Gemeinschaft – das Band am FAG

Neunzig neue Fünftklässler waren gemeinsam mit ihren Eltern, teilweise waren auch die Großeltern dabei, mehr als gespannt, als sie zur Aufnahmefeier des Friedrich-Abel-Gymnasiums in die Vaihinger Stadthalle eingeladen wurden.
„In welche Klasse komme ich, wer sind meine neuen Klassenkameraden?“ Diese Fragen standen den jüngsten FAG-Schülern quasi auf die Stirn geschrieben, als sie von nah und fern die Vaihinger Stadthalle betraten.
Sechstklässer begrüßen die neuen FünferSechstklässer begrüßen die neuen FünferBevor sie darauf eine Antwort erhielten, entspannte der Chor der Jahrgangsstufe 6 unter der Leitung von Miriam Sauter die wartenden Gemüter mit Ausschnitten aus dem letztjährigen Musical, das mit den Zeilen: „Ihr habt es geschafft, jetzt ist es so weit / zu FAGlern werdet ihr heut / und alle hier / gratulieren euch dafür“ zur Freude der Anwesenden eine textliche Aktualisierung erfuhr.
In den anschließenden Begrüßungsworten von Schulleiter Hans-Joachim Sinnl und Sabine Schumacher, der Vorsitzenden des Elternbeirats, war das Thema Gemeinschaft die gemeinsame Botschaft an die jüngsten Schüler.
Schulleiter Sinnl bedauerte es zunächst aber, dass er erneut aufgrund der Vorgaben des Regierungspräsidiums Schüler abweisen musste und nicht alle am FAG aufgenommen werden konnten.

Die neuen FAG'lerDie neuen FAG'lerDie Wichtigkeit des Themas Gemeinschaft verdeutlichte der Schulleiter seinen Schülern anhand der Parabel vom wilden Schakal. Während die Antilopenherde zusammenstand und die Bedrohung durch den Schakal zur gemeinsamen Aufgabe machte, verhielt sich die Affenherde eher egoistisch, was dem Affen Frieder fast zum Verhängnis geworden wäre. Ihm half keiner, weil er etwas dicklich war und ihn die Affenbande nicht mochte. Aber schließlich rettete Frieder durch seine Klugheit alle vor dem bösen Schakal. „Verhaltet euch in euren Klassen wie Antilopen, nicht wie Affen“, war die Botschaft des FAG-Schulleiters.
Gemeinschaftlich begrüßten die SMV-Paten Julia Beck, Nail Shehab, Paul Berkemer und Janina Jeck ihre neuen Mitschüler und versprachen gemeinsame Aktionen, mit den Jüngsten durchzuführen.
Susanne Schumacher zeigte den Fünfern auf, dass sie jetzt wieder von vorne beginnen müssten, wie sie das ja schon einmal in der Grundschule erlebten: „Einfacher geht das gemeinsam, mit Freunden zur Seite“, rief sie den Schülern ermutigend zu. Die Bedeutung von Freundschaften gehe aber weit über die Schulzeit hinaus, wie Susanne Schumacher aus eigener Erfahrung positiv zu berichten wusste: „Freut Euch über die Freunde, die bereits an Eurer Seite sind und seid offen für neue.“
Rainer Geppert, der stellvertretende Schulleiter am FAG, erlöste die Spannung der anwesenden Neuschüler und gab die Klasseneinteilung bekannt. Ulrike Laukner, Christian Weckenmann und Heike Dausend begleiteten die Schüler als Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen ans FAG, wo vielleicht schon das erste Gemeinschaftsband geschlossen wurde.
In ihrer Ansprache an die Eltern rief Susanne Schumacher zum elterlichen Engagement in der Schule auf. Sie lobte die Hilfsbereitschaft von Verwaltung und Lehrern am FAG und unterstrich das Gemeinschaftsgefühl, das an der Schule gut ausgeprägt sei.
Heike Bärenwald, Vorsitzende des Elternbeirats erläuterte das Motto des Vereins: F stehe für fördern, A für aktiv sein und G für Gemeinschaft leben.
Wichtig seien ihr, der Schule und dem Verein Toleranz und Rücksichtnahme und die Frage, wie man miteinander umgehe. Die Vereinsvorsitzende legte offen, welche Projekte in den letzten Jahren gefördert wurden und freute sich über die erstmals vom Verein gespendeten Stofftaschen, in denen die Eltern die Bücher der Fünfer abholen könnten.

Dr. Gaby Mandl-Steurer gab einen ersten Einblick in das Förderkonzept am FAG und erläuterte das neue Bewerberverfahren. Sie entstigmatisierte den Förderunterricht und sah in ihm eine gute Möglichkeit, in der Anfangsphase der neuen Schule fachliche Hilfe zu bekommen.
Miriam Sauter stellte den anwesenden Eltern den Projektchor vor, in der Gemeinschaft von Schülern, Lehrern und Eltern im Chor gelebt wird. Sie lud zur Mitwirkung beim Weihnachtsoratorium ein, das am 12. Dezember in der Stadtkirche vom FAG aufgeführt wird.
Schulleiter Hans-Joachim Sinnl war das Gemeinschaftsband in seiner Ansprache an die Eltern gerade aufgrund der Verschiedenheit der Kinder sehr wichtig. Um die Kinder richtig kennenlernen zu können, benötige die Schule die Hilfe der Eltern.
Im Aufenthaltsraum der Schule und im Pausenhof tauschten sich die Eltern in lockeren Gesprächen bei einer von den Eltern der Jahrgangsstufe 6 gekochten Tasse Kaffee aus und erlebten erste FAG-Gemeinschaft. Eltern im SchulhofEltern im Schulhof