Evalutionsbericht 2011/12

Im Schuljahr 2011/12 wurde im Rahmen der Selbstevaluation das Thema „Eltern und Lehrer: Kommunikation oder Schweigen im Walde“ evaluiert.
Dieses Thema entstand aus dem Wunsch zu sehen, inwiefern Eltern und Lehrer mit der Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule zufrieden sind. Dabei lagen Schwerpunkte auf den Wegen der Kontaktaufnahme, der Atmosphäre bei Gesprächen, der Durchführung von Klassenpflegschaftssitzungen und vom Elternsprechtag. Wichtiger Punkt war auch, ob Eltern rechtzeitig über Probleme ihrer Kinder informiert werden und ob Lehrer über besondere Belastungs¬situationen ihrer Schüler hinreichend in Kenntnis gesetzt werden. Zudem wurde die Akzeptanz des Newsletterverfahrens untersucht.

2. Teilnehmer des Evaluationsteams

LehrerElternSchüler
Frau ErnstFrau KerschBenedikt Häfner
Frau KernFrau KleinFriederike Hüeber
Frau NeumeisterFrau MendgenTim Seitz
Frau ScharsichFrau Schäberle
Herr Vogt

3. Durchführung

Alle Kollegen und alle Eltern von Schülern der Klassenstufen 5 bis 10 hatten die Möglichkeit, sich in einem Fragebogen zu dem gewählten Evaluationsthema zu äußern. Die Erhebung der Daten fand im Februar 2012 statt. Die jeweiligen Klassenlehrer teilten den Fragebogen am Elternabend an die Eltern ihrer Klassen aus, die Kollegen bearbeiteten im Rahmen einer GLK den Fragebogen. Auf diese Weise konnte ein repräsentatives Ergebnis erzielt werden.
Die Eltern der Kursstufe wurden bewusst ausgeklammert, da ihre Kinder bereits sehr autonom agieren.

4. Auswertung

Insgesamt wurden 579 Eltern- und 78 Lehrerfragebögen an die Selbstevaluationsgruppe zurückgeleitet und von deren Mitgliedern ausgezählt und ausgewertet (siehe Anlage A).
Die Auswertung erfolgte während einer Sitzung der Selbstevaluationsgruppe. Zuerst wurden allgemeine Auffälligkeiten besprochen und anschließend nach Besonderheiten innerhalb der Eltern- bzw. Lehrergruppe gesucht.
Danach standen mögliche Ursachen für diese Ergebnisse im Mittelpunkt. Abschließend erarbeitete die Gruppe mögliche Maßnahmen, um Defiziten wirksam zu begegnen.

Erkennbare Stärken:

Gespräche

  • Eltern und Lehrer empfinden Gespräche sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch überwiegend positiv

Elternsprechtag

  • Eltern empfinden die Vergabe von Gesprächsterminen als gut organisiert
  • Sprechzeiten werden überwiegend eingehalten

Newsletterverfahren

  • Eltern sind mit der Qualität des Newsletterverfahrens und dessen Inhalt sehr zufrieden

Erkennbare Probleme:

Kontaktaufnahme

  • Es besteht ein deutlicher Elternwunsch, Lehrer bei Bedarf per Telefon oder E-Mail zu erreichen

Informationsfluss

  • Eltern wünschen sich mehr Informationen über ihre Kinder (z.B. Leistungsstand, Verhalten, Hausaufgaben), Lehrer wünschen sich ihrerseits mehr Informationen über außerschulische Belastungssituationen ihrer Schüler (z.B. Krankheit, familiäre Probleme)

Elternabend

  • Eltern wünschen wie gewohnt Informationen zur Notengebung, Klassensituation und sonstigen Aktivitäten im Schuljahr, Informationen zum Bildungsplan werden allerdings deutlich geringer nachgefragt
  • Eltern genügt es tendenziell, wenn nur diejenigen Lehrer zum Elternabend kommen, die etwas Wichtiges zu sagen haben

Elternsprechtag

Eltern erhalten nicht jeden gewünschten Gesprächstermin, u. a. weil Eltern den Elternsprechtag nutzen, obwohl bei ihren Kindern keine Probleme bestehen

  • wenige Lehrer sind mit der Organisation unzufrieden, manche wünschen sich eine Pause

5. Handlungsbedarf

Auf Grundlage der Ergebnisse schlägt die Selbstevaluationsgruppe den Schulgremien folgende Maßnahmen vor:

1. Einstellung eines Links auf die FAG-Homepage, um direkt zum Landesbildungsserver und den Bildungsplänen zu gelangen (auf Elternabenden genügt ein entsprechender Verweis von Seiten der Lehrer)

2. Lehrer sollen zum Elternabend selektiv und gezielt eingeladen werden

  • zweimaliger Kontakt zwischen Klassenlehrer und Elternvertreter im Vorfeld des Elternabends, um Einladungswünsche abzuklären
  • entsprechende Änderung des Einladungsvordrucks

3. Ergänzung des Merkblatts zum Elternabend für Klassenlehrer

  • Informationswunsch der Lehrer über Belastungssituationen der Schüler

4. Elternsprechtag

  • flexible Taktung der Gesprächstermine, teilweise im 5-Minuten-Takt
  • bei der Terminvergabe muss darauf geachtet werden, dass Eltern genügend Zeit zum Raumwechsel haben
  • Lehrer tragen sich die notwendigen Pausen ins Terminformular ein
  • Mitteilungsmöglichkeit auf dem Laufzettel der Schüler, dass kein Termin mehr an Eltern vergeben werden kann

5. Schulleiterbrief

  • Einladung zum Elternsprechtag mit der Aufforderung, keine Höflichkeitsbesuche zu absolvieren
  • Wunsch der Lehrer, über besondere Belastungssituationen der Schüler informiert zu werden
  • Hinweis auf einheitliche E-Mail Adressen
  • Hinweis auf Link zum Bildungsplan