Ruhe vor dem Sturm

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7. April 1945: Französische Truppen befreien das Konzentrationslager Vaihingen an der Enz und evakuieren 650 Überlebende. Vielen sterben kurz nach der Befreiung an den Folgen: Tod, Leid und Unterdrückung bestimmten während der Inhaftierung ihr menschenunwürdiges Leben.

August 2013: 68 Jahre sind vergangen, und die Schrecken der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte lassen uns noch heute ihren Nachhall spüren. 68 Jahre – ein trauriges aber gleichzeitig wichtiges Jubiläum für die KZ Gedenkstätte Vaihingen, die es sich seit 1990 zur Aufgabe gemacht hat, die Vaihinger an die Zeit während dem dritten Reich zu erinnern. Die Gründerin und pädagogische Fachkraft Brigitta Isermeyer fragte deshalb die Schauspielgruppe des Friedrich-Abel-Gymnasiums an, ob Interesse bestünde ein Theaterstück anlässlich des Jubiläums zu erarbeiten. Ein schwieriges Thema! Doch das lässt Henriette Dieterle und Milena Herzog – die Leiterinnen der rund 30-Kopf-starken Theatercrew – nicht zurückschrecken. Obwohl sie noch an der Vorbereitung des Stücks „Jack“ arbeiteten, nahmen sie das Angebot sofort an. Die Theatergruppe begeisterte in den letzten Jahren immer wieder ihr Publikum, und dies hat sie auch 2015 vor.

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November 2014: Schulleiter Hans-Joachim Sinnl stellt die jungen Schauspieler eine ganze Woche vom Unterricht frei, damit sie genügend Zeit haben das Stück zu erarbeiten. Aber wie präsentiert man den Holocaust ohne das Publikum in todtraurige Stimmung zu versetzen oder gar durch zu tiefgründige, abstrakte Darbietungen zu verwirren? Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, es soll die richtige Mischung aus Unterhaltung und Ernsthaftigkeit sein, und genau das ist die Herausforderung die sich die Theatercrew in ihren Probewochen stellen wird. Bettina Frank, einekreative und unkonventionelleTheaterpädagogin wird sie dabei tatkräftig unterstützen. Noch niemand weiß was am Ende für ein Stück entsteht, doch erste Teile des großen Theaterpuzzles waren in der Probewoche Anfang November schon zu erkennen. Ziel in der ersten Woche war es vor allem Ideen zu sammeln und schauspielerische Grundlagen zu festigen, aber viele Schüler wünschten sich, in der Projektwoche schon vollständige Szenen zu entwerfen. Die Leiter gingen auf die individuellen Wünsche der Schüler ein, schließlich ist es ja ein Stück, das allein auf der Kreativität der Gruppe aufbaut. Darauf gab Frau Frank immer wieder Denkanstöße und Ideen in die Runde, welche zu guten oder auch weniger guten Ergebnissen führten.

Dezember 2014: Die mittlerweile eng zusammengewachsene Theatergruppe wird in den kommenden Wintermonaten all ihre Kreativität und Konzentration dem noch unbetitelten Stück widmen. Das wird ein spannendes Experiment. Lasst euch überraschen!

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Das Projekt wurde und wird von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gesponsert.

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Aufführungstermine: 11., 12. Und 13. Mai 2015 in der Peterskirche

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