Sonne – Sommer – Sommerkonzert am FAG

Ein Film mit Langnesewerbung auf der ehrwürdigen Seitenwand der Peterskirche, ein tanzendes Publikum, eine vor Rührung weinende Schülerin können als Beiwerk des FAG-Sommerkonzerts verstanden werden, sie waren dennoch äußere Kennzeichen für ein gefühlvolles, leicht-erfrischendes und dennoch musikalisch gehaltvolles Konzert.

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Susanne Lautner entführte das Publikum mit dem FAG-Mittel- und Oberstufenorchester in die Welt der Filmmusik. Das Konzert setzte mit Ausschnitten aus dem Warner Brothers Pictures Kinofilm Pan ein. Dabei setzte Susanne Lautner die Powell-Komposition kraftvoll um. Die stimmungsvolle und von den Streichern gefühlvoll umgesetzte Ouvertüre bildete den Auftakt des Medleys. Die Übergänge zwischen den Sätzen mit den notwendigen Tempowechseln wurden vom Orchester in überzeugender Weise gestaltet. Einen wesentlichen Beitrag zur Klangfülle des Orchesters leistete die volle Besetzung in den Holz- und Blechbläsern.

Im zweiten Teil des Orchesterprogramms überzeugten die gefühlvollen Dialoge zwischen den einzelnen Instrumentengruppen. Im Finale „You’ve got a friend in me“ fügte sich das Orchester zu einer geschlossenen und imposanten Klangfülle zusammen. Beeindruckend waren die Taktwechsel, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Hauptverantwortung der Schlagzeuger Hendrik Scholz trug, ein Schüler der achten Klasse.

Spontan setzte sich Michael Scharpf, ein ehemaliger Abiturient vor der Umbauphase ans Klavier und spielte für das Orchestermitglied Elisabeth Drenk ein Geburtstagslied, das alle im Saal mitsangen. Tränen der Rührung kullerten der Schülerin über die Wangen. Mit Mungo Jerrys „In the Summertime“ setzte der chorische Teil des Konzertabends ein. Miriam Sauter ließ ihre Sängerinnen und Sänger bunt gekleidet und oft strohbehütet singend von der Seite auf die Bühne schlendern, ein wogender Körper, der auch auf der Bühne nicht zur Ruhe kam. Die eingängigen Melodien aus „Ice in the Sunshine“ (Langnese-Werbung) und „Summer Dreaming“ (Bacardi-Werbung) wurden trotz ihrer Leichtigkeit sehr präzise vorgetragen. Lässig, locker und doch hochkonzentriert überboten sich in „The Lazy Song“ von Bruno Mars der Chor und die Solisten Wendy Agbo und Ephraim Siehler in entspannter Lockerheit.

Einen Aktivposten im wahrsten Sinne des Wortes bildete der Schluss der Chorbeiträge. Der Chor sang und tanzte „Hey, ab in den Süden, der Sonne hinterher“ und das Publikum tanzte mit, vereinzelt konnten die Zuhörer gar das Mitsingen nicht lassen, der Begeisterungsfunke sprang über.

Der lang anhaltende Applaus „zwang“ die Sängerinnen und Sänger zu einer Zugabe. Mit „Time to leave“ stellte sich der Chor von seiner gefühlvollen Seite vor, ebenso die einfühlsamen Solisten Ekaterini Varada, Laura Wizgall, Anna-Lia Wizgall und Judith Scharpf.

Einen ersten Kontrapunkt zu den Sommerrhythmen setzte die Big Band unter der Leitung von Markus Sauter mit „Singin‘ in the rain“ und dem glänzend aufgelegten Klaviersolisten Michael Scharpf. „Das war der Beitrag zu den Sommerhits der Big Band“, kommentierte Markus Sauter schmunzelnd.

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Celine Weiß entführte als Girl von Ipanema an den gleichnamigen Strand und interpretierte den Bossa-Nova-Jazz-Titel ausdrucksstark. Während Celine Weiß in „Don’t know, why“, nur mit einem Teil der Big Band ihre reife, weiche Stimme zum Ausdruck brachte, zeigte sie bei „Son of a Preacher Man“, mit der ganzen Big Band vorgetragen, ihren gesamten stimmliche Bandbreite.

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In „Watermelon Man“ zeigten Jannik Morgana, Julien Gergen und Thomas Gutjahr, auch ein ehemaliger Abiturient, ihre Solotalente. Ohne Zugabe kam auch die Big Band nicht über die Runden, bevor sich die in großer Zahl mitwirkenden künftigen Abiturienten mit „Don’t stop believing“ ein eigenes Abschiedsgeschenk machten.

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Schulleiter Hans-Joachim Sinnl versprach nicht zu viel, als er in seinen Begrüßungsworten darauf hinwies, dass die Ensembleleiter Kulturvermittler ersten Ranges seien. Die Ensembleleiter und die Ensemblemitglieder gestalteten einen so entspannten und entspannenden Konzertabend, der bei den Zuhörern das Gefühl der professionellen Leichtigkeit entstehen ließ und bei den Aktiven die Anstrengungen des Weges zum Ziel vergessen machte.