Jugend gründet: Schüler am FAG zeigen Unternehmergeist

Vaihingen (MSt/my) Von Anfang September bis Anfang Januar – das war der knappe Zeitrahmen, der den Schülern der beiden Wirtschaftskurse von Dr. Gaby Mandl-Steurer und Björn Maier zur Verwirklichung einer Unternehmensidee zur Verfügung stand. Angeregt durch den bundesweiten Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stellten sich insgesamt acht Teams des Friedrich-Abel-Gymnasiums der Herausforderung, nicht nur eine innovative Geschäftsidee vorzustellen, sondern sie auch noch mit einem Businessplan – der beispielsweise Produktdesign, Vermarktungsstrategien, Kundenprofile, Kostenpläne, Marktsituation und Finanzierungspläne enthält – zu versehen und zu präsentieren.
Die Schüler reichten ihre Ideen und die Businesspläne ein und stellten einander dann ihre Innovationen in kurzen Präsentationen vor. Dabei zeigte sich, dass der technische Fortschritt und das Leben mit sozialen Medien auch die Schülerinnen und Schüler prägt: Während die einen praktische und durchaus nützliche Ideen zur Erleichterung des täglichen Lebens präsentierten, erfanden drei Teams jeweils eine App. So zeigte zu Beginn der Präsentationen das Team „APP Orgafix“ eine recht praktische Applikation, die den Benutzer im schulischen Bereich unterstützt und an entsprechende Termine erinnert. Die potentiellen Jungunternehmer boten professionell eine günstige Grundversion und eine teurere Premiumedition an.
Jugend gründet: Schüler am FAG zeigen UnternehmergeistJugend gründet: Schüler am FAG zeigen Unternehmergeist Die darauffolgenden Teams zeigten sich lebensnah: Das Team „Read it“ erfand einen „Buchhalter“ mit integrierter Leselampe und bot eine unterhaltsame Präsentation mit Interview und einen Prototyp. Sehr praktisch zeigte sich auch das Team „Covel“, dessen Unternehmensidee in einem „Reisepaket“ bestand: Einer Tasche, die – erst einmal entrollt – eine Decke samt Nackenkissen enthält. Auch diese Gruppe hatte einen Prototyp angefertigt und ganz konkrete Vermarktungskonzepte entwickelt. Mit Hygiene wollte die Gruppe „Clean foot“ punkten, die eine Idee für eine Türklinke präsentierte, die mit dem Fuß betätigt wird. Ähnlich das Team „Finger-Lock“: Diesmal ging es um das schnelle und problemlose Öffnen des Fahrradschlosses. Die Jungunternehmer schlugen ein Fahrradschloss mit Sensor vor, das auf den persönlichen Fingerabdruck reagiert.
Ebenfalls ganz im Trend: Das Team „Bake up“: Eine Backbox mit Rezept und Zutaten, bestellbar über Internet oder Supermarkt, laktosefrei, vegan oder auch glutenfrei zu haben. Hier war das besondere Highlight der mitgebrachte Kuchen, der von den dankbaren Mitschülern verspeist werden durfte. „My Bunker“ lautete der Titel einer weiteren App, die Bürger Informationen über Gefahren mitteilt, vor Katastrophen warnt und konkret im Notfall die nächsten Schutzbunker auflistet. Die Schüler konstruierten hierbei eine kostenlose App, die ohne Netz – also auch bei Netzausfall – funktioniert und die Kommunikation zwischen Smartphones ermöglicht.
Sehr professionell und durchdacht war die Geschäftsidee des Teams „Inator UG Pathfinder“ unter der Führung von Lukas Madel (einem wahren Daniel Düsentrieb): Die App soll das Navigieren von Personen innerhalb von Gebäuden wie z.B. Flughäfen oder Einkaufszentren erleichtern. Die App umfasst aber nicht nur den herkömmlichen Bereich der Navigation, sondern auch den Unterbereich der „intelligenten“ Navigation. Diese soll mit Hilfe von Sensoren bei Bedarf Umleitungen bereitstellen, um den Personenfluss im Gebäude zu optimieren. Zudem soll diese App auch den Bereich Shopping optimieren und mit einem Vergleichsportal verbunden sein.
Zu viel darf aber nicht verraten werden, denn nach Prüfung der Businesspläne stehen den Teams unter Umständen weitere Runden bevor, die dazu dienen, die Bundessieger von Jugend gründet zu küren.

DAS FOTO zeigt die jungen Unternehmer mit ihren Lehrern Mandl-Steurer (re) und Maier (li).