Erste Sprachreise des FAGs nach Eastbourne

Am Buckingham PalaceAm Buckingham Palace „A first“ – so bezeichnet man im Englischen etwas, das man zum ersten Male macht, den ersten Sprung vom 3-Meter-Brett, das erste Steckenbleiben im Fahrstuhl oder die erste Fahrt auf der Achterbahn fahren: „That was a first!“ Auf der ersten Sprachreise der Jahrgangsstufe 7 des FAGs gab es viele firsts. Das ging schon mit der Abreise los: die weite Reise der 53 Schüler und Schülerinnen nach Eastbourne begann nicht am Flughafen oder am Bahnhof, sondern um fünf Uhr morgens an der 1-2-3-Halle. In einem Luxusbus mit (fast)Liegesitzen ging es erst einmal nach Luxemburg, wo der Fahrer gewechselt wurde. Bevor der Bus in Calais auf die Fähre fuhr, gab es noch einen Stopp an einer Tankstelle, bei dem die Schüler dann Zeugen davon wurden, wie Flüchtlinge einen voranfahrenden LKW öffneten und versuchten, auf die Ladefläche aufzuspringen. Sie schafften es nicht. Die Schüler waren sehr betroffen. Auf der Fähre gab es dann die strengen Passkontrollen: aussteigen, durch ein Gebäude laufen, keine Faxen machen, französische Passkontrolle, britische Passkontrolle. Alles war sehr förmlich und auch ein bisschen unheimlich. Auf der Fähre mussten dann alle den Bus verlassen. Schon von Frankreich aus konnte man die weißen Kreidefelsen von Dover sehen. „Und das soll 90 Minuten dauern?“ Neben der schönen Aussicht und dem sonnigen Wetter gab es an Bord besonders einen Bordshop, in dem man die berühmten Jelly-Beans von Harry-Potter kaufen konnte. Das sprach sich herum wie ein Lauffeuer. Wieder an Land waren die Kreidefelsen ganz nah und der Bus fuhr auf der linken Seite. Überall links und rechts auf den Wiesen grasten Schafe mit Osterlämmchen, hunderte! Am Strand bei den Seven SistersAm Strand bei den Seven SistersDer Busfahrer Ramon fuhr extra über Hastings, den Ort der berühmten Schlacht, um den Schülern den ersten südenglischen Badeort zu zeigen. Nun war es nur noch eine Stunde bis Eastbourne und bis zum ersten Abendessen und der ersten Nacht bei der Gastfamilie. Am nächsten Tag gab es dann gleich einen Ausflug nach Canterbury mit der berühmten Kathedrale und einer witzigen Bootsfahrt auf einem minikleinen Fluss. In der freien Zeit konnten die Schüler zum ersten Mal einkaufen – an einem Sonntag. Die Gastfamilie abends war nun schon ein Zuhause. Am Montag, dem 1. Mai, einem Feiertag in Deutschland, erlebten die Schüler ihren ersten Tag in der Sprachschule, die Klassenkameraden zu Hause lagen sicher noch im Bett. Nachmittags lag Eastbourne im Sonnenschein. Das für die Schüler vorbereitete Stadtquiz war schwer, einige verkürzten den Rundgang und holten sich dann beim Pier am Strand die ersten nassen Schuhe. Abends schlug das Wetter um. Kurzer Ausflug zum roten Leuchtturm im Wasser am Kreidefelsen Beachy Head. Ein Sturm kam auf und man konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes in den Wind legen. Die FAG-Schüler erlebten zum ersten, zum Glück aber auch zum letzten Mal auf dieser Reise, den fiesen englischen Regen. Für die Wanderung über die Seven Sisters am nächsten Tag hielt das Wetter, sechs Mal ging es auf und ab über die Kreidefalten und immer auch nahe am Abhang. Ein kleiner Umweg führte mitten durch eine Schafherde. Wer hatte das schon erlebt? Für viele war es der schönste Tag. Dann wieder gewohnt die Schule am Morgen und am Nachmittag der erste königliche Palast: Royal Pavillon in Brighton, das Neuschwanstein Englands, von einem exzentrischen König, George IV. 1815-1922 erbaut, gleicht das Gebäude eher einem orientalischen Schloss als einem Palast. Königin Viktoria verkaufte den Royal Pavillon an die Stadt Brighton, weil er für sie mit ihren vielen Kindern zu sehr in der Stadt lag. Viele Schüler vergnügten sich danach auf dem Pier und fuhren vielleicht zum ersten Mal Achterbahn. Donnerstag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von Eastbourne, eine letzter Dank an die Gastfamilien, ein letztes Lunchpaket, aber ein first sollte für fast alle Schüler noch kommen: London. Nach der Fahrt mit der Jubilee-Line war der erste Punkt Buckingham Palace, wo große Aufregung herrschte, weil Prinz Philipp an dem Tag ankündigte, sich im Herbst aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen; Fernsehreporter an Fernsehreporter berichteten live vom Platz vor dem Palast. Von St. James´s Park erblickten die Schüler dann das erst Mal das London Eye, das eigentliche Ziel dieses Tages. Königliche Pferde, Whitehall mit Downing Street 10 und vielen Bobbys, Westminster Abbey, wo Kate und William geheiratet haben und dann Big Ben und das Parlament. Und überall die roten Busse. Am London Eye mussten alle lange warten, aber der Blick war dann einfach grandios: das riesige London lag so klein da unten. Alle suchten die Gerkhen, ein Gebäude aus dem Englisch-Buch. Leider war es verdeckt, aber später auf der Tour war es noch zu sehen: Tate-Gallery, St.Paul´s Cathedral, Millennium Bridge. Zum Schluss gönnte sich die Gruppe noch einen Spaziergang über die Tower-Bridge mit einem letzten Blick auf London und den Tower. Dann fuhren alle mit dem Boot auf der Themse zur O2-Arena, wo Ramon mit dem Bus wieder wartete. London war für viele das Highlight schlechthin. Auf der Rückfahrt mussten die Schüler wieder auf der Fähre aussteigen, kein First mehr und außerdem war es schon 23 Uhr. Um 10 Uhr kamen dann alle am nächsten Tag randvoll mit neuen Erlebnissen in Vaihingen wieder an. „Vielleicht gehe ich in der 10. Klasse ein Jahr ins Ausland“ – „Vielleicht mache ich mal alleine eine Sprachreise“. Offensichtlich sind einige mit ihren vielen firsts auf den Geschmack gekommen. In der SprachschuleIn der Sprachschule