Elektromobilität aus erster Hand - Unterricht von Daimler am FAG

Schüler berichten

Daimler und das FAGDaimler und das FAGDaimler und das FAGDaimler und das FAG

In Zeiten des Klimawandels ist eine Änderung in der täglichen Lebensweise von uns Menschen notwendig. Gerade erst am Wochenende gab es in Alaska Temperaturen von über 30 °C, die höchsten je gemessenen für diese Region. Auch die Automobilindustrie trägt mit zum künstlichen Treibhauseffekt bei, weswegen in dieser Branche ein Umdenken notwendig ist.
Die NwT-Klassen von Carina Rattay und Sina Schröder der Jahrgangsstufe 10 bekamen Besuch von Julian Daubenschmid, Diplom-Ingenieur bei Daimler. Seine Aufgabenbereiche sind „Research & Development, Betriebsstrategie eDrive“.
Die Schüler wurden erst nach ihren Erfahrungen mit Elektroautos befragt und danach, welche Elektroautos sie schon (mit)gefahren hätten. Im Zentrum des Besuchs von Julian Daubenschmid stand das erste rein elektrisch betriebene Fahrzeug des Automobilherstellers aus Bad-Cannstatt, der Mercedes EQC. Es wurde zuerst die Funktionsweise eines Elektroautos und der Batterien erklärt, bis dann zum Abschluss des Vortrags der aktuelle Stand der Elektroautoentwicklung sowie die daraus resultierenden Vor- und Nachteile thematisiert wurden.
Der zweieinhalb Tonnen-SUV, wovon die Lithium-Ionen-Batterie bereits ein Gewicht von 650 Kilogramm aufweist, wurde über drei Jahre hinweg designt, gebaut, getestet und optimiert, bis er nun Ende des Jahres auf dem europäischem Automobilmarkt erscheinen wird.
Der SUV leistet 408 PS mit einer Beschleunigung von 5,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Die Reichweite wird auf circa 360-450 Kilometer angegeben mit einer Ladedauer (Aufladen des Akkus auf 80 Prozent) von ungefähr 40 Minuten. Bei durchgeführten Tests am wärmsten Punkt der Erde in Südafrika oder bei besonders kalten Witterungen in Norwegen wurde jedoch auch deutlich, dass die Batterie auf extreme Temperaturen anfällig reagiert.

Daimler und das FAGDaimler und das FAG Optisch ist der EQC ein echter Hingucker mit seinen dünnen, aber grellen Scheinwerfern, aber auch mit seiner eleganten Form und seinem luxuriösen Innenraum. Die Schüler konnten sich davon selbst überzeugen und setzten sich gerne in das E-Auto. Daimler und das FAGDaimler und das FAG Nun muss man eben abwarten, wie sich der EQC im Markt platziert und wie sich die Elektromobilität in den kommenden Jahren entwickelt. Die Alternative zum Ottomotor wurde den Schülern nicht nur als umweltfreundliches Auto dargestellt, sondern auch als eines, das durch Strom betankt wird, der zu 50 Prozent aus Atom- und Kohlekraftenergie gewonnen wird. Auch die Ressourcen von Lithium, woraus die Batterien zum größten Teil bestehen, sind nicht unendlich.

Der Vortrag war eine spannende Erfahrung und eine abwechslungsreiche Lehrstunde in Sachen Klima und Auto. Der EQC ist ein tolles Auto, weist jedoch auch einen stolzen Preis auf (Einstiegspreis wird etwa 70 000 € betragen). Wenn es nach Daimler geht, soll das Projekt EQ die Straßen im Bereich der Elektroautos zukünftig dominieren.
Bericht: Benjamin Hausmann (10c)