Unterm Kaltenstein spukt’s

Halloween-Woche des Friedrich-Abel-Gymnasiums geht zu Ende
Vaihingen (die). - Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, liegt nichts näher, als es sich daheim vor dem wärmenden Kamin gemütlich zu machen. Da verwundert es nur wenig, dass in dieser Zeit Geschichten von Geistern, Hexen und Vampiren die Runde machen. Von guten und bösen Gespenstern, verfallenen Geisterhäusern und altehrwürdigen Spukschlössern. Ob auch Schloss Kaltenstein eines dieser Spukschlösser ist, darauf kann ich leider keine Antwort geben. In der vergangenen Woche lag diese Vermutung jedoch nahe, und der aufmerksame Beobachter konnte erstaunt feststellen: Zumindest unterm Kaltenstein spukt’s.
.. Denn kurz vor den Herbstferien verwandelte sich das Schulhaus des Friedrich-Abel-Gymnasiums in ein Spukhaus: Bereits zum zweiten Mal stimmte die vom Veranstaltungsressort der SMV organisierte Halloween-Woche die Schüler auf die bevorstehenden Süßes-oder-Saures-Touren und die kalte Jahreszeit ein. Im schaurig-..schön geschmückten Schulhaus fanden sich viele kleine und große Überraschungen. Vampire und Kürbisse wohin das Auge sah, doch vielleicht war es auch manchmal einfach nur die panische Angst des Betrachters vor den ziemlich echt wirkenden Spinnenimitaten, die ihm nicht nur in den Morgenstunden das Fürchten lehrten. Oder waren es doch die etwas unecht wirkenden Spinnen aus den Räumen der Terrarien-AG? Wer weiß das schon. Ob auch die Skelette, die man von der Decke baumeln sah, aus der Sammlung der Schulbiologen stammten, darüber hüllten sich diese in Schweigen.
.. Nicht in Schweigen, aber in elegante Gewänder hüllten sich am Freitag rund dreißig Schüler für den Kostümwettbewerb. Hexen, Zauberer und Feen reihten sich nebeneinander mit Mönchen, Sensenmännern, Gespenstern und Alice, die extra aus dem Wunderland an die Enz reiste. Woher jedoch der Pantomime kam, konnte nicht restlos geklärt werden. Teufelchen und Engelchen standen Schulter an Schulter, was den tieferen Sinn der Woche am besten widerspiegelte. Denn im Vordergrund der Aktion stand das Stärken des „Wir“-Gefühls, heißt es aus dem Veranstaltungsressort. So werteten Schüler aller Klassenstufen eine Schulwoche durch gemeinsame Aktionen auf, wodurch das Gemeinschaftsgefühl an der Schule verbessert und die Distanz zwischen älteren und jüngeren Schülern abgebaut wurde. Halloween mag zwar nicht jedermanns Sache sein, doch zumindest der Aufenthaltsraum war zum Kostümwettbewerb von Schülern aller Klassenstufen bis auf den letzten Platz belegt.