Laura Pfaendner und Ruven Semmelmann gewinnen beim Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur
Das Friedrich-Abel-Gymnasium hat in der Vergangenheit schon öfter literarisch begabte Schülerinnen und Schüler hervorgebracht, aber noch nie gewannen gleich zwei FAGler den begehrten Preis der Deutschen Sprache und Literatur Baden-Württemberg. Laura Pfaendner und Ruven Semmelmann (beide Leistungskurs Deutsch, Jahrgangsstufe 1) waren – zusammen mit 18 weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern zu den verschiedenen Wettbewerbsthemen – mit ihren Beiträgen aus 378 Einsendungen hervorgestochen, hatten mit ihren unvergleichlichen und individuellen Aufsätzen die Jury begeistert.
Am Freitag, dem 17. Juli wurden die Preise in dem wunderbaren Ambiente des ehemaligen Klosters Heiligkreuztal übergeben. Lara-Maria Adler und Eleni Miryam Döhnert (vom Pestalozzi-Gymnasium Biberach und Preisträgerinnen von Jugend musiziert) umrahmten die Feier musikalisch und zauberten eine feierliche Stimmung für die Festgäste. In ihren Grußworten hob Frau Dr. Margret Fetzer als Vertreterin des Kultusministeriums die Bedeutung von Beschäftigung mit Sprache hervor, lobte die wunderschöne Kulisse und den Zusammenhang zwischen dieser und der Produktion von Sprache. Die Vorsitzende des Kuratoriums, Frau Dr. Juliane Horn, würdigte anschließend die Preisträgerinnen und Preisträger, indem sie auf jeden einzelnen der 20 Beiträge einging, eine Zusammenfassung gab, Neugier weckte und den Zuhörern in einer unnachahmlich gelungenen Art und Weise die Besonderheit jedes Schülerbeitrages vermittelte. Die Schülerinnen und Schüler hatten insgesamt acht Themen zur Wahl, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Beschäftigung mit einem Wertgegenstand, Rilke lesen, Wie Eskapismus funktioniert, Politik in 20 Sekunden, Absurd, Iweins Löwe – Siegfrieds Drache – Enites Pferd, Ein Gespräch, das nie geführt wurde und Zukunft gestalten.
Ruven Semmelmann, betreut von Frau Dr. Gaby Mandl-Steurer, beschäftigte sich in seinem Wettbewerbsbeitrag zum Thema Politik in 20 Sekunden mit den Kommunikationsstrategien von Parteien auf Social Media. Er untersuchte dazu analytisch Online-Beiträge auf Instagramm, ordnete sie ein und verglich sie mit denen anderer Parteien. Ziel seiner Arbeit war es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Art und Weise der Informationsvermittlung, der Videotechniken oder der Einstiegsgestaltung bei Video-Clips zu finden und zu definieren. Dazu analysierte Ruven Semmelmann Likes, Shares und Kommentare, die Auskunft über die „Beliebtheit“ der Kurzvideos geben. In seinem Fazit gibt Ruven nach dem umfassenden Vergleich der Reels von SPD, AfD und Die Linke einen pointierten Überblick, der belegt, dass die AfD Instagramm am konsequentesten nutzt, um über Menschen über die Strategie der Emotionalisierung zu mobilisieren und zu polarisieren.
Ruven Semmelmann beeindruckte die Jury laut Frau Dr. Horn vor allem mit seiner außergewöhnlich gut strukturierten und gründlichen Arbeit, dem Fachwortschatz und seinem wissenschaftlichen Vorgehen.
Nicht minder wissenschaftlich und strukturiert – wenngleich auf einem ganz anderen Feld – ist die Arbeit von Laura Pfaendner, betreut von Herrn Dr. Lukas Müsel, die sich dem Thema „Iweins Löwe – Siegfrieds Drache – Enites Pferd“ widmete. Laura untersuchte die christliche Hermeneutik (Theorie und Methode der Interpretation von Texten, Handlungen und Symbolen) anhand des Löwenritters Iwein (franz. Artus-Roman), Tristans (Hartmann von der Aue) und der Tierdarstellungen im Physiologus. Laura zeigt schon in der Einleitung ihres Aufsatzes, der das Herz eines jeden Linguisten und Mediävisten höherschlagen lässt, dass sie das Zeug zur Wissenschaftlerin hat, denn sie schildert ihre Begegnungen mit Tierdarstellungen in der Literatur, in und an Kirchen, stellt die richtigen Fragen und sucht – selbstkritisch – nach ihren eigenen Antworten. Sie kommt zu dem Schluss, dass ihre Vorstellungen des „finsteren Mittelalters“ zumindest im Bereich der Schilderung zur Tierwelt und der Natur nicht mit ihren Forschungsergebnissen übereinstimmen, denn in der Literatur des Mittelalters hatten diese Schilderungen vielfältige Funktionen: Festigung des christlichen Glaubens, historische Überlieferung, Anleitung zu Herrscher- und Rittertum sowie Unterhaltung. Natur- und damit Tierbeschreibungen wurden häufig christlich gedeutet, da die Natur – als Teil der Schöpfung Gottes – immer aus christlicher Sicht betrachtet und interpretiert wurde. Laura Pfaendner hat sich außerdem mit Zaubersprüchen aus dem Mittelalter auseinandergesetzt und festgestellt, dass die Zaubersprüche zur Heilung von Mensch und Tier verwendet wurden, exemplarisch seien hier der Wiener Hundesegen, der Lorscher Bienensegen und der Trierer Pferdesegen genannt. Weitere – unglaublich vielschichtige und sprachlich außergewöhnliche – Beiträge befassten sich mit Gedankenschach, einem Marienkäfer, Männern mit grünen Badekappen in fremden Wohnungen, einem in den Schnee gesudelten „DP sucks“, mit Freitagen, an denen ein arbeitsloser Schauspieler Publikum der anderen Art findet, Fremdkörpern, Bartendern und einem Fisch im Aquarium, der einen Restaurantgast in ein Gespräch verwickelt. Allein an diesen Ausschnitten, die einen ganzen Kosmus an Bedeutungen eröffnen, erkennt man die Vielfalt und Bedeutung sprachlicher Bildung in der Schule. Eine Sprache zu beherrschen, bedeutet dabei mitnichten, eine perfekte Orthographie vorweisen zu können, jeden Kasus fehlerfrei bestimmen zu können oder nie stilistisch danebenzufassen. Eine Sprache zu beherrschen, bedeutet, sie zu fühlen, in ihren Zwischentönen zu erfassen, sie in ihren Varianten tanzen zu lassen, über sie zum Leben zu finden, ihr keine Grenzen zu setzen und zu akzeptieren, dass sie sich wandelt. Der gesamte Wettbewerb war in diesem Jahr dem österreichischen Schriftsteller Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) gewidmet, dessen 100. Todestag sich im Dezember jährt. Sein Gedicht „Der Panther“ war Gegenstand eines Beitrages und vielleicht fassen folgende Verse des berühmten Textes die Macht der Bilder, die Literatur in uns zu wecken vermag, angemessen ein: „Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille/ sich lautlos auf – Dann geht ein Bild hinein,/ und geht durch der Glieder angespannter Stille -/ und hört im Herzen auf zu sein.“
Dabei stand in diesem Jahr Kasachstan im Mittelpunkt. In zwei Teams näherten sich die Schüler dem zentralasiatischen Land kulinarisch an. Die Aufgabe war es, sich über die Deutschen in Kasachstan zu informieren, ein deutsch-kasachisches Menü auszuwählen und zu kochen. Rezeptvorschläge konnte man online recherchieren. Das eine Menü bestand aus Kartoffelsuppe, Schweinelende nach deutscher Art und einem Bratapfel mit Vanillesoße, das andere aus Bauernkartoffelsalat und Rinderrouladen, ebenfalls mit Bratapfel. Die zwei Gruppen waren mit dem Ergebnis ihrer Kochkünste sehr zufrieden.
Beide Präsentationen überzeugten beim Wettbewerb. Neben dem kulinarischen Genuss durften sich die Schüler auch über Ihre Gewinngutscheine freuen. Den Schülern machte das Projekt sehr viel Spaß. Ein Schüler meinte: „Es war auch schön, einmal für die Eltern zu kochen, die ja ansonsten immer in der Küche stehen“.
mst. Es ist der Höhepunkt des Schuljahres: Alle Abiturprüfungen sind vorbei, die Zeugnisse liegen frisch gedruckt zum Unterschreiben bereit, die Redner feilen an ihren Beiträgen und das Friedrich-Abel-Gymnasium verabschiedet zuletzt seine Abiturienten – so geschehen am Freitag, dem 10. Juli 2026 in der Stadthalle Vaihingen. Den Auftakt der Abschlussfeier bildeten Schülerinnen und Schüler der Big Band mit dem Song „Cantaloupe Island“ unter der Leitung von Herrn Markus Sauter.
Nach der Begrüßung strich der Schulleiter Herr Stephan Damp in seiner Rede gleich zu Beginn hervor, dass alle 65 Abiturientinnen und Abiturienten, die zum Abitur zugelassen waren, auch bestanden hätten und der Durchschnitt nach Notenpunkten in diesem Jahr am Friedrich-Abel-Gymnasium 582,50 Punkte betrug, woraus sich ein Gesamtdurchschnitt von 2,39 für die Abiturnote ergibt. Nach dieser ersten Bilanz in Zahlen widmete sich Herr Damp dem Thema KI, das zunehmend auch das Schulleben am FAG beeinflusst. So strich er in seiner Rede heraus, dass die meisten Menschen noch vor wenigen Jahren bei der Erwähnung des Begriffes „KI“ an Science Fiction gedacht hätten und nun klinge es nach „digitaler Lernbegleitung in dialogischer Form“. Stephan Damp zog anschließend einen – vermutlich vor allem für Schüler interessanten – Vergleich heran, wie die Abi-Vorbereitung früher und im Gegensatz zu heute aussah: Bücher aufschlagen, Texte markieren, Karteikarten schreiben, verzweifeln, Kaffee trinken, weiter verzweifeln. Heute sehe es wie folgt aus: Laptop aufklappen, Prompt eingeben, Antwort kopieren, misstrauisch werden, zweite KI fragen, verzweifeln, dritte KI fragen, weiter verzweifeln. In der Folge hob Herr Damp hervor, was KI nicht könne: Sie ersetze nicht das eigene Denken, sie könne nicht entscheiden, ob das, was dastehe, wahr, erfunden oder sinnvoll sei. Sie könne nicht fühlen, wie sich eine letzte Prüfung anfühle, sie könne keine Freundschaften schließen und keine Stimmung wie die, die sich gerade in der Halle spüren lasse, erfahren. Sie könne nicht trösten und nicht lieben. Der Schulleiter des FAG schließt seine Rede mit einem Appell an die Absolventinnen und Absolventen: „Geht hinaus in die Welt. Denkt selbst. Bleibt menschlich.“
Die Rede der Scheffel-Preisträgerin – in diesem Jahr Paula Becker – stellt den Höhepunkt des Abends dar. Der nach Joseph Victor von Scheffel (1826-1888) benannte Scheffel-Preis für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch wird seit 1928 von der Literarischen Gesellschaft verliehen und ist sehr renommiert. Paula Becker zog in ihrer Rede eine Bilanz der Schulzeit, erinnerte ihre Schulzeit, die den Abiturienten die Anfänge von dem gezeigt hätte, was sie seien, was sie sein würden und was sie gewesen wären. Dazu gehörten Dinge, Gefühle und Erfahrungen, die niemand ganz erfassen könne. Irgendwo in diesem Spektrum liegt für die Rednerin die durch die Schule geförderte Fähigkeit, zuzustimmen, gegen etwas zu sein oder sich auch unsicher zu sein. Und so banal dies auch klinge, für Paula Becker sind das die grundlegenden Dinge für ein gelingendes Leben. Sie unterstrich im Anschluss die Bedeutung kritischen Denkens, des Reflektierens und der Auseinandersetzung. Die Welt werfe einem, mit ihrer Schnelllebigkeit, immer mehr Debatten an den Kopf, die eine Meinung zu verlangen scheinen: Deswegen sei es in der Folge an den Absolventen, Stellung zu nehmen und etwas zu sagen, zu Menschen- und Frauenrechten, zum Klimawandel oder zu den wichtigen Fragen in der nationalen und internationalen Politik - überhaupt zu allem, was die Welt bewege. Die Scheffel-Preisträgerin erinnert am Ende ihrer Rede an die Verantwortung der Abiturienten, die nun für Jugend und Zukunft stünden, Liebe in die Welt zu tragen, auch und besonders, wenn es manchmal hoffnungslos scheine.
Nach der Übergabe der Preise ließen die Schülerinnen und Schüler der Musik-AG zum Abschluss „I just might“ erklingen.
Die Musikfachschaft des Friedrich-Abel-Gymnasiums lud am vergangenen Dienstag, dem 7. Juli 2026 zum Unterstufenkonzert in den MMV-Pavillon ein und sorgte mit dem Programm für einen sehr gelungenen und unterhaltsamen Abend. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Herrn Rainer Geppert, der das Unterstufenorchester unter der Leitung von Frau Ingrun Canzler, den Unterstufenchor, geführt von Frau Miriam Sauter, sowie die AG „Darstellendes Spiel“ unter Frau Katharina Broszat vorstellte, ertönte schon das erste Stück der jungen Musikanten.
Das Unterstufenorchester gab unter anderem die Titel „Joy to the World“ und „Das große Tor von Kiew“ zum Besten. Letzteres stammt aus „Bilder einer Ausstellung“, der Vertonung von zehn Gemälden des Malers Viktor Hartmann durch seinen Freund Modest Mussorgskij. Frau Canzler brachte an diesem Abend eine beeindruckende Zahl von über 25 Musikanten auf die Bühne und dies zeigte sich beispielsweise in klingenden Soli der Blechbläser. Als Zugabe spielte das Unterstufenorchester „Feel the Rhythm“ aus dem Musical „Sweet Charity“ von Neil Simon.
Frau Miriam Sauter eröffnete den zweiten Teil des Konzerts mit ihrem Unterstufenchor und dem Lied „Wer sich die Musik erkiest“ (erkiesen, mhd. für aussuchen, erwählen) von Martin Luther. Künstlerisch ging es auch gleich weiter, denn die Darsteller der Schauspiel-AG betraten die Bühne und Goethe – als der große Dichterfürst -begrüßte das Publikum und lud zur „Dichterparty“ ein.
Nacheinander erschienen Friedrich von Schiller, Joseph von Eichendorff, Eduard Mörike, Heinrich Heine und Christian Morgenstern sowie Wilhelm Busch, die sich passend zu den Liedern des Chors über Italien, Poesie, Musik und verführerische Frauen wie Heinrich Heines Lolli („Die Loreley“, 1824) unterhielten. Der Unterstufenchor sang Goethes Wanderlied „Von dem Berge“, Schillers „Rätselbrücke“, Eichendorffs „Schläft ein Lied“ (seinem Gedicht „Wünschelrute“ entnommen) und „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“, dem berühmten Gedicht Heines über die Loreley entnommen. Aber auch „Frühling lässt sein blaues Band“ von Eduard Mörike, dem Vertreter der schwäbischen Romantik schlechthin, wurde von den jungen Sängern meisterhaft interpretiert.
Und wer jetzt dachte, das ist nicht mehr zu toppen, sollte eines Besseren belehrt werden: Herr Geppert beschenkte die Kollegen der Musikfachschaft sowie Frau Broszat mit Sekt und vor dem Pavillon wartete nach dem Konzert der Eiswagen von „Eis Leo“ und verteilte – auf Einladung der Musikfachschaft – Eiskugeln an die jungen Künstler.
Herr Rainer Geppert, stellvertretender Schulleiter des Friedrich-Abel-Gymnasiums begrüßte am Premierenabend, dem 22. Juni 2026 das Publikum mit der Ankündigung, dass die beiden kommenden Konzertabende die letzten sein würden, bei denen die langjährigen Musiklehrer Frau Miriam und Herr Markus Sauter die Leitung des Chors beziehungsweise der Big Band übernähmen. So kam beim Auftakt des Konzerts, das unter dem Motto „Big Emotions“ stand, bei einigen Zuhören schon Wehmut auf, die aber durch gut gewählte Stücke des FAG-Orchesters unter der Leitung von Frau Regina Bauer aufgefangen wurde. Bei „James Bond Theme“ (von Monty Norman) und „Skyfall“ (Adele), die als Auftakt zu hören waren, brillierten insbesondere Amelie Hanisch (10 c) am Fagott und Jule Störl (J I) am Waldhorn. Bei „Waltz No. 2“ von Dimitri Schostakowitsch bewiesen Lennart Betz (8c) und Alessia Belka (9c) an den Querflöten sowie Jakob Müller (8c) am Klavier, dass das junge Orchester schon mit den etablierten Ensembles mithalten kann. Am Schlagzeug gab Niklas Kostewa (9c) den Ton an, für die tiefen Töne sorgte Ronnie Steurer (9d), der den E-Bass zupfte, nachdem er bei den ersten drei Stücken die Geige spielte.
Nach dem weltbekannten Hit „What was I made for“ (Billie Ellish und Finneas ÓConnell) wurde lautstark eine Zugabe gefordert, die mit „Music“, einem der Lieblingsstücke von Regina Bauer, auch erfüllt wurde. Das junge und wunderbar besetzte Orchester, von Frau Bauer erst vor einem Jahr gegründet, brachte viel Stimmung in die Peterskirche und leitete gelungen den Auftritt des Chores unter der Leitung von Frau Sauter ein.
Bei „The Rose“, dem letzten Stück der Big Band, wurden die Gesangssolistinnen Sophie Bauer, Lotta Kernberger und Regina Rehm (alle J II) vom Ensemble begleitet, das sich am Montag mit einer fulminanten Darbietung von „Oye como va“ (Carlos Santana) verabschiedete. Am Dienstag sollte an dieser Stelle aber noch nicht Schluss sein, denn überraschend betrat Herr Stephan Damp, Schulleiter des FAG, die Bühne und sang „My Way“ von Frank Sinatra zu Ehren der Eheleute Sauter.
Auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe II, die an diesem Abend ebenfalls zum letzten Mal auftraten, verabschiedeten sich von ihren langjährigen Musiklehrern mit einem Gutschein für ein Candle-Light-Dinner (samt Kerze und Gruppenbild im Rahmen) bei Frau und Herrn Sauter, die ihrerseits zuvor bereits jedem ihrer Schüler ein kleines Geschenk ausgehändigt hatten. Und um den Abend der großen Gefühle noch eines draufzusetzen, boten alle ehemaligen und noch aktiven Schüler ihren Lehrmeistern das Ständchen „Thank You for the Music“ von ABBA.
Wie immer unterstützte die Technik-AG unter der Leitung von Jannis Kachur (10d) die Interpreten und sorgte für entsprechende Effekte. Besonders beachtenswert ist, dass viele ehemalige Schülerinnen und Schüler an beiden Abenden beim Konzert mitspielten und sich auch ehemalige Weggefährten wie Benjamin Albrecht (vormals Musiklehrer am FAG), am letzten Ständchen beteiligten.
mst. Clemens Beisel, Diplom-Sozialpädagoge und Referent für Social Media, klärte im Rahmen der Vortragsreihe des Kooperationsmodells der Vaihinger Schulen am Dienstag, dem 16. Juni 2026 darüber auf, was Eltern über Social Media wissen müssen. Nach den einleitenden Worten von Frau Heike Dausend vom Friedrich-Abel-Gymnasium und Frau Kerstin Pickert, die die Schloßbergschule vertrat, leitete Herr Beisel die Zuhörerschaft dazu an, das eigene digitale Konsumverhalten unter die Lupe zu nehmen. Dazu benötigte der Referent nur drei Zahlen: 88, 11 und 15. Die digitale Fragmentierung des Alltags zeige sich laut Beisel darin, dass ein Smartphone im Schnitt täglich 88 Entsperrungen aufweise, das Handy durchschnittlich alle 11 Minuten entsperrt werde und dass man 15 Minuten brauche, um sich nach der Handynutzung wieder konzentrieren zu können. Dies erklärte Clemens Beisel als sogenannten Sägeblatteffekt: Graphisch dargestellt falle die Konzentration nach einem Blick auf das Handy auf Null und würde mindestens 15 Minuten brauchen, um wieder anzusteigen, nur um bei einem neuerlichen Blick aufs Smartphone wieder abzufallen, was dem Bild eines Sägeblattes ähneln würde. Wer sich nun im Publikum unter jenen wähnte, die niemals auf 88 Entsperrungen täglich kämen, wurde überrascht: Tatsächlich lagen die meisten Zuhörer nach der Überprüfung des Handys über ihrer eigenen Einschätzung. Um nun ein erstes Fazit Beisels vorwegzunehmen: Vorbildwirkung ist auch seiner Ansicht nach eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen übermäßigen Medienkonsum bei Jugendlichen und Kindern.









