13. deutsch-polnischer Schüleraustausch am FAG

Vaihingen (my) Bereits zum 13. Mal findet in dieser Woche am Friedrich-Abel-Gymnasium
ein Schüleraustausch zwischen Polen und Deutschland statt. Und nach wie vor ist das
Interesse auf beiden Seiten groß, sich trotz der Sprachbarriere zu begegnen und den
jeweiligen Nachbarn besser kennen zu lernen.
Für die meisten der 15 Schülerinnen und Schüler, die am vergangenen Sonntagmorgen in
Stuttgart angekommen sind, ist eine Verständigung nur auf Englisch möglich. Zu unsicher
sind sie noch in der fremden Sprache, die einige von ihnen bei ihren Begleitlehrerinnen Viola
Kruk und Gosia Cieslik vom IX. Lyceum in Lodz/ Polen erlernen.
Allein Carolina Cieplowski, der Achtzehnjährigen, die in Salzgitter zur Welt kam und seit
drei Jahren in Lodz lebt, geht das Deutsche prima über die Lippen! „Ich liebe die Landschaft
um Vaihingen ganz besonders“, schwärmt sie. „Wenn bloß der Dialekt nicht wäre!“, entfährt
ihr ein kleiner Stoßseufzer. Der mache ihr Probleme. Allerdings bemühten sich ihre
schwäbischen Gastgeber sehr, ihr in diesem Punkt entgegenzukommen und darauf zu
achten, dass nicht zu viele dialektgefärbte Wörter in die Sätze einfließen.
Während des Empfangs, den Oberbürgermeister Gerd Maisch am Mittwoch für alle am
Austauschprogramm beteiligten Schüler gegeben hat, erwies sich Carolina als Dolmetscher-
Talent und übersetzte die Erläuterungen des Stadtoberhaupts für ihre Mitschüler fließend ins
Polnische.
Bis Samstag hat die Gruppe noch Gelegenheit, sich im süddeutschen Raum umzusehen. Dazu
gehört nicht nur der obligatorische Besuch auf dem Wasen, im Mercedes-Museum und ein
Abstecher zu Bonbon-Jung. Auch die Nähe zu Frankreich ist attraktiv und eine kleine Reise
wert: Gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern geht es nach Straßburg, wo neben
dem Münster und der Altstadt auch das Europaparlament auf dem Programm steht.

Wenn die polnischen Schüler am Samstagabend heimkehren, wird das Wiedersehen nicht
lange auf sich warten lassen, denn Mitte Oktober werden die 15 Zehntklässler vom FAG
ihrerseits auf die Reise gehen, um eine Woche lang in Lodz zu Gast zu sein.

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