FAGler erfuhren herzliche Gastfreundschaft in Fidenza
Es war ganz und gar kein ganz gewöhnlicher Schulvormittag am liceo Pacioli – D’Annunzio in Fidenza: 24 Schülerinnen und Schüler des italienischen Gymnasiums standen auf dem Pausenhof und ihnen gegenüber ebenso viele Schüler des Vaihinger Friedrich-Abel-Gymnasiums, um sich lebhaft miteinander über ihre vielfältigen Eindrücke des zu Ende gegangenen Schüleraustauschs zu unterhalten.
Eine Woche lang waren die Vaihinger zu Gast in der Emilia-Romagna und hatten das Leben in einer italienischen Familie erlebt, den dortigen Schulalltag kennengelernt, erfahren, wie Parmesankäse hergestellt wird und Ausflüge ans ligurische Meer, nach Mailand und Florenz unternommen. Schon am Ankunftsabend vertrieb überschwängliche, typisch italienische Gastfreundschaft die Nervosität und Unsicherheit bei den Schülerinnen und Schülern des FAG. Rieke war sich beispielsweise schon sehr schnell sicher, in ihrer Austauschpartnerin Alice die „netteste Person der Welt“ gefunden zu haben, Mathis fühlte sich sofort wie bei seinem besten Freund und Yara stellte freudig über Ariannas Familie fest: „Man spürt feeling!“.
Die Gastgeber ihrerseits zeigten sich von den Sprachkenntnissen beeindruckt, die die FAGler in zwei Jahren Unterricht im Sprachprofil gelernt hatten und die wiederum freuten sich, dass die Verständigung besser klappte als gedacht. Noah fasste zusammen: „Ich bin echt schlecht, aber man schafft das! Jetzt verstehe ich viel mehr, ich bin ins Sprechen reingekommen und wurde trotz Fehlern verstanden. Und beim Sprechen haben mir oft Umschreibungen geholfen.“ Nele hat sich viel mit den Eltern in der Gastfamilie unterhalten. „Die redeten so gerne! Und so habe ich viel gehört und viel Italienisch am Stück gesprochen.“ Diese Fortschritte in Praxis und Motivation beobachteten die begleitenden Lehrkräfte Petra Neher und Rainer Geppert mit Freude und kommentieren den Schüleraustausch diesbezüglich genauso: „Wir haben ihnen versprochen, dass es so kommt und jetzt freuen wir uns, dass wir Recht behalten haben.“ Und nun, am letzten Schulvormittag zeigten und erzählten sich die Jugendlichen gegenseitig, welcher Gegenstand für sie die vergangene Woche symbolisiert. Da fanden sich Eintrittskarten, Fußbälle, Eisbecher, Glücksbringer und Postkarten. Alessia präsentierte stolz das Freundschaftsband, das die kleine Austauschschwester ihr gebastelt hat.
Schon jetzt planen die Vaihinger den Gegenbesuch im April, überlegen, womit sie die Gäste überraschen können. Dalina ist sich sicher, dass der Unterricht am FAG die italienischen Freunde überraschen wird. In Italien gibt es nämlich keine mündlichen Unterrichtsnoten und so spricht fast immer nur die Lehrkraft. Hannas Partnerin Viola will zusätzliche Deutschstunden nehmen, um bis dahin so flüssig Deutsch sprechen zu können, wie Hanna es tut. Und Clara fasst zusammen: „Wenn wir sie einfach so empfangen, wie sie uns willkommen geheißen haben, dann wird’s perfekt.“








