„Kunst ist FAG ART“

Röntgenbilder von MonsternRöntgenbilder von Monstern

Vaihingen (my) Einmal mehr bot die Kunstausstellung am Friedrich-Abel-Gymnasium, die im zweijährigen Wechsel stattfindet, am vergangenen Wochenende die Gelegenheit, Schulkunst zu erleben und über Kunst nachzudenken.

Schulleiter Hans-Joachim Sinnl tat das in seiner Begrüßung zur Vernissage am Freitagnachmittag mit einem Zitat von Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“

Dennoch – so der erfahrene Pädagoge – lohne sich diese Arbeit, denn Kunst habe die Kraft, Kreativität zu fördern. Und die brauche man im Deutsch-Aufsatz genauso wie in der Mathe-Arbeit und vielleicht sogar fürs Schreiben von Entschuldigungen.

Bilder nach KandinskyBilder nach Kandinsky

Die Lehrer von der Fachschaft Kunst am FAG luden damit ein zum Gallerywalk durch die Räume des Erweiterungsbaus, in dem – nach eigenen Worten - ein „erfrischender Ausstellungscocktail“ vorbereitet worden war.

SeifentorsiSeifentorsi

Schülerinnen und Schüler der Unterstufe hatten mit Pappmachee, Ton und Farbe Dinosaurier in karger Landschaft, Giftpilze sowie Märchenwesen erschaffen oder sich durch Bilder berühmter Maler dazu anregen lassen, sich an Ausdruck, eigenes Erleben und persönlichen Gestaltungswillen heranzutasten.

Abiturientin Friederike Hess vor ihrem SelbstporträtAbiturientin Friederike Hess vor ihrem Selbstporträt

Das Selbstporträt dagegen stand für die Oberstufenschüler im Fokus. Angelehnt an die beiden Künstler Rembrandt und Cindy Sherman wurde das eigene Konterfei in unterschiedlichster Manier festgehalten oder sogar in Teilstücke zerlegt und neu zusammengesetzt, um der Frage näherzukommen, wer man denn eigentlich wirklich ist.

Tonfiguren entstehenTonfiguren entstehen

Darüber hinaus standen Michelangelo, Rodin oder Giacometti Pate für die figürliche Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper. So waren Figuren aus Draht, Wachs, Ton oder Gips zu bestaunen, die sich zum Teil mühsam herauszuwinden schienen aus ihrem jeweiligen Material.

Dinos, GiftpilzeDinos, Giftpilze

Und weil so viel Ästhetisches auch die eigene Kreativität herausfordert, boten die Kunstpädagogen jedem Besucher an, spontan selbst produktiv zu werden. Orientiert an Antony Gormley, der mit Bewohnern eines kleinen Dorfes eine Kunstaktion initiiert hatte, bei der 35 000 Tonfiguren entstanden waren, durfte jeder einem kleinen Tonklumpen eine menschliche Gestalt und vor allem ein Gesicht mit zwei Augen verleihen, sodass am Ende der FAG ART EXHIBITION ein Gemeinschaftswerk bewundert werden konnte.