Entschuldigungsverfahren

Zu unterscheiden sind zunächst Entschuldigungen und Beurlaubungen.
Eltern können ihre Kinder nur wegen Krankheit entschuldigen. In allen anderen Fällen muss ein Beurlaubungsantrag gestellt werden.

Beurlaubungsgründe können etwa aus familiären Gründen entstehen, in der Oberstufe ist die Führerscheinprüfung ein klassisches Beispiel dafür.
Wie alle Anträge können auch Beurlaubungsanträge abgelehnt werden.
Es ist also beispielsweise nicht ratsam, eine Führerscheinprüfung innerhalb der Unterrichtszeit terminlich zu vereinbaren, bevor der Antrag dafür genehmigt wurde.

Bei Krankheiten gilt folgende Regelung:
Für die Klassenstufen 5 – 10
Die Entschuldigungspflicht ist spätestens am 2. Tag der Verhinderung mündlich, fernmündlich, elektronisch oder schriftlich zu erfüllen.
Das heißt, wenn ein Schüler am Montag krank ist, ist die Entschuldigung am Dienstag beim Klassenlehrer vorzulegen.
Bei telefonischer oder elektronischer Verständigung der Schule ist die schriftliche Mitteilung binnen drei Tagen nachzureichen.
Das heißt, wenn ein Schüler am Montag krank ist und er telefonisch entschuldigt wurde, ist die schriftliche Entschuldigung am Freitag beim Klassenlehrer vorzulegen.
Samstag und Sonntag sind keine relevanten Tage.

Fehlt ein Schüler unentschuldigt in einer Klassenarbeit, schreibt die Notenbildungsverordnung vor, dass die Arbeit des Schülers mit „ungenügend“ bewertet werden muss.

Für die Jahrgangsstufen I und II
Der Tutor nimmt die Rolle des Klassenlehrers ein.
Der Schüler hat dem Tutor gegenüber dieselben Fristen einzuhalten, es gilt auch dasselbe Verfahren.
Das Entschuldigungsbuch kann dabei das schriftliche Verfahren ersetzen, wenn die zeitlichen Fristen eingehalten werden.
Die Fehlzeiten müssen auf alle Fälle im Entschuldigungsbuch eingetragen werden, auch wenn der Schüler auf üblichem Weg entschuldigt wurde, damit sich der Schüler bei den Fachlehrern auf diesem Weg entschuldigen kann.

Fehlt ein Schüler einen ganzen Tag oder mehrere Tage, genügt es, wenn der Schüler den Fachlehrern das Entschuldigungsbuch mit dem entsprechenden Eintrag zeigt. Der Fachlehrer muss nicht abzeichnen.
Fehlt ein Schüler lediglich stundenweise, ist das Fehlen vom Fachlehrer abzuzeichnen.

Bei Klausuren wird dringend empfohlen, dass sich die Schüler beim Tutor und beim Fachlehrer fristgerecht entschuldigen.
Fehlt ein Schüler unentschuldigt in einer Klausur, schreibt die Notenbildungsverordnung vor, dass die Arbeit des Schülers mit „ungenügend“ bewertet werden muss.