Förderverein am Friedrich-Abel-Gymnasium auf historischer Spurensuche

Primäre Aufgabe des Fördervereins am Friedrich-Abel-Gymnasium ist es, schulische Projekte zu fördern und dort, wo in Einzelfällten Hilfe notwendig wird, diese zu gewähren.
Der Förderverein am Friedrich-Abel-Gymnasium hat in jüngster Zeit diese primären Aufgaben in vielerlei Hinsicht mehr als erfüllt. Neben der Einzelfallhilfe wurden zahlreiche schulische Projekte ermöglicht. In jüngster Zeit waren dies die Bankgruppen vor dem Haupteingang der Schule, neue Roboter für die Fachschaft Naturwissenschaft und Technik und Bilderrahmen für die Bildende Kunst, um nur die wichtigsten Fördermaßnahmen zu nennen. Unmittelbar vor dem Förderabschluss stehen demnächst eine Verstärkeranlage für die Musiker und ein Brennofen für die Künstler.
Eine sekundäre Aufgabe sieht die Vereinsvorsitzende Heike Bärenwald in der internen Förderung der Mitglieder. „Um unsere tollen Arbeitsergebnisse auch künftig realisieren zu können, benötigen wir die Hilfe vieler Mitglieder, deshalb wollen wir auch gerne den Mitgliedern etwas zurückgeben, und zwar Gemeinschaftserlebnisse, die uns noch mehr zusammenschweißen.“
Aktion des FördervereinsAktion des FördervereinsSo hat sich Petra Müller gerne bereiterklärt, einen historischen Rundgang durch Vaihingen mit Graf Gottfried, dem Vasallen und Berater des Stauferkaisers Heinrich VI, zu organisieren, der die Alemannensiedlung Vaihingen im 12. Jahrhundert zur Stadt ausbaute und befestigte. Historisch gewandet empfing der modern-historische Graf dreißig Vereinsmitglieder auf der Vaihinger Burg, die sich ehrfürchtig vor ihm verbeugen mussten, bevor er mit der Darstellung der Geschichte seines Geschlechts begann. Sehr wichtig war es dem Grafen zu betonen, dass zu seiner Zeit die Burg zum Schutz der „Burger“ diente und dass erst in der Folge von Eberhard von Württemberg die Burg zum Schloss ausgebaut wurde, nachdem dieser 1356 in den Besitz der Stadt kam.
Er zeigte von seiner Burg aus auf die wichtige Stadtmauer und erläuterte, welche Sicherheitsmaßnahmen er zur Verteidigung seiner Stadt ergriffen hat. Auf dem Weg in die Stadt beschrieb er, wie prosperierend seine Stadt mit vielen Wirtschaften gewesen sei, wo der Bader gewohnt habe, der für die Gesundheitsvorsorge der normalen Leute sorgte, in dessen Haus aber auch besonders die Männerwelt allerhand Vergnügliches erleben konnte.

Die wirtschaftliche Bedeutung Vaihingens unter Graf Gottfried musste sich die Förderverein-Gruppe mehrfach anhören. Zwar war der Graf sehr erstaunt, dass das Enzweihinger Tor nicht mehr an dem von ihm gewohnten Platz stehe, doch erläuterte er, wie einfach es für ihn gewesen sei, den Wegzoll zu erheben. Am Beginenhaus vorbei führte der historische Graf die Gruppe auf den Marktplatz, wo er sich überglücklich zeigte, dass, bis auf wenige Neuerungen, dieser Platz sein eigentliches Gesicht bewahrt habe. Auch hier erläuterte er verschmitzt, wie er durch den Handel zu Geld gekommen sei.
An dieser Stelle rutschte die Gruppe des Fördervereins wiederum in die Neuzeit. In einer Vaihinger Restauration klang der Abend bei einem gemeinsamen Essen außerhalb der Stadtmauer aus. Die nächste Aktivität für die rührigen Mitglieder des Fördervereins ist bereits geplant, sie soll auch unter dem Motto stehen: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?“