Erstes Schnuppern am „FAG-Spirit“

In einer vollbesetzten Stadthalle warteten 120 Schüler, deren Eltern und Angehörige auf die Antwort
der zentralen Fragen: „Wer sind meine Mitschüler in meiner künftigen Klasse am FAG und wer wird
mein Klassenlehrer?“
Bevor diese Fragen beantwortet wurden, leiteten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 die
Aufnahmefeier mit Ausschnitten aus dem Musical „Die chinesische Nachtigall“ feierlich und
stimmungsvoll ein. Eindrucksvoll schuf Projektleiterin Miriam Sauter mit den Stimmen des gesamten
Jahrgangs ein harmonisches Klangbild und kontrastreiche musikalische Farbtupfer mit den Solisten
Jette Wachholz und Barbara Linn.
Um die Kinder nicht zu lange auf die Folter zu spannen, richteten sich die Begrüßungsworte der
Elternbeiratsvorsitzenden Susanne Schumacher und des Schulleiters Hans-Joachim Sinnl zunächst nur
an die neuen Schülerinnen und Schüler.
Susanne Schumacher mutmaßte, dass der eine oder andere Erwachsene den Eintritt in das
Gymnasium mit dem Satz: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ kommentiert habe. Das relativierte
sie deutlich, indem sie statt der Sentenz den notwendigen Mut betonte, den Schüler gerade der
Klasse 5 aufbringen müssten. Sie forderte die Schüler auf, mutig zu sein und Fragen zu stellen, wie sie
es als Schülerin leider nicht getan habe, als sie den Biologiesaal in ihrer neuen Schule nicht finden
konnte. Sie forderte die Schüler auf, neugierig zu sein und wünschte dem „Abiturjahrgang 2025“ statt
Ernst viel Spaß am FAG.
Schulleiter Hans-Joachim Sinnl ermunterte die neuen Schülerinnen und Schüler mit drei kleinen
Beispielgeschichten eine gute Klassengemeinschaft zu bilden. Er zeigte auf, dass Menschen aus
unterschiedlichen Gründen wütend werden könnten, dass Wut bei einem selbst, aber auch bei
anderen Narben hinterlasse. Mit Hilfen und Tricks könne es einem gelingen, die eigene Wut zu
überlisten. Miteinander reden, auf einen Boxsack hauen, im Schulhof rennen oder ganz einfach zu
lachen seien Alternativen zur Wut. Er wünschte den Schülern eine gute Klassengemeinschaft, in der
Konflikte gut gelöst werden könnten.
Die Schülerpaten Jonas Brosi und Jonas Widmann versprachen ihren künftigen Schulfreunden dabei
zu helfen, schnell richtige FAGler zu werden. Sie stellten ihr Aktionsprogramm für die Fünfer vor und
erhielten dafür viel Applaus.
Rainer Geppert, Stellvertretender Schulleiter am FAG, löste die spannenden Fragen und rief die
Schüler auf die Bühne, wo sie von ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern Frau Schlecht, Frau
Bechtle, Herrn Becker und Frau Wetz empfangen wurden und sich dann auf den Weg in die Schule
machten.
An die Eltern gewandt, forderte Schulleiter Sinnl zur Dialogbereitschaft und zum
Perspektivenwechsel auf. Er wünschte sich eine möglichst geschlossene Erziehungsgemeinschaft und
zeigte die FAG-internen Unterstützungssysteme auf, die Schülern und Eltern helfen sollten, eine Lern-
und Erziehungsgemeinschaft bilden zu können.
Konkretisiert wurden die aufgeführten Aspekte durch Frau Dr. Gaby Mandl-Steurer, die das
Förderkonzept der Schule aufzeigte, das eine Festigung und Stärkung der Schüler zum Ziel habe,
sowie durch die Lehrerinnen Wicke Butscher und Christiane Wala, die den Bereich der Lern- und
Arbeitstechniken am FAG vorstellten.
Miriam Sauter lud, ganz im Sinne der Gemeinschaftsbildung am FAG, zu ihrem Chorprojekt für das
diesjährige Konzert im Advent ein.
Susanne Schumacher machte den neuen Eltern Mut. Zwar benötigten die Schüler auch auf dem
Gymnasium noch Unterstützung, mit dem Eintritt in die neue Schulart sei aber ein weiterer Schritt in
Richtung Selbständigkeit der Kinder getan. Die Elternbeiratsvorsitzende hob das gute Klima am FAG
hervor und bat um Mitwirkung am „FAG-Spirit“.
Heike Bärenwald, Vorsitzende des Fördervereins, zeigte in ihrer Ansprache auf, was eine qualitativ
gute Schule ausmache. Neben dem Engagement der Lehrer und Schüler seien auch eine gute
Ausstattung der Räume und ein gutes soziales Miteinander notwendig, es bedürfe also das
„Engagement aller Akteure“. All diese Dinge unterstütze der Förderverein der Schule. Als
Aktionsbeispiele des Fördervereins nannte sie die Unterstützung bei der Anschaffung des
Wasserspenders, der Schulhofüberdachung, der Spielekisten für die Kinder, die sozialen
Hilfestellungen der Einzelförderung, die Fahrradbörse oder das Ehemaligentreffen, das im nächsten
Jahr am 18. Mai wieder begangen werde.
Auch die Eltern marschierten nach der Veranstaltung in das FAG und wurden dort von den Eltern der
Jahrgangsstufe 6 zu einer Tasse Kaffee eingeladen. In den Gesprächen knüpften die neuen Eltern in
den Aufenthaltsräumen der Schule erste Kontakte, dasselbe machten ihre Kinder in den
Klassenzimmern. Sie alle schnupperten am FAG-Spirit.

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