Ein Highlight der Schulmusik

SchulkonzertSchulkonzert „Konzert im Advent“ des FAG:

Vaihingen (my) Ein Schuljahr hat vieles zu bieten, die Zahl der Veranstaltungen ist immens
groß. Und dennoch gibt es Highlights, die für alle am Schulleben Beteiligten zu
Kristallisationspunkten einer kollektiven Erfahrung werden.
Zu solch einem Highlight ist das Adventskonzert des Friedrich-Abel-Gymnasiums schon
längst geworden. Und weil dieses Gemeinschaftserlebnis Schüler, Lehrer, Eltern, Freunde und
Ehemalige des FAG zusammenbringt, wird daraus eben mehr als ein konzertanter Abend der
Schulmusik.
Das war auch am vergangenen Dienstagabend in der Stadtkirche spürbar, als sich die Musik-
Ensembles des Gymnasiums auf eine weihnachtliche Reise durch den anglo-amerikanischen
Raum aufmachten und dabei die innersten Saiten ihrer Zuhörer zum Schwingen brachten.
An die Konzert-Neulinge der Orchesterklassen 5 und 6 erging die beruhigende Zusicherung
des Schulleiters: „Keine Sorge! Wir sind alle bei euch!“ Doch nachdem Florian Walz an der
Orgel („Concerto del Signor Albinoni“) und Jannik Morgana mit lauten Paukenschlägen an
dem vom Förderverein der Schule neu angeschafften Instrument für einen kraftvollen Auftakt
gesorgt hatten, spulten auch die Youngsters ihr Programm souverän ab.
Unter Leitung von Susanne Lautner und Ingrun Canzler nahmen die beiden jüngsten
Instrumentalensembles die Zuhörer mit hinein in das Flair amerikanischer Paraden. „When
the Saints go marching in“ und „Majestic March“ ließen Erinnerungen an Aufmärsche in der
„Neuen Welt“ wach werden.
SchulkonzertSchulkonzert Amerikanisch ging’s auch beim Unterstufenorchester weiter: „Frosty the Snowman“ und
„Rudolph the Red Nosed Reindeer“ führten gedanklich weiter zur Winterzeit und „Hark the
Herald Angels Sing“ von Felix Mendelssohn/ Arr. Terry Kenny leitete schließlich zum
eigentlich weihnachtlichen Thema des Abends hin.
Spätestens bei „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, gespielt vom Orchester der Mittel- und
Oberstufe, erfüllten weihnachtliche Klänge die voll besetzte Stadtkirche. Charlotte Kaiser (9c)
unterstützte am Klavier die beeindruckende Leistung des Orchesters, das mit einem Thema
aus „Schwanensee“ von Tschaikowsky und einem Potpourri dreier englischer
Weihnachtslieder, arrangiert von Charles Sayre, den ersten Höhepunkt des Konzertabends
erreichte.
„Mache dich auf und werde Licht“ forderten die Chorsänger der Klassen 5 und 6 das
Publikum auf, als sie durch den Mittelgang schreitend ihre Plätze im Altarraum einnahmen,
wo sie von ihren Chorleitern Ingrun Canzler und Sebastian Neumann in Empfang genommen
wurden. Dort sangen sie mit glasklaren Kinderstimmen von „Sankta Lucia“, von „Maria“, die
einem alten Weihnachtslied zufolge „durch ein’ Dornwald ging“, und vom Kind in der Krippe
(„Away in a Manger“ von William James Kirkpatrick).

In das „Glory to the Newborn King!“ durfte dann auch das Publikum einstimmen, das dank
der starken Führung der Sänger aus dem Schul- und Projektchor sicher durch die Strophen
geleitet wurde.
Im letzten Teil des Abends dominierten Werke von John Rutter, einem der bedeutendsten und SchulkonzertSchulkonzert
populärsten Komponisten neuerer Chor- und Kirchenmusik. Miriam Sauter hatte mit „Angels
Carol“, „Star Carol“ und „The very best Time of Year“ drei sowohl anspruchsvolle als auch
berührende Stücke ausgesucht, die der Projektchor zusammen mit dem Schulchor dynamisch
differenziert sehr eindrucksvoll gestaltete. Beim Refrain von „Star Carol“ wurden auch die
jüngsten Sänger der Schule nochmals mit einbezogen und es verschmolzen die hellen
Kinderstimmen mit den dunkleren Stimmen der Eltern zu einem freudigen „See his Star,
shining bright, in the sky this Christmas Night!“. Die Beiträge der Chöre hatte Miriam Sauter
um ein ganz besonderes Hörerlebnis gruppiert : das Harfenspiel von Johanna Ebert (J I), die
„Chanson de Mai“ von Alphonse Hasselmans zu Gehör brachte und damit das Publikum
restlos begeisterte.
Bei so viel emotionaler Tiefe tat es gut, zum Schluss des Abends mit einem weihnachtlichen
Gospel von Jay Althouse wieder „geerdet“ zu werden. Hatten bisher Klavier und Orgel
(Sebastian Neumann) sowie Flöte (Anna Steinbrich, J 1) und Oboe (Gina Halder, J II) die
Chorsänger begleitet, so war es jetzt das Schlagzeug (Jannik Morgana) das in diesem Finale
für den nötigen Groove sorgte.
Er sei froh, Schulleiter am FAG zu sein, hatte Hans-Joachim Sinnl das Publikum zu Beginn
des Konzerts wissen lassen, weil an seinem Gymnasium „Kultur“ großgeschrieben werde und
es eine gute Kultur des Zusammenarbeitens an der Schule gebe. Wer an diesem Abend nach
einem bewegenden Konzert nach Hause ging, hatte selbst erlebt, wie sehr dieses Miteinander
am FAG der Seele gut tut.

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