Grüne Energie für Hochdorf

Klasse 10 d des Friedrich-Abel-Gymnasiums untersucht Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien vor Ort

Nachhaltigkeit vor OrtNachhaltigkeit vor OrtWelche Chancen erneuerbare Energien bieten, konnten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen am FAG im Unterricht bereits untersuchen.

Die Klasse 10d machte sich nun auf, um auch vor Ort die Vorzüge der regenerativen Zukunftsträger zu analysieren. Initiator war Rüdiger Beck, der Vater einer Schülerin, der die Klasse nach Hochdorf auf seinen 64 Hektar großen Hof einlud. Julia Beck und Noemi Pohlmann führten die Klasse vor Ort über die Biogasanlage und hielten einen fundierten Vortrag über die Funktion und Zukunftsfähigkeit dieser regenerativen Energiequelle.

Dabei kamen beeindruckende Ergebnisse zutage. Der landwirtschaftliche Betrieb schafft es im laufenden Jahr 2.600 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen und bietet ein ausgebautes Fernwärmenetzwerk, mit Hilfe dessen weitere 600 Haushalte mit Heizenergie versorgt werden. Dafür wären im Jahr 845.000 Litern Heizöl nötig, um denselben Effekt zu erzielen. Die Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz ist zudem ein Nebenprodukt der Stromgewinnung.

HeizanlageHeizanlage Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass Kreisläufe geschlossen werden. Die Schülerinnen zeigen, dass diese geschlossenen Kreisläufe hier optimal umgesetzt werden. Eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hofes generiert den gesamten Strom, der hier für Rühranlage und Co. verbraucht wird. Somit ist auch der Strom, der die Anlagen betreibt, regenerativ, direkt vor Ort erzeugt worden. All diejenigen organischen Reststoffe, die am Ende des Gärprozesses übrig sind, werden als Dünger wieder auf den Feldern ausgebracht. Dieser Prozess ist so rentabel, dass nebenan inzwischen große, beheizte Gewächshäuser mit Tomaten vom Hof mit Energie versorgt werden. So einfach kann kleingliedrige regenerative Energieversorgung aussehen! WärmeversorgungWärmeversorgung