Ehepaar Dr. Diana und Dr. Philipp Knodel „Gäste am FAG“
Vaihingen (my) Als Diana Knodel, geborene Schimke, im Sommer 2000 am Friedrich-Abel-Gymnasium ihr Abitur ablegte, hatte sie von Informatik noch nicht viel gehört. Das Fach war in ihrer Stundentafel bis dato nicht aufgetaucht und steckte in den didaktischen Kinderschuhen.
Heute ist das anders! Mit ihrem Mann Philipp - auch er ein ehemaliger Schüler vom FAG – erstellt sie digitale Unterrichtsmaterialien für z.B. APP-Entwicklungen. Außerdem haben beide im Auftrag des Kultusministeriums ebensolche Materialien für Inhalte des Bildungsplans Informatik für die Klassenstufe 7 der Gymnasien in Baden-Württemberg ausgearbeitet. Sie nennen es bescheiden den „bottom-up“-Weg zum Erfolg und beschreiben damit eine Firmen- und Lebensgeschichte voller überraschender Wendungen.
Dabei hatte alles ganz unspektakulär begonnen: Weil sie Mathematik liebt, entscheidet sich die Abiturientin Diana Schimke für das Fach Medieninformatik an der Universität Ulm. Sie lernt programmieren und begeistert sich als analytisch-logische Denkerin nachhaltig für die Informatik.
Während ihrer Elternzeit besucht sie, die mit Mann und Kindern heute in Hamburg lebt, einen Kurs in San Francisco, USA, wo sich auch Philipp Knodel von der Faszination des Programmierens anstecken lässt. Er geht zu diesem Zeitpunkt als Politikwissenschaftler mit dem Themenschwerpunkt „Bildung“ an die neue Herausforderung heran. Beseelt vom Gedanken, allen Jugendlichen, aber vor allem Mädchen einen Zugang zur digitalen Bildung zu ermöglichen, führt das Ehepaar das erste Sommer-Camp in Hamburg durch. Was sie damals noch nicht wussten: Viele sollten noch folgen!
Weil das ZDF auf ihre Arbeit aufmerksam geworden war, begann nun die eigentliche Erfolgsgeschichte: Auszeichnungen und Preise wie z.B. „Google impact“ machten es erforderlich, das Preisgeld auf ein Firmenkonto einzahlen zu können. Und so entschied sich das Ehepaar im Jahr 2014 zur Gründung von „APP CAMPS“, einer gemeinnützig arbeitenden Firma, die nach sechs Jahren bereits über 200.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit Material versorgt, das auf einfache Weise mit leicht nachvollziehbaren Schritten zu einem Grundverständnis von Digitalisierung verhilft. 99% der Nutzer sind Lehrer, die gewissermaßen als Multiplikatoren fungieren. Und das nicht bloß in weiterführenden Lehranstalten. So gibt es auch eine Schule in Köln, in der angehende Köche mit dem Programm der Knodels arbeiten und lernen.
„Software verändert unsere Welt!“ Davon ist das Ehepaar überzeugt. Im Bereich der Medizin oder der Künstlichen Intelligenz wurden innerhalb der letzten eineinhalb Jahrzehnte rasante Fortschritte erzielt. Da spielt die Früherkennung von Krankheiten wie Depression oder Demenz eine Rolle. Die Polizei nutzt die neuen Medien zur Aufklärung von Straftaten und zur Prävention. Aber Algorithmen können leider auch zur sozialen Kontrolle eingesetzt werden. „Deshalb brauchen wir Menschen, die verstehen und einordnen können, was in der digitalen Welt geschieht!“
Dieses Credo wurde auch in der anschließenden Fragerunde, die von Julia Klein (J I) und Philipp Peters ( J II) geleitet wurde, immer wieder deutlich.
Nach einer kleinen Eröffnungsrede der Ressortleiter Klara Kilpper und Nils Buchholz konnte das
Zu später Stunde wurde traditionell zur Wahl des Ballkönigpaares aufgerufen. Mit deutlichem Vorsprung siegten die Verbindungslehrer Daria Vogel und Björn Maier, bei den Schülern machten Alessa Zarbock und Nils Buchholz das Rennen. Daraufhin durfte natürlich der Tanz der gekrönten Paare nicht fehlen! Zu „Perfect“ von Ed Sheeran drehten sie sich im Kreis und wurden dabei genau von den Lehrern und Mitschülern beobachtet.
Vaihingen Eine Schülergruppe der MINT - AG des Friedrich-Abel-Gymnasiums hat an der Regionalrunde des renommiertesten deutschen Naturwissenschaftswettbewerbs „Jugend forscht“ teilgenommen und den zweiten Platz im Forschungsfeld „Geo- und Raumwissenschaften“ belegt.
Für ihren Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz erhielten sie eine finanzielle Sonderprämie des Ministeriums für Umwelt-, Klima und Energiewirtschaft.
Vaihingen (my) Wenn man zum ersten Mal in den Alten Postweg 6 kommt, scheint sich dem Besucher eine verwirrende und vielfältige Welt mit vielerlei Wegen aufzutun, die sich nicht auf Anhieb durchschauen lässt. – Kennzeichen einer gewachsenen Schule, wie sie das Friedrich-Abel-Gymnasium mit seiner langen Tradition verkörpert. Da ist der gut beraten, der für den ersten Tag einen Leitfaden in die Hand bekommt, um sich in den Gebäuden und auf den Fluren zurechtzufinden.
Das geschah in der vergangenen Woche beim „Schnuppertag“ am FAG auf sehr anschauliche Art und Weise. Denn noch bevor man sich hätte verlaufen können, bekam jedes Kind einen bunten Legostein und ein Namensschildchen mit auf den Weg zur großen Begrüßung aller Gäste im Schulhof. Dann jedoch zeigte sich schnell, dass die Farbgebung des gewählten Steins zu einer Aufteilung in Kleingruppen diente. Jeweils zwei Schüler aus den oberen Klassenstufen nahmen nun die Neuen gewissermaßen an der Hand und führten sie souverän und sachkundig zu den Klassenzimmern, in denen sich die verschiedenen Fächer vorstellten.

Nicht zuletzt sorgen auch die Bildungspartnerschaften, die das FAG mit Kooperationsfirmen wie zum Beispiel der Trumpf GmbH unterhält, für profunde berufliche Orientierungen, die den Start ins Berufsleben erleichtern können.
Seit nun fast zwei Jahren besucht Sebastian Nonn, ehemaliger Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums, die DSSH. Eigentlich hätte er in diesen Tagen sein Deutsch Abitur schreiben sollen, dieses wurde jedoch auf Grund des Corona-Virus verschoben. Bis zum 02. März sollen zunächst alle Schulen und Kindergärten in Shanghai sowie in anderen Metropolen wie Peking oder Hong-Kong geschlossen bleiben. Ob die von der chinesischen Regierung verhängte Schulschließung noch verlängert werden soll, ist unklar. Vorsichtshalber wurde das Abitur an der DSSH nun zum zweiten Mal verschoben, diesmal auf Ende April. Bis die Schule wieder öffnet, findet der Unterricht online statt. Das funktioniert grundsätzlich gut, aber die gewohnte Atmosphäre im Klassenverband kommt nur eingeschränkt auf.
Für den Abiturienten Sebastian ist die Situation schwierig. Eine Online-Abiturvorbereitung ist nicht das, was man sich als Schüler wünscht, und die stetige Unsicherheit über den Beginn der Schule sowie die spürbar angespannte Lage in ganz Shanghai verbessert diese Umstände nicht. Trotzdem lassen die Zahlen ein wenig Hoffnung durchschimmern: Die Neuansteckungen nehmen von Tag zu Tag ab und somit hofft man in Shanghai darauf, dass man bald wieder frei durch die Millionenstadt schlendern und diese mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten genießen kann. Bis dahin bleiben Sebastian und seine Familie weitestgehend zu Hause. Sie bestellen und zahlen Nahrungsmittel sowie andere Dinge des täglichen Lebens per Smartphone und nehmen die Lieferung häufig noch am gleichen Tag entgegen. Sie bleiben weiterhin positiv und halten sich an das Motto: „Keep calm and jiayou“ (chinesisch: keep fighting)!








