„Nach dem Austausch ist vor dem Austausch – ci vediamo!“

Gut ein halbes Jahr, nachdem sieben deutsche Schülerinnen und Schüler eine Woche lang das Leben bei ihren Austauschpartnern in Fidenza (in der Emilia-Romagna) genießen durften, ging der 9. Italienaustausch vom 14. bis 21. Mai nun hier bei uns in die zweite Runde. Dank der Aufnahmebereitschaft vieler Familien (grazie!) wurden 18 italienische Schülerinnen, ein Schüler und zwei Begleitlehrer am Sonntagabend gespannt am Bahnhof in Vaihingen erwartet. Mit viel Hallo fanden sich die Partner und starteten in den deutschen Familien-Alltag. Gleich am nächsten Morgen wurden die italienischen Gäste durch eine Stadtralley in der Vaihinger Altstadt herausgefordert, die viel Kommunikationsbereitschaft und Offenheit erforderte: „Scambiare una carota con un altro oggetto“ – wie soll denn das gehen? Über die Ergebnisse, was man alles gegen eine Karotte eintauschen kann, wurde nicht schlecht gestaunt. Außerdem bekam die italienische Gruppe beim offiziellen Empfang der Stadt (mit Begrüßung durch unseren Oberbürgermeister Herrn Maisch) einen Einblick in die Vaihinger Geschichte. Nachmittags nahmen dann alle am ganz normalen Schul-Alltag der Austauschpartner teil – auch für Italiener eher ungewöhnliche Fächer wie evangelische Religion oder NwT waren dabei.
Am Dienstag machte sich die ganze Austausch-Gruppe mit Frau Wetz und Valeria Buonocore auf nach Stuttgart. Das Programm bot die üblichen Verdächtigen (Mercedes-Benz-Museum, Fernsehturm, Schlossgarten mit seinen Sehenswürdigkeiten), machte aber auch Halt bei den Besonderheiten: Wie sieht eine evangelische Kirche im Vergleich zu den prächtigen katholischen Kirchen Italiens aus? Was ist anders, was fehlt? Das Rathaus aus den 50er-Jahren entzückte durch eine Fahrt mit dem Pater-Noster-Aufzug; für manche war dieser das Highlight des Tages, viele Italienerinnen freuten sich eher über die freie Zeit zum Shoppen. Auf alle Fälle konnten wir die besondere „Kessel-Lage“ unserer Landeshauptstadt vom Fernsehturm aus sehr gut nachvollziehen.
Klosterschule MaulbronnKlosterschule MaulbronnNach drei Schulstunden am Mittwochmorgen erhielt die Gruppe dann einen exklusiven Einblick in das Kloster und die Klosterschule Maulbronn, durch die wir von Schülerinnen des Landesgymnasiums selbst geführt wurden. Im Vergleich von deutschem und italienischem Schulleben stellten die italienischen Schüler vor allem fest: „In Germania gli studenti sono più silenziosi che in Italia. Noi facciamo più casino.“ „Die deutschen Schüler sind leiser als die Italienischen. Wir machen viel mehr Krach!” Donnerstags stand ein Besuch der Heidelberger Altstadt auf dem Plan. Die äußerst interessante und auf Italienisch gehaltene Stadtführung von Herrn Geppert führte auch zu einer Aussichtsplattform in der Nähe des Schlosses. Die wunderschöne Aussicht, die sich dort bot, war ein beliebtes Fotomotiv. Anschließend hatten die Schüler wieder Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt zu erkunden und zum Beispiel die süße Spezialität namens „Schneeball“ zu probieren. Am Freitag folgte ein „gewöhnlicher“ Schultag; mit Präsentationen über die Woche und einer Abschlussrunde endete am Mittag der schulische Teil des Austausches. Manchen diente der freie Nachmittag für eine weitere Shoppingtour in Stuttgart. Gemeinsam mit den Familien verbrachten die 19 italiani mit dem Samstag den letzten Tag vor der Abreise und nutzten ihn für verschiedenste Ausflüge.
Früh am Sonntag folgte dann der traurige Abschied. Hoffentlich kein Abschied für immer!
(articolo scritto da: Hannah Henkel, Carina Michel, Finja Pfeifer, Rebecca Savoli, Isotta Strinati, Chiara Tonna)







Die italienische FahneDie italienische Fahne „Nach dem Austausch ist vor dem Austausch!!!“ Die italienischen Gäste sind gerade abgefahren, doch der neue Austausch 2017/2018 ist bereits in Planung: Anfang Oktober 2017 fahren die deutschen Schülerinnen und Schüler nach Fidenza; der Gegenbesuch erfolgt im Mai 2018. Wer Lust hat, Teil dieser spannenden und vielfältigen Erfahrung zu sein:
Italienisch-Schülerinnen und -Schüler der diesjährigen 9. Klassen – meldet euch bei Frau Wetz oder Frau Neher. Es sind noch Plätze frei!