WZBW – Was zu beweisen wäre

Wer kennt die Schulsituation nicht? Wenn ein mathematischer Beweis angetreten werden musste, blähten sich die Backen und man schnaufte kräftig durch. Bei denjenigen, die am Ende des Beweises ein q.e.d – quod erat demonstrandum (was zu beweisen war) unter die Lösung schreiben konnten, änderte sich die Physiognomie. Ein entspanntes und erleichtertes Lächeln ersetzte die zunächst gegenteilig geformten Gesichtszüge.
MathepreisMathepreisIn leichter Abwandlung der lateinischen Beweisabkürzung möchte der zur Förderung mathematisch begabter Schülerinnen und Schüler gegründete Verein WZBW (was zu beweisen wäre) wissen, inwiefern die mathematischen Kenntnisse der teilnehmenden Schüler ausreichen, um erfolgreich am Wettbewerb teilzunehmen. 350 Schüler aus ganz Baden-Württemberg nahmen die Herausforderungen des Vereins an und beteiligten sich bei der 58. Mathematik-Olympiade, die in Kooperation mit der KIT-Fakultät Mathematik in Karlsruhe durchgeführt wurde. Simon Gruschwitz, der die sechste Klasse des Friedrich-Abel-Gymnasiums besucht, hatte die Schulrunde schon erfolgreich absolviert und qualifizierte sich für die Regionalrunde in Heilbronn.

Dort musste er unter anderem die Flächen eines Sechsecks und eines Achtecks berechnen, wobei einige Längen und der Umfang gegeben waren. Interessant war für ihn auch die Aufgabe mit den Lichterketten, die zwei, drei und vier Sekunden leuchteten. Simon musste berechnen, wann sie alle zusammen leuchteten.
Aus seiner Jahrgangsstufe qualifizierten sich insgesamt 27 Teilnehmer, von diesen erhielten nur er und zwei weitere Schüler einen 1. Preis. Als Anerkennung bekam er das Begleitmaterial zur Ausstellung des Mathematikums Gießen „Wie man in eine Seifenblase schlüpft“, in der Autor Albrecht Beutelsbacher mathematische Experimente erläutert. Mit seinem ersten Preis auf Regionalebene qualifizierte sich der FAG-Jungmathematiker für den Landesentscheid. Simon Gruschwitz schmunzelt, wenn er gefragt wird, wie er zu seinem Hobby gekommen ist. „Ich habe mit meinem Vater angefangen Knobelaufgaben zu lösen. Das hat mir Spaß gemacht, und so bin ich dabeigeblieben.“