Nevena Dimitova besucht mit „kulturweit“ Kasachstan

Nevena DimitovaNevena Dimitova

Nun sind es nur noch zwei Wochen bis zum Abitur und viele Abiturienten haben noch keine Ahnung, wie ihre Zukunft danach aussehen soll. Anders ist dies bei Nevena Dimitrova vom Friedrich-Abel-Gymnasium. Sie hat sich bei der Deutschen Unesco-Kommission um einen Freiwilligendienst im Ausland beworben.

Typisch für „kulturweit“, so heißt das Programm, ist der Einsatz an einer deutschen Organisation im Ausland, einer Deutschen Schule, einem Goethe-Institut oder auch am Deutschen Archäologischen Institut.

Eigentlich bewarb Nevena sich für einen Aufenthalt in der Mongolei. Die Bewerbung für ein so prestigeträchtiges Projekt war aufwendig. Sie konnte umfangreiche Unterlagen einreichen, in denen sie neben ihren schulischen Leistungen auch ihre multikulturelle Kompetenz, ihre Eltern kommen aus Bulgarien, ihre Musikalität und ihr Engagement darstellen konnte. Zu dem Verfahren gehörten auch Auswahlgespräche in Bonn. Nevena Dimitrova war gut vorbereitet und punktete mit ihrer strukturierten Darstellung. Auch schwierige Fragen bezüglich möglicherweise im Gastland auftretender Probleme: „Versetzen sie sich in die Lage ....“, meisterte Nevena mit ihrer einfühlsamen Art gut. Und so kam nun endlich die ersehnte Email. „Die Mongolei ist es nicht geworden, aber ich wurde genommen“, freut sich Nevena.

Nevena unterrichtet im nächsten Schuljahr für 6 Monate als Sprachassistentin an dem Gymnasium 68 in Almaty, der Hauptstadt Kasachstans. An dieser Schule lernen die Schüler in der Deutschen Abteilung ab der ersten Klasse Deutsch. Nun muss Nevena ihrerseits Russisch lernen und Kasachisch.