Friedrich-Abel-Gymnasium startet nächstes Jahr mit IMP

Friedrich-Abel-Gymnasium startet nächstes Jahr mit IMP
Informatik – Mathematik – Physik wird als weiteres Profilfach eingeführt.

Zufrieden zeigte sich Schulleiter Hans-Joachim Sinnl über die Entscheidung des Ministeriums
und des Regierungspräsidiums, den Schülern des Friedrich-Abel-Gymnasiums ab dem
kommenden Schuljahr mit dem Fach IMP (Informatik – Mathematik – Physik) ein weiteres
Profilfach zur Wahl zu stellen.
„Es ist ein interessantes Fach, und ich freue mich, dass unsere Schule sich von Anfang an auf
den Weg gemacht hat, interessierten Schülern dieses Angebot zu machen.“ Alle schulischen
Gremien und auch der Gemeinderat hätten das Projekt unterstützt, freut sich der
Schulleiter. Vielleicht leiste das Fach auch einen positiven Beitrag zum Thema Digitalisierung,
so der Schulleiter des Friedrich-Abel-Gymnasiums.
Ab der Jahrgangsstufe 8 können die Schüler künftig neben dem sprachlichen Profil mit der
dritten Fremdsprache und dem naturwissenschaftlichen Profil mit dem Fach
Naturwissenschaft und Technik nun mit IMP auch einen Schwerpunkt in Informatik setzen,
das anwendungsorientiert mit den Fächern Mathematik und Physik zu einem Fächerverbund
verschmolzen ist.

IMPIMP Selbstverständlich behalten Schüler mit
IMP ihren traditionellen Mathematik-
und ihren Physikunterricht weiterhin.
Der Mathematik- und Physikanteil im
Fach IMP ist additiv, und zwar haben
die IMP-Schüler je vier
Unterrichtsstunden mehr Mathematik,
Physik und Informatik in den drei
Jahren der Jahrgangsstufen 8-10.
Themenfelder wie Daten und
Codierung, Algorithmen, Rechner und
Netze, aber auch Aspekte der
Informationsgesellschaft und Datensicherheit werden in der Informatik im Zentrum stehen.
Heike Dercks, die schon im Fortbildungsteam des Regierungspräsidiums Stuttgart für
Informatik 7 mitwirkte, freut sich besonders über die Entscheidung der Gremien. „Nachdem
das FAG die Informatik schon jahrelang mit AG’s und Wettbewerben gefördert hat, können
wir unser Angebot in den regulären Stundenkanon integrieren. Wir wollen Schülerinnen und
Schüler ohne zusätzlichen Unterricht für die digitale Welt begeistern, Risiken dabei
beleuchten und helfen, sich in ihr zurechtzufinden.“
Auf Themen wie Halbleiterphysik und Informationsverarbeitung, Geophysik und numerische
Verfahren, numerische Verfahren in der Mechanik oder Himmelsmechanik und Astrophysik
freuen sich die Physiker. Alexander Flaig, Mathematik- und Physiklehrer, sieht das neue Fach
als Chance, vertiefend mit besonders interessierten und begabten Schülerinnen und
Schülern zu arbeiten. „Die Inhalte des neuen Profilfaches eignen sich aus meiner Sicht sehr,
die Jugendlichen für MINT-Fächer zu begeistern.“
In der Mathematik werden mathematische Grundlagen der Kryptologie, Aussagenlogik und
Graphen, Geometrie oder Funktionen im Sachkontext bearbeitet.
Insgesamt ist das neue Fach schlüssig aufgebaut, Theorie und Praxis werden eng aufeinander
bezogen. Vor dem Horizont einer zunehmenden Digitalisierung von Gesellschaft und
Arbeitswelt legt das neue Fach IMP schon in der Mittelstufe des Gymnasiums ein Fundament
für eine zukunftsorientierte Studien- und Berufswahl. Besonders wichtig hält Heike Dercks
den Umstand, dass IMP nicht nur für Spezialisten gedacht ist, sondern für alle Schüler, die
sich für diesen Bereich interessieren. Denn die Inhalte werden von der Komplexität auf das
jeweilige Alter heruntergebrochen und somit altersgerecht vermittelt.
Unterrichtspioniere am FAG werden StD‘ Heike Dercks mit Informatik und OStR Alexander
Flaig, der die Fächer Mathematik und Physik unterrichten wird.