Ein starkes Team – Geschäftsjahr des „PausnPeter“ endet mit satten Renditen
Elf Spieler hat eine Fußballmannschaft und gemessen an dem Erfolg, den das Kiosk-Team „PausnPeter“ erreicht hat, müssten alle elf Schülerinnen und Schüler, die mitgearbeitet haben, mindestens in die deutsche Nationalmannschaft wechseln. Bleibt man in dem Vergleich, dann wäre Frau Gaby Mandl-Steurer die Trainerin und die ist – auch wenn sie von Fußball eher weniger wissen will – voll des Lobes für ihren Wirtschaftskurs. Nicht nur, dass alle Mitarbeiter eigenverantwortlich die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllten, unter anderem pünktlich zu ihren Verkaufsschichten erschienen, selbst Warenangebot, Lagerführung und Marketing übernahmen – die Kiosk-Crew hat mit dem „PausnPeter“ eine Marke geschaffen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Schülerinnen und Schüler dem ehemaligen Hausmeister Peter Lühr mit ihrer Arbeit ein Denkmal setzen wollten, seine Geschäftsstrategien und seinen Stil im Kiosk so gut es ging fortsetzen wollten.
„Ein bisschen mulmig war mir zu Beginn schon“, gesteht Frau Mandl-Steurer, „es ging beim Führen des Kiosks um mehr als nur eine Schülerfirma, es war von Anfang an ein an reale Wirtschaftsbedingungen geknüpftes Projekt, das hohe Professionalität und außergewöhnlichen Einsatz verlangte.“ Diesen außergewöhnlichen Einsatz hat jede Schülerin und jeder Schüler des Wirtschafts-Leistungskurses im vergangenen Geschäftsjahr gezeigt. Adrian Elsenhans erfüllte seine Aufgaben als Chef des Unternehmens mit großer Motivation und Ideenreichtum, dabei unterstützt von Alissa Schmeckenbächer, die die Finanzen verwaltete. Aber auch die Einkäufer, das Marketing-Team oder die Verantwortlichen für die Reinigung zeigten, dass sie angewandte Wirtschaft können.
Nun steht die am Ende des Geschäftsjahres übliche Inventur bevor, anschließend die Gewinn- und Verlustrechnung und damit verbunden der Abschluss des Geschäftsjahres. Alle Anteilseigner sind herzlich zur Hauptversammlung am 6. Februar um 19.00 am Friedrich-Abel-Gymnasium eingeladen. Die Aktionäre können sich über eine satte Rendite von 10 Prozent freuen, auch das laut Frau Mandl-Steurer ein absolutes Novum. Bisher hat keine Schülerfirma am FAG eine derartig hohe Rendite ausschütten können. Möglich war das alles auch auf Grund der großen Unterstützung seitens des Schulleiters Herrn Stephan Damp, der dem Wirtschaftskurs das Führen des Kioskes zugetraut, selbst auch einmal ein Verkaufsschicht übernommen und durch sein unkompliziertes und offenes Agieren den Schülern viel Freiraum geschaffen hat. „Wir sind der gesamten Schulgemeinschaft dankbar, denn wir haben viel Lob erhalten, hatten treue Stammkunden und haben unglaublich viel gelernt“, stellt Adrian Elsenhans resümierend fest.
Ein Wermutstropfen bleibt allerdings, denn das erfolgreiche Kioskteam bereitet sich auf das Abitur vor und wird in absehbarer Zeit seinen Schulabschluss feiern. Noch ist nicht geklärt, wer den Kiosk übernehmen wird. Wer sich einbringen möchte oder entsprechende Vorschläge hat, kann sich hierzu gerne an den Schulleiter Herrn Damp wenden.
„Respekt“, „Vertrauen“, oder „Zusammen“ – zum Thema Freundschaft fielen den Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Abel-Gymnasiums viele Worte ein. Anlass war der deutsch-französische Tag, der die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags zwischen Deutschland und Frankreich jedes Jahr am 22. Januar feiert. Die Fachschaft Französisch hatte deswegen dazu aufgerufen, ein Wort für die Freundschaft zu finden – auf Französisch oder Deutsch. Für die Französisch-Lerner der Klasse 8a bedeutete dies einen großen Andrang in der großen Pause im neuen Aufenthaltsraum: Sie verteilten die Kärtchen und Stifte, auf denen die Worte geschrieben werden konnte. Wer von den Schülerinnen und Schüler ein Wort aufgeschrieben hatte, konnte es abgeben und bekam zur Belohnung ein Bonbon in Herzform dafür. Die Freundschaftsworte wurden an einer Wand gesammelt und erinnern daran, welchen Wert Freundschaft hat – egal, ob auf Französisch oder Deutsch.
Am Dienstag, dem 20. Januar 2026 lud das Vaihinger Kooperationsmodell, zu dem sich die Vaihinger Schulen zusammengeschlossen haben, für eine weiteren Vortrag aus der beliebten Reihe für Eltern in die Peterskirche ein. Frau Kerstin Pickert (Schlossbergschule) und Frau Heike Dausend (Friedrich-Abel-Gymnasium) begrüßten ihre Gäste, Frau Beate Schäfer und Frau Michaela Röver vom ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung). Die große Frage, um die sich dieses Mal alles drehte, war die nach den sozialen Kompetenzen der Kinder und insbesondere Frau Schäfer – selbst seit vielen Jahren Lehrkraft – gab auf diese Frage lebendige und vielseitige Antworten. Nach einem kurzen philosophischen Exkurs, bei dem unter anderem Seneca, Rudolf Steiner und Jack Ma zu Wort kamen, verdeutlichte Beate Schäfer die Ausgangsfrage: Welche personalen und sozialen Stärken brauchen Kinder, um gut lernen zu können? Die Leitperspektive des Ganzen sei, den Kindern über den Unterricht Lebenskompetenzen beizubringen und Frau Schäfer führte aus, dass es gelte, Motivation vom Ziel her zu denken. Man könne das nun mit Kants Worten („Ich kann, weil ich will, was ich muss“) ausdrücken, oder einfach damit, dass Kinder motiviert werden können, wenn es für sie attraktive Ziele gebe. Gut vergleichbar sei das mit dem Sport, denn Sportler müssten sich zu Höchstleistungen motivieren und schafften das auch, wenn sie klare Ziele vor Augen hätten.
Frau Beate Schäfer hob noch einmal hervor, wie wichtig es sei, als Eltern den Kindern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen als Grundkompetenz zu vermitteln, denn dadurch wären Kinder offener in Bezug auf andere und Neues. Sie hätten in der Folge eine besseres Sozialverhalten, leisteten mehr sinnvolle Beiträge in sozialen Kontexten und würden eigene Entscheidungen treffen. Sie würden stärker in der Schule partizipieren und bessere Schulleistungen haben. Die zentrale Botschaft sei: Bitte die Kinder nicht entmutigen, sondern stärken. Zuletzt verwies Schäfer auf die vielzitierte Resilienz und hob dabei einen wichtigen Faktor dieser hervor: Die Emotionensteuerung, bei der Kinder sich im Idealfall mit sogenannten „Aufbauern“ selbst nach oben bringen. Frau Schäfer setzte hier zur Illustration das „Daumenspiel“ ein.
Zum ersten Mal beteiligt sich das Friedrich-Abel-Gymnasium in diesem Jahr am Europäischen Weihnachtsbaumschmuck-Tausch – einem Projekt, das Schulen aus zahlreichen Ländern miteinander verbindet und in der Adventszeit für internationale Begegnungen und innerschulische Bewegung sorgt:
Von diesen handgefertigten Engeln wurden nun jeweils drei Exemplare – begleitet von einem Informationsflyer über das FAG – an insgesamt 23 Partnerschulen in ganz Europa verschickt. Im Gegenzug erreichten nach und nach weihnachtliche Päckchen aus Ländern wie Spanien, Polen, Frankreich oder Griechenland das Gymnasium. Darin befand sich der selbstgestaltete Schmuck der jeweiligen Schulen, der am FAG vor dem Lehrerzimmer einen besonderen Platz erhielt und den Weihnachtsbaum der Schule in ein farbenfrohes, internationales Mosaik verwandelte.
Mit der Teilnahme am Weihnachtsbaumschmuck-Tausch möchte das FAG ein Zeichen für Kreativität, Gemeinschaft und internationale Verbundenheit setzen – und die Adventszeit für alle Beteiligten zu einem zauberhaften Erlebnis werden lassen!
Und schon eröffnete Frau Miriam Sauter mit dem Unterstufenchor das alljährliche Adventkonzert und die Kinder sangen vertraute Klassiker wie „Jingle Bells“, „We wish you a merry Christmas“ und „Rudolph the Red Nosed Reindeer“, wie immer am Klavier begleitet von Herrn Markus Sauter.
Spätestens als Frau Regina Bauer mit ihrem Orchester der Mittel- und Oberstufe „Magnificat“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ aufführte, wurde die Stimmung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtkirche festlich und getragen.
Frau Ingrun Canzler schloss sich dann mit ihrem Unterstufenorchester an und es waren neben „Ukrainian Bell Carol“ und „Theme from Symphony Nr. 7“ auch „Jul, jul, stralande jul“ sowie „En stjerne skinner i natt“ zur hören, ein bewegendes, norwegisches Weihnachtslied, das sich im Titel mit „Ein Stern leuchtet heute Nacht“ übersetzen lässt. Von Norwegen ging es gleich im Anschluss mit Miriam Sauter und dem Chor der Mittel- und Oberstufe nach England: „Adeste Fideles“ und „Deck the Hall“ standen auf dem Programm und begeisterten die Zuhörer. Bei Jenkins´ „In duci jubilo“ schlossen sich den Oberstufensängern auch der Unterstufenchor an und bei „Hark! The Herald Angels sing“ waren alle Teilnehmer auf der Bühne, um zum Himmel hin zu singen und die Vorfreude auf Weihnachten auszudrücken.
Wenn Kinder und Jugendliche ihre kostbare Freizeit vor Weihnachten opfern, um gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu singen und zu musizieren, dann wird es Weihnachten, ungeachtet der frühlingshaften Temperaturen außerhalb und ungeachtet der schwierigen Zeiten, in denen diese jungen Menschen aufwachsen, dann gibt es immer Hoffnung und einen Stern in der Nacht.
Diese beurteilte die einzelnen Leseleistungen nach Kriterien wie Sprech- und Lesetechnik, Interpretation der Textstelle und Textauswahl. Wie schon in den Jahren zuvor, war es auch in diesem Jahr für die Jury keine leichte Entscheidung, denn alle Kandidaten zeigten - neben den großen Mut, sich auf die Bühne zu begeben - großes Talent als Vorleserin beziehungsweise Vorleser. Viviane Friedrich begeisterte die Jury - in diesem Jahr bestehend aus den Fachlehrerinnen Katharina Broszat, Gaby Mandl-Steurer, Juliane Maser und Karin Rippel sowie der Vorjahressiegerin Linnea Vienken - mit einer äußerst spannenden Textstelle zu einer finalen Begegnung zwischen Harry Potter und Lord Voldemort so sehr, dass sie zur Schulsiegerin bestimmt wurde. Im Rahmen der Preisverleihung erhielten alle Klassensiegerinnen und - sieger einen Buchpreis und für Viviane gab es noch zusätzlich ein besonderes Buch: „Das Haus der Krokodile“ von Helmut Ballot, das 1971 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und schon für die Lehrerinnen Rippel und Mandl-Steurer eine unvergessliche Leseerfahrung war. Für Cornelia Funke, die wohl bekannteste deutsche Kinderbuchautorin, ist das Lesen vor allem für Kinder lebenswichtig, denn dadurch würden sie begreifen, dass menschliche Fantasie nicht allzu viele Hilfsmittel brauche, um Welten zu bauen. Und Brücken, möchte man ergänzen, Brücken zu anderen Menschen.








