Max und die Käsebande: Einheitskäse – nein, das darf nicht sein!

Das Fünfermusical Max und die Käsebande begeisterte an zwei Aufführungsabenden Eltern, Lehrer
und Gäste in der Vaihinger Stadthalle.

Der Spielwitz der Schülerinnen und Schüler in der sehr gelungenen Inszenierung von Ingeborg Ziehm
und Anne Koerbler erfreute die Zuschauer ebenso wie die Gesangsleistung der Solisten und des
Jahrgangschores, einstudiert von den FAG-Musiklehrern und in der musikalischen Gesamtleitung von
Miriam Sauter an den Aufführungsabenden kraftvoll zusammengeführt.
Die Ganztagsklassen trugen durch den von Daniela Oster und Timo Wieland choreographierten Tanz
und durch die Gestaltung von in der Kunstbetreuung von Anika Lange angefertigter Plakate zum
Gelingen der Abende ebenso bei wie die Combo (Markus Sauter, Daniel Müller und Sebastian Nonn)
oder die Techniker der Technik-AG von Ingo Plett (Tim Adam, Ole Hocke, Florian Kiesel, Ben Adam
und Florian Müller).
Schulleiter Hans-Joachim Sinnl strich die Bedeutung dieser Gesamtleistung heraus und freute sich,
über die positiv wirkende Gruppenerfahrung seiner Fünftklässler.
Die Geschichte von Max und der Käsebande ist schnell erzählt.
Käsekönig Kurt (Benedict Dammann/Jakob Leitz) wird wegen der Profitgier von Yogi Yoghurt (Sami
Türkmen/Timo Mathe) und Rolly Harzer (Ferdinand Sommerfeld / Deniz Türkmen), denen sich auch
Don Mascarpone (Fabian Silhanek) anschließt, vom Thron gestürzt. Kennzeichen seines Reiches war
die Sicherung der Käsequalität durch Senner aus der ganzen Welt, die sich in seinem Reich
ansiedelten und Käse produzierten. In der Jahreshauptversammlung der internationalen Käser, in der
sonst über die neuesten Entwicklungen berichtet wird, erfuhren die Senner von der
Machtübernahme der Schurken, die nur noch einen billigen und geschmacklosen Einheitskäse
produzieren wollen. Molly Appenzell (Maja Kempf/Maria Muhler), Seppi Blauschimmel (David
Landgraf/Ceyda Benk), Francois Camembert (Urban Mohoric/Silas Stotz), Luigi Parmigiano (Abdul
Alsabouni/Hira Celik), Jacky Chester (Anna Preißner/Samantha Hämmerle) und Antje Edamer
(Charlotte Wittmann/Carolin Haas) sind entsetzt und haben keine Idee, wie der abgesetzte König und
seine gefangene Tochter Prinzessin Mozarella (Julie Schlemme/Maya Beykirch) aus den Händen der
Einheitskäseproduzenten befreit werden könnten. Selbst Kater Schnurr (Carlotta Lehmann/Louis
Scheid) und Mäusebussard Waldemar (Natalie Engelhardt/Annika Grözinger) zeigen sich ratlos. Da
taucht Max (Felix Arnecke/Zerlina Wawers), der Anführer der Käsebande (Anne-Sophie Traub, Daniel
Soos, Selin Soyal/Isabeau Ziegler, Philippa Kiesel, Silvan Weik) auf und bietet seine Hilfe an. Die
Käsebande, der natürliche Gegner der Edelkäsesorten, möchte auch weiterhin lieber Edelkäse
stibitzen als auf Einheitskäse angewiesen zu sein. Die Edelkäsesorten nehmen notgedrungen die Hilfe
der Bande an, der es mit List und Tücke gelingt, die habgierigen Einheitskäseproduzenten dingfest zu
machen. König Kurt und seine Tochter werden befreit, Mozarella wird neue Königin und die
Käsebande darf wieder weiterhin Edelkäse klauen.
Szenisch umgesetzt wurde das Spiel durch ein überzeugend reduziertes Bühnenbild und eine Regie,
die auf die sprachliche Ausdrucksstärke und den Sprachwitz besonderen Wert legte.
Schüler der Gesangsklasse übernahmen die Singstimmen der Hauptdarsteller, die Miriam Sauter im
Wechsel mit dem Jahrgangschor zu einer musikalischen Einheit führte. Molly Appenzell (Luzia
Rehm/Lea Emini), Jacky Chester (Lara Ungerer/Jannis Pickert), Francois Camembert (Sila Insal/Luisa
Leikam), Luigi Parmigiano (Lucy Bauer/Maximilian Giese), Max (Michael Richter/Julia Sigmund) und
Rolli und Yogi (Robin Beigel, Zakaria Chouk(Maya Kempf/Dominic Cieslicki)zeigten erfreulich präsente
Stimmen.
Wunderschön gelang es dem Jahrgangschor in „Knille Knalle Mausefalle“ die listig überlegene
Stimmung der Mäusebande, im „KäseKäselied“ das Selbstbewusstsein der Senner zum Ausdruck zu
bringen. Im „Monotonen Rührenlied“ wehklagt der Chor, optisch unterstützt von der Tanzgruppe der
Ganztagsklasse, den Geschmack des Einheitskäses, bevor im „Befreiungslied“ die Freude über das
gute Ende nicht nur stimmlich, sondern auch durch einen sich bewegenden, Mäusekappen in die Luft
werfenden Chor zum Ausdruck kam.

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