsuchung“ von der „wechselvollen deutschen Geschichte im mörderischen 20. Jahrhundert“ und von Vergänglichkeit, Tod, Heimat und Vertreibung im Leben von zwölf Figuren. Eine dieser Figuren ist besonders, denn ihr – der Figur des Gärtners – sei laut Frau Erpenbeck Werden und Vergehen der Natur zugeordnet. Die Autorin berichtet in der Folge von ihren „Versuchen“, den Gärtner als zentrale Figur einzuführen. So befindet er sich in einer Version sterbenskrank und verdurstend in einem Krankenzimmer und wünscht, sich selbst begraben zu können. Diese Version behandelt beispielsweise das zentrale Motiv des Grabens, Vergrabens und Begrabens im Roman sehr explizit.
Von der „unberechtigten Eigenbesitzerin“ – einer weiteren Figur im Roman – handelt das letzte, von Erpenbeck geschriebene Kapitel und in einer ersten Version beginnt der Abschnitt mit zwei anderen Figuren, einer Reinigungskraft und einem Fensterputzer, die in der Endversion nicht mehr vorkommen. Jenny Erpenbeck hat für ihren Roman Grundbücher durchstöbert, „absurde“ Gerichtsverfahren zu Rückübergaben besucht und hatte neben all dem zu dieser Zeit eigene Verlusterfahrungen zu verarbeiten, die sie nicht im Roman haben wollte. Deswegen wurden diese Versionen und Figuren letztlich weggelassen, so Erpenbeck, denn auch die Richterin lasse in diesem Kapitel „kein falsches Wort frei herumlaufen“. Kern der Version sei laut Erpenbeck die Diskrepanz zwischen einer juristischen Sprache und ihrer Unanfechtbarkeit im Kontrast zur Betroffenheit des Verlusts, womit ein weiteres zentrales Thema des Romans angesprochen wird.

Die Bedeutung der Vorlesung und der Preisgabe dieser wertvollen, verworfenen Anfänge des Romans beziehungsweise Ausgestaltungen der einzelnen Figuren liegt darin, dass die Schülerinnen und Schüler über die Genese einen vertieften Zugang zum Roman erhalten und durch diese Informationen aus erster Hand einen völlig neuen Blick auf die Abitur-Lektüre erhalten. Die Leistungskurse Deutsch unter der Leitung von Herrn Lukas Müsel und Frau Gaby Mandl-Steurer planten ursprünglich, nach Tübingen zu fahren und Frau Erpenbeck live zu erleben. Daraus wurde schließlich auf Grund des späten Termins (Vorlesungsbeginn um 19.00) und der Entfernung in Anbetracht am nächsten Tag anstehender Klausuren dann aber doch nichts und die Kurse entschieden sich für ein gemeinsames Live-Streaming, das die Universität Tübingen im Rahmen der Literaturreihe anbietet, im Musiksaal des FAG. Rückblickend die beste Entscheidung, denn als die FAGler müde die Übertragung nach Erpenbecks Vortrag zu „Heimsuchung“ abbrachen, war es bereits 21.30 und die Begeisterung groß, die Vorlesung aber noch lange nicht zu Ende.

Vorlesung in Tübingen