Ein Plädoyer für Dublin und die Iren

Irisches Theater am FAG

Irisches TheaterIrisches TheaterVaihingen (my) Unsere Nachbarn von der grünen Insel sind witzig, musikalisch und stolz – vor allem auf ihre irische Geschichte und ihre Schriftsteller.

Mit diesen Eindrücken mag so mancher Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums am vergangenen Freitag den MVV-Pavillon verlassen haben, in dem das „Wilde Shamrock Touring Theatre“ aus Dublin gastierte.

Sieben Wochen lang reisen zurzeit drei junge Schauspieler und Sänger aus Irland als Sprachbotschafter ihrer Insel durch Deutschland, die Schweiz und Dänemark, wo sie meist vor Schulklassen ihr Programm zeigen. Das beschäftigt sich in diesem Jahr vor allem mit der irischen Hauptstadt Dublin, der „fair City“, in der einst die berühmte und vielbesungene Molly Malone ihren Fischkarren durch die Straßen gezogen haben soll.

Mit Spielwitz, sparsamer Verkleidung, aber sprechender Mimik malten Ciara, Siofra und Aidan ein buntes Bild ihrer Heimat, die von den Römern als „zu kalt und zu nass“ links liegen gelassen worden war. „St. Patrick“ dagegen, der in der ganzen Welt meistgefeierte „Ire“, hatte sich die Insel auserkoren, um das Christentum zu verbreiten. Weil sein eigentlicher Name zu kompliziert erschien, nannte er sich Patrick, er war Waliser und leider wurde er auch nie heilig gesprochen, erklärten die pfiffigen Drei, was seiner Verehrung allerdings keinen Abbruch tut!

Bei einem kleinen touristischen Streifzug durch Dublin verwiesen sie stolz auf das von Queen Elizabeth I 1592 gegründete Trinity College, das – obwohl von einer Frau gegründet - erst im Jahr 1904 die erste weibliche Studentin aufnahm.
Arthur Guiness dagegen gehört zu den weltbekannten Söhnen der Stadt, der sich sowohl im Bierbrauen hervortat als auch in der Gründung einer großen Familie: 21 Kinder mit ein und derselben Frau werden ihm nachgesagt.

Irisches TheaterIrisches Theater Berühmtheiten haben die Iren aber ebenso im Bereich der Literatur vorzuweisen. Nicht nur „Dracula“-Erfinder Bram Stoker lebte auf der Insel. Auch Samuel Beckett, George Bernard Shaw, James Joyce, Oscar Wilde und William Butler Yates sind mit Irland verbunden.

Den krönenden Abschluss fanden die Darbietungen in den Liedern von „Stacey Rayleigh“, „Whiskey in the Jar“ oder dem beliebten „German Clockwinder“, bei denen das Publikum jeweils kräftig mitsingen konnte.