THIMUN – The Hague International Model United Nation

Was auf dem Parkett der Diplomatie und der so genannten großen Politik geschieht, bleibt vielen Menschen zeitlebens verborgen. Nicht so einigen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe I des Friedrich-Abel-Gymnasiums. Seit vielen Jahren erhält das FAG eine Einladung für THIMUN, was ein Privileg ist, denn nur wenige Schulen erhalten die Chance, ihren Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an THIMUN zu ermöglichen. Hinter THIMUN verbirgt sich „The Hague International Model United Nations“, was bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang die Arbeit der Vereinten Nationen kennen lernen, In der Sitzungswoche tauchen die Schülerinnen und Schüler als Delegierte in die Welt der internationalen Diplomatie ein und vertreten die Interessen eines UN Mitgliedsstaates. Das FAG vertrat bereits die Interessen von Togo, Lesotho, Tonga, Turkmenistan sowie der Ukraine und Kiribas, um nur einige zu nennen. Die Simulation wird in englischer Sprache geführt und zählt mit rund 3500 Teilnehmern aus über 200 Schulen zu den größten Planspielen der UN für Schülerinnen und Schüler. Die Konferenz steht immer unter einem bestimmten Thema, das weltpolitisch von zentraler Bedeutung ist. Bisher reichten die Themen von„Crime and Punishment“ über „Seas and Oceans“ bis hin zu „Good Governance“, „Eradicating Extreme Poverty and Hunger“ und „Evaluation of the Millenium Development Goals“.


LesothoLesotho BruneiBruneiKiribasKiribas TurkmenistanTurkmenistan UkraineUkraine









Die Simulation beginnt mit dem Lobbying, hier tragen die Delegierten in den 15 Untergremien Ideen zusammen und entwerfen auf dieser Basis gemeinsame Resolutionen, die sie schließlich in den Debatten diskutieren. Währenddessen besteht die Möglichkeit, Reden zu halten, Fragen an die Redner zu stellen und natürlich via Verwaltungspersonal Nachrichten an andere Abgeordnete zu verschicken. Je nach Ergebnis der finalen Abstimmungen werden die Resolutionen dann abgelehnt oder verabschiedet. Während der gesamten Zeit müssen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbstverständlich den Dresscode einhalten und sich als Repräsentanten ihres Landes oder ihrer Organisation angemessen verhalten.

Um in Den Haag die Rolle eines Delegierten ausfüllen zu können, setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Politik-AG im ersten Schulhalbjahr in Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern ihrer Delegation mit „ihrem” Land und den Themen ihres Gremiums auseinander. Dabei findet eine intensive Beschäftigung der Schülerinnen und Schüler mit den Problemen und Interessen „ihres“ Landes statt. So haben sie neben dem Recherchieren mit verschiedenen Medien und dem Verfassen von analytischen Berichten und Resolutionen die Möglichkeit, zielgerichtetes, teamorientiertes Arbeiten in Eigenregie zu lernen. Neben der inhaltlichen Vorbereitung geht es auch um das Einüben von Abläufen und Regeln durch das Praktizieren von Debatten. Die Anmeldung für die Politik –AG findet am Ende der Jahrgangsstufe 10 statt.

THIMUN will Wissen vermitteln und Interesse an gesellschaftlichem und politischem Engagement wecken Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln Eindrücke über die Funktion und Herausforderungen der Vereinten Nationen und des demokratischen Miteinanders. Durch die Auseinandersetzung mit internationalen Fragestellungen erhalten die Schülerinnen und Schüler grundlegendes Wissen über globale Zusammenhänge und Hintergründe. Aufgrund der Identifikation jeder Teilnehmerin und jedes Teilnehmers mit einem bestimmten Land wird sie für dessen spezifische Anliegen und Probleme sensibilisiert und entwickelt nicht nur ein tieferes Verständnis für internationale Fragestellungen, sondern auch Toleranz für fremde Kulturen, Lebens- und Denkweisen.

„Auf jeden Fall ist es ein erster Schritt zur Verbesserung der Welt, wenn Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt zusammen kommen und über Lösungen für internationale Probleme beraten und Freundschaften knüpfen.“ (Anja Lauer, Delegierte von der Ukraine, THIMUN 2012)

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Elternbeirat und dem Förderverein, die mit ihrer finanziellen Unterstützung dazu beitragen, Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an THIMUN zu ermöglichen.

Weiter Informationen findet man auf der offiziellen Website