FAG-Lateiner erneut beim Landeswettbewerb HUMANISMUS HEUTE erfolgreich

FAG-Lateiner erneut beim Landeswettbewerb  HUMANISMUS HEUTE  erfolgreichFAG-Lateiner erneut beim Landeswettbewerb HUMANISMUS HEUTE erfolgreichMit überragendem Erfolg hat Florian Walz aus dem Lateinkurs der Jahrgangsstufe 2 des Friedrich–Abel-Gymnasiums an der ersten Runde des 37. Landeswettbewerbs Alte Sprachen 2018 teilgenommen. Dieser Wettbewerb, der insgesamt aus drei Runden besteht, steht ausschließlich Schülerinnen und Schülern der Kursstufe offen. Er wird jedes Jahr von der Stiftung HUMANISMUS HEUTE gemeinsam mit der Studienstiftung des deutschen Volkes durchgeführt.
Aus einem Katalog von fünf Themenvorschlägen konnte Florian Walz ein altsprachliches Thema auswählen, mit dem er sich in einer maximal zehnseitigen Abhandlung eigenständig und kritisch-fundiert auseinandersetzen musste. Diese Arbeit entspricht in Methode, Umfang und Anspruch einer Seminarkursarbeit.

Schon im letzten Jahr hat Florian eine Arbeit zu einem historisch orientierten Thema eingereicht, in der er plausibel darlegen konnte, wie unterschiedlich der römische Philosoph Seneca und der Geschichtsschreiber Tacitus die Herrscherpersönlichkeit Augustus gesehen und bewertet haben. In der aktuellen Arbeit beschäftigte sich Florian erneut mit einem geschichtlich ausgerichteten Thema, diesmal mit dem Herrschergeschlecht der Julier, zu denen Augustus als ihr berühmtester Nachfahre zählte. In einem philologisch genauen Vergleich einzelner Passagen aus Vergils Nationalepos Aeneis mit ausgewählten Textstellen aus Senecas philosophischer Trostschrift Consolatio ad Marciam gelang es Florian Walz sehr überzeugend nachzuweisen, dass Vergil die Julier (und damit auch Augustus) mystifiziert und glorifiziert hat, während es bei Seneca am Ende der julischen Dynastie und unter dem Einfluss der stoischen Philosophie zu einer deutlichen Entmystifizierung der Herrschergestalten gekommen ist. Bei Seneca erscheinen die Caesaren als Personen mit menschlichen Bedürfnissen und Affekten, die lediglich aufgrund ihrer gesellschaftlichen Position Macht über andere Menschen haben, ihr eigenes Schicksal aber nicht wie wirkliche Götter beeinflussen können.
Als Gewinner des ersten Preises darf sich Florian Walz über eine interdisziplinäre Akademiewoche freuen, zu dem er vom Kultusministerium eingeladen ist und das in der Zeit vom 5. bis 9. März im Klosterhospiz Neresheim stattfindet. Darüber hinaus hat sich der Schüler für die Teilnahme an der zweiten Runde qualifiziert. Diese findet als Klausur am 11. April in der Zeit von 8.30 bis 13.00 Uhr am FAG statt und besteht aus einer Textinterpretation und aus einem Textvergleich. Zusätzlich muss ein lateinischsprachiger Textausschnitt unter Zuhilfenahme des Wörterbuchs ins Deutsche übersetzt werden.