Sieger des Schüler-Ingenieurwettbewerbs kommen vom Friedrich-Abel-Gymnasium

Die Sieger des Schülerwettbewerbs „Junior.ING“ der Ingenieurkammer Baden-Württemberg sind gekürt. Unter 977 Modellen, die von 2.500 Schülern aus dem gesamten Bundesland eingereicht wurden, setzten sich zwei Siegergruppen aus Vaihingen an der Enz und Ochsenhausen-Reinstetten im Landkreis Biberach durch.

SiegerbrückeSiegerbrückeDie Gewinner des Landeswettbewerbs unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann wurden unter den Augen der 1.300 Gäste im Europa-Park in Rust ausgezeichnet. In den zwei Alterskategorien (bis Klassenstufe 8 und ab Klassenstufe 9) wurden jeweils 15 Preise verliehen, außerdem wurde ein Sonderpreis vergeben.
In der Alterskategorie bis Klassenstufe 8 belegten Timo Engel, Anna-Leonie Fleischer, Marc Kuehlbrey, Leo Matuschowitz und Henrik Neibig vom Friedrich-Abel-Gymnasium in Vaihingen an der Enz den 1. Platz. Der Juror und Ingenieurkammer-Vorstand Dipl.-Ing. Andreas Nußbaum beschrieb die Wahl zum Siegermodell „The Glassbridge“ mit folgenden Worten: „Das Siegerteam hat mit dem Modell eine gelungene Symbiose aus Leichtigkeit und Stabilität erreicht. Ganz nach dem Motto: form follows function. Die Konstruktion aus Querbalken für die Geh- und Fahrfläche mit der Verbindung durch farbige Bänder wurde für den Betrachter durch einen transparenten Belag noch speziell hervorgehoben.“ Sina Schröder, die das Projekt der Jungingenieure vom FAG betreute, zeigte sich stolz und überglücklich: „Unser Siegermodell besticht durch pfiffige Ideen, die Stabilität und Transparenz miteinander verbanden, blieb aber in der Gestaltung erfreulich funktional, wie Ingenieure halt so sind.
SiegerteamSiegerteam Platz 1 bei den älteren Schülern ab Klassenstufe 9 belegten Achim Bock, Daniel Poduschnick, Selina Schmid und Niklas Stallbaumer der Gesamtschule Ochsenhausen-Reinstetten. Auch hier lobte die Jury die intelligente Baukonstruktion des Modells. „Die Erbauer haben sich bei der „bridge over troubled water“ an organischen Formen orientiert, wie sie auch im Bereich der Bionik vorkommen.
Am Wettbewerb konnten sich alle Schularten beteiligen. Unter dem Motto „Junior.ING“ sollten die Schüler eine Fuß- und Radwegbrücke als Modell bauen, die einen Freiraum von 60 cm überbrückt und mit einem Kilogramm belastet werden kann. Als Werkstoffe durften lediglich Papier, Folie, Klebstoff und Schnur sowie Stecknadeln verwendet werden.
Ingenieurkammer Baden-Württemberg, erklärte: „Der Schülerwettbewerb ist eines unserer erfolgreichsten und wichtigsten Projekte der letzten Jahre. Wir möchten den Schülern vermitteln, wie spannend und interessant der Beruf des Bauingenieurs ist.“ Die Resonsanz sei groß: dieses Jahr hätten sich fast 2.500 Schülerinnen und Schüler an Junior.ING beteiligt.
„Besonders erfreulich ist auch, dass sich viele Mädchen unter den Teilnehmern befinden. Die Entwicklungen zeigen, dass wir in den männerdominierten Ingenieurstudiengängen zukünftig noch mehr weiblichen Zulauf bekommen. Das ist wichtig, denn in Deutschland und insbesondere in Baden-Württemberg fehlen uns weiterhin viele Ingenieurfachkräfte“, betonte Sander. Mit dem Wettbewerb könnten Schülerinnen und Schüler für den Beruf begeistert und möglicherweise sogar zum Bauingenieurstudium bewegt werden.
Die beiden Gewinner sind für den Bundeswettbewerb am 08. Juni im Deutschen Technikmuseum Berlin qualifiziert.