FAG-Schülerinnen erneut auf dem Siegerpodest beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Bundeswettbewerb SprachenBundeswettbewerb Sprachen „Beim zweiten Mal ist es eine Wiederholung, beim dritten Mal Tradition, beim vierten Mal ist es Brauchtum“. Mit diesem Bonmot begrüßte Moderator Volker Groß die Herrenkapelle „Möhringer & Kofler“, die schon das zweite Mal bei der Preisverleihung SOLO Plus des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen im Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum die musikalische Umrahmung gestalteten.
Schulleiter Hans-Joachim Sinnl, der an der Feier teilnahm, schmunzelte und meinte: „Unsere FAG-Mädels sind auch schon zum zweiten Mal auf dem Siegertreppchen. Den Weg für Tradition und Brauchtum haben die beiden Sprachengenies für das FAG geebnet.“
Obwohl die beiden Sprachtalente Wiebke Neibig und Marie-Kristin Krüger schon im Juni ihr Abiturzeugnis ausgehändigt bekamen, durften sie in der Endausscheidung teilnehmen. Das Reglement des Bundeswettbewerbs sieht nämlich vor, dass alle Schüler, die im Wettbewerbsjahr erfolgreich waren und mehr als 1000 Mitbewerber auf lokaler und regionaler Ebene hinter sich ließen, im Finale antreten dürfen.
Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von der Kultusministerkonferenz und von namhaften deutschen Stiftungen geförderte Wettbewerb führte in der dreitägigen Endausscheidung in Mannheim die besten 49 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet in die Quadratestadt. Gleich zwei davon kamen vom Friedrich-Abel-Gymnasium in Vaihingen. Robert Just, Vorsitzender der Bundesjury, verdeutlichte, dass jeder Teilnehmer einen ersten Preis verdient hätte. Die Kriterien des Bundeswettbewerbs, nämlich reden zu können, wie in der Muttersprache, und zwar in bester Qualität und dann doch mit entweder bester oder hervorragender Sprachkompetenz machten den Unterschied. Einen Unterschied zwischen Muttersprache und erlernter Sprache hob der Wissenschaftler Dieter Thoma von der Universität Mannheim hervor. Die Pupillenreaktion sei bei emotionalen Themen in der Muttersprache größer. Wissenschaftlich könne man also auch den besten Fremdsprachler als Nichtmuttersprachler bei emotionalen Themen überführen. Der Vertreter des Kultusministeriums Vittorio Lazaridis betonte, dass Sprache heute in allen Bereichen wichtig sei, in einer globalisierten Welt gerade auch für angehende Ingenieure. Zum Sprachenlernen motivierten Schulen, Wettbewerbe, aber insbesondere der Aufenthalt im Ausland.
Elke Völmicke, Geschäftsführerin von Bildung und Begabung, führte aus, dass das Finden von guten Lösungsstrategien der Kernpunkt einer guten Begabtenförderung sei. Gerade der Bundeswettbewerb Sprachen sei dafür besonders gut geeignet.
Eine Aufgabe bestand unter anderem darin, einen Kurzfilm mit dem Titel „Mannheim im Quadrat“ zu drehen. Marie-Kristin Krüger gestaltete mit ihrer Gruppe den Siegerfilm. Auf Latein, Französisch, Italienisch, Englisch und Russisch stellten die Teilnehmer die Vorzüge Mannheims heraus.
SprachförderungSprachförderung Sprachbegabte im InterviewSprachbegabte im Interview Die Leistung der Teilnehmer in der Endausscheidung wurde über Einzelgespräche und Gruppengespräche ermittelt, die in den drei Tagen von einer sehr fachkundigen Jury bewertet wurden. Dazwischen konnte man den Toefl-Test absolvieren, der als Sprachtest Voraussetzung für ein Auslandsstudium ist. Wiebke Neibig schaffte dies sozusagen nebenher. Zudem erhielt die künftige Medizinstudentin einen dritten Preis und ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro.
Marie-Kristin Krüger, die künftig ebenso Medizin studieren wird, durfte mit einem zweiten Preis und einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro sogar ein Treppchen höher steigen. Beide FAG-Preisträgerinnen betonten die gute Gemeinschaft der teilnehmenden Bundesfinalisten.
„Ich war von den Teilnehmern und der guten Gemeinschaft begeistert“, fasste Wiebke Neibig ihre Eindrücke zusammen. „Wir fühlten uns überhaupt nicht als Konkurrenten, die Tage wirkten nicht wie ein Wettbewerb, sondern waren eher eine gute Gelegenheit, die Fremdsprachen anzuwenden“, resümierte Marie-Kristin Krüger.